Fr, 11:09 Uhr
06.05.2011
Kunst-Höhepunkt
Künstlerinnen und Künstler um Caspar David Friedrich - das ist der sommerliche Höhepunkt im diesjährigen Kunstjahr der Stadt Nordhausen. Eine Einführung dazu von Kuratorin und nnz-Autorin Heidelore Kneffel...
Caroline Bardua "Bildnis der Töchter des Oberamtmanns Rabe", Öl auf Leinwand, 46,5 x 58 cm,
1849, gemalt im Harz, Stiftung Stadtmuseum Berlin
Die Kunstpräsentation Künstlerinnen und Künstler um Caspar David Friedrich beginnt in den frühen Abendstunden des 15. Juli im Kunsthaus Meyenburg und endet am 2. Oktober. Sie könnte zu einer Pilgerschau werden, denn es wird hochkarätige Kunst mehrerer Künstlerpersönlichkeiten aus der Zeit der Früh- und Hochromantik bis hin zum Biedermeier gezeigt (ca. 1800-1860).
Anlass ist kein geringerer, als die 200jährige Wiederkehr der mehrtägigen Harzwanderung, die der berühmteste deutsche frühromantische Maler Caspar David Friedrich mit seinem Freund, dem Bildhauer Kühn, ab 23. Juni 1811, wo sie in Ballenstedt eintrafen, unternommen hat. Beide waren dann am 29. Juni auf dem Brockengipfel, übernachteten dort und trugen sich unter dem 1. Juli ins Brockenbuch ein. Wie die Wanderung weiter verlief, beschreibt Johannes Spitzmann (1884-1961), Maler und Kunstwissenschaftler, der lange Jahre in Quedlinburg tätig war, in seiner Schrift Der Harz in der Malerei der Romantik. Die Reise ging vom Brocken südwärts über die Hochfläche bei Tanne nach Ellrich. Aus dem Tal zwischen Ellrich und Ilfeld nahm Friedrich noch die stärksten Eindrücke mit, die ihm der Harz vermittelte.
Im Kunsthaus Meyenburg werden Werke solcher Künstlerinnen und Künstler gezeigt, die mit Friedrich in Dresden, wo er die meiste Zeit seines künstlerischen Schaffens verbrachte, befreundet waren, ihn gut kannten, im künstlerischen Austausch standen, ihn als Mentor hatten. Das waren die etwa gleichaltrigen Gerhard von Kügelgen, Philipp Otto Runge und Johan Christian Dahl. Hinzu kommt die jüngere Künstlergeneration mit Caroline Bardua, Louise Seidler, Adolf Senff, Ludwig Richter, Carl Blechen, Wilhelm von Kügelgen, Ernst Helbig, Georg Heinrich Crola und Elise Crola.
Die drei Künstlerinnen Bardua, Seidler und Crola verdienen mit ihren Zeichnungen und Ölgemälden ein besondere Augenmerk. In dieser Dreiergemeinschaft sind sie in einer Ausstellung noch nicht gezeigt worden.
Viele Museen und Privatpersonen in Deutschland wurden um Leihgaben gebeten. Mehrere private Kunstbesitzer, die nicht genannt werden wollen, stellen Werke zur Verfügung, vor allem jedoch mehrere Einrichtungen, die Kunst besitzen. Das sind: Anhaltische Gemäldegalerie Dessau, Stiftung Stadtmuseum Berlin, Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart, Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt, Stiftung Moritzburg - Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Klassik Stiftung Weimar, Städtische Museen Jena, Stiftung Schloss Wernigerode, Harzmuseum Wernigerode, Kulturstiftung Wernigerode, Technik- und Hüttenmuseum Ilsenburg, Stadtmuseum Wilhelm von Kügelgen Ballenstedt, Kirchengemeinde Bachra, Pfarrbereich Kölleda-Ostramondra.
Es werden auch Bildwerke zweier Künstler, die mit Nordhausen verbunden sind, gezeigt, Wilhelm Eichler und Carl Duval.
Die Kunstwissenschaftlerin Dr. Bärbel Kovalevski aus Berlin konnte gewonnen werden, am Buch über die Ausstellung mitzuwirken, sie wird auch die Laudatio halten.
Heidelore Kneffel
Autor: nnzCaroline Bardua "Bildnis der Töchter des Oberamtmanns Rabe", Öl auf Leinwand, 46,5 x 58 cm,
1849, gemalt im Harz, Stiftung Stadtmuseum Berlin
Die Kunstpräsentation Künstlerinnen und Künstler um Caspar David Friedrich beginnt in den frühen Abendstunden des 15. Juli im Kunsthaus Meyenburg und endet am 2. Oktober. Sie könnte zu einer Pilgerschau werden, denn es wird hochkarätige Kunst mehrerer Künstlerpersönlichkeiten aus der Zeit der Früh- und Hochromantik bis hin zum Biedermeier gezeigt (ca. 1800-1860).
Anlass ist kein geringerer, als die 200jährige Wiederkehr der mehrtägigen Harzwanderung, die der berühmteste deutsche frühromantische Maler Caspar David Friedrich mit seinem Freund, dem Bildhauer Kühn, ab 23. Juni 1811, wo sie in Ballenstedt eintrafen, unternommen hat. Beide waren dann am 29. Juni auf dem Brockengipfel, übernachteten dort und trugen sich unter dem 1. Juli ins Brockenbuch ein. Wie die Wanderung weiter verlief, beschreibt Johannes Spitzmann (1884-1961), Maler und Kunstwissenschaftler, der lange Jahre in Quedlinburg tätig war, in seiner Schrift Der Harz in der Malerei der Romantik. Die Reise ging vom Brocken südwärts über die Hochfläche bei Tanne nach Ellrich. Aus dem Tal zwischen Ellrich und Ilfeld nahm Friedrich noch die stärksten Eindrücke mit, die ihm der Harz vermittelte.
Im Kunsthaus Meyenburg werden Werke solcher Künstlerinnen und Künstler gezeigt, die mit Friedrich in Dresden, wo er die meiste Zeit seines künstlerischen Schaffens verbrachte, befreundet waren, ihn gut kannten, im künstlerischen Austausch standen, ihn als Mentor hatten. Das waren die etwa gleichaltrigen Gerhard von Kügelgen, Philipp Otto Runge und Johan Christian Dahl. Hinzu kommt die jüngere Künstlergeneration mit Caroline Bardua, Louise Seidler, Adolf Senff, Ludwig Richter, Carl Blechen, Wilhelm von Kügelgen, Ernst Helbig, Georg Heinrich Crola und Elise Crola.
Die drei Künstlerinnen Bardua, Seidler und Crola verdienen mit ihren Zeichnungen und Ölgemälden ein besondere Augenmerk. In dieser Dreiergemeinschaft sind sie in einer Ausstellung noch nicht gezeigt worden.
Viele Museen und Privatpersonen in Deutschland wurden um Leihgaben gebeten. Mehrere private Kunstbesitzer, die nicht genannt werden wollen, stellen Werke zur Verfügung, vor allem jedoch mehrere Einrichtungen, die Kunst besitzen. Das sind: Anhaltische Gemäldegalerie Dessau, Stiftung Stadtmuseum Berlin, Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart, Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt, Stiftung Moritzburg - Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Klassik Stiftung Weimar, Städtische Museen Jena, Stiftung Schloss Wernigerode, Harzmuseum Wernigerode, Kulturstiftung Wernigerode, Technik- und Hüttenmuseum Ilsenburg, Stadtmuseum Wilhelm von Kügelgen Ballenstedt, Kirchengemeinde Bachra, Pfarrbereich Kölleda-Ostramondra.
Es werden auch Bildwerke zweier Künstler, die mit Nordhausen verbunden sind, gezeigt, Wilhelm Eichler und Carl Duval.
Die Kunstwissenschaftlerin Dr. Bärbel Kovalevski aus Berlin konnte gewonnen werden, am Buch über die Ausstellung mitzuwirken, sie wird auch die Laudatio halten.
Heidelore Kneffel



