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Do, 07:18 Uhr
26.05.2011

nnz-Forum: "Schwarze Schafe"?

Die nnz hatte in der vergangenen Woche über die Abwasser-Situation in Steigerthal berichtet. Dazu die Meinung eines nnz-Lesers im Forum dieser Zeitung...


Als Beteiligter bei der Aussprache mit dem LVA-Präsidenten am 18. Mai in Steigerthai habe ich den Eindruck gewonnen, dass immer nur bei den kleinen Bürgern die "Schwarzen Schafe" gesucht werden sollen. Daher meine Frage: Was ist in dem nnz-Beitrag mit "Besonnenheit und Geduld" in Bezug auf die Erneuerung des Abwasserkanals und der Hauptstraßen im Ortsbereich Steigerthai gemeint? Die Abwasserproblematik unserer Gemeinde und die damit verbundene Umweltsituation im Naturschutzgebiet und jetzigen Naturpark "Alter Stolberg" ist den zuständigen Behörden bereits seit Anfang der 90er Jahre hinreichend bekannt. Angesprochen wurde viel - getan hat sich nichts.

Jeder kennt zudem die katastrophale Straßensituation in unserem Ort; die Schwerlasttransporte, die auch nach Beendigung des Autobahnbaus kein Ende nehmen, tun weiter ihr übriges. Die Durchfahrtstraße ist wohlgemerkt keine Kreisstraße, sondern eine Landesstraße, die nach wie vor von vielen LKW als Abkürzung zur Autobahn genutzt wird, vom Unterbau her ist sie aber überhaupt nicht für derartige Lasten ausgelegt. Deshalb steht auch das Straßenbauamt Leinefelde in der Verantwortung.

Die Bürger unseres Ortes wurden laut Beschlussfassung aus dem Jahr 2006 in dem Glauben gelassen, dass die gemeinsamen Baumaßnahmen für den neuen Abwasserkanal und der Hauptstraßen mit Fördermitteln durch das Land Thüringen im Jahr 2011 beginnen werden. Die detaillierte Planung durch den Stadtentwässerungsberieb Nordhausen sollte ein Jahr zuvor erfolgen. Im selben Zuge sollten die Bürger unseres Ortes straßenweise angehört und die Anregungen und Wünsche der Anwohner berücksichtigt werden; getan hat sich nichts.

Es geschieht jetzt also ganz und gar nichts unbesonnen oder gar überstürzt, ganz im Gegenteil: Wir wollen, dass alle Baumaßnahmen für den Neubau des Kanals und Straße schnellstmöglich gemeinsam koordiniert und vor allem mit staatlichen finanziellen Mitteln durchgeführt werden, damit die Kosten für alle Bürger der Gemeinde erträglich gehalten werden können. Dies umso mehr, da der "Fördertopf" vom Land Thüringen bald leer sein wird.

Tatsache ist auch, dass in Steigerthal bisher nie koordiniert wurde. Es wurde immer nur etwas unternommen, wenn nichts mehr ging. Zu nennen ist hier beispielsweise die Erneuerung der Trinkwasserleitungen und Elektrokabel von der Schieferliethen bis zur Bockstraße. Deshalb muss man sich die Frage stellen, ob zukünftig überhaupt noch gemeinsam koordiniert werden kann, wenn die grundlegenden Baumaßnahmen immer wieder nach hinten verschoben werden.

Es ist wirklich nur zu hoffen, dass beispielsweise die marode Asbesttrinkwasser­leitung in der Alten Dorfstraße noch über einen so langen Zeitraum - wie jetzt festgelegt - standhält. Wenn nicht, dann haben wir ja die Gewissheit - es wird wie immer "geflickt". Man kann doch nicht immer nur warten, bis irgendwann die gesamten Kosten allein auf den einzelnen Bürger abgewälzt werden. Zudem kann niemand plausibel erklären, wie es möglich sein soll, dass private Kleinkläranlagen, die 20 Jahre und älter sind und angeblich Bestandsschutz genießen, den heutigen hohen gesetzlichen Abwasserbestimmungen Stand halten können.

Der Bürger wird immer wieder verunsichert und in die Pflicht genommen, obwohl bereits seit Jahren eine zeitlich fixierte zentrale Lösung feststand, die jetzt wieder verschoben werden soll.
Jörg Schlüfter, Steigerthal
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
WR-NDH
26.05.2011, 08:34 Uhr
wie zu DDR-Zeiten
scheinen die Behörden mit den Problemen in Steigerthal zu verfahren. Vertröstungen, Versprechungen, aber keine Handlungen.
Die hier praktizierte Verfahrensweise sollte doch eigentlich der Vergangenheit angehören. Für Altersteilzeit im öffentlichen Dienst ist Geld vorhanden, für die Rettung der Banken war und ist Geld vorhanden, warum eigentlich nicht für die Herstellung ordentlicher Lebensbedingungen in so einem kleinen Dorf?
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