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Do, 12:20 Uhr
26.05.2011

Anti-Atom-Demo in Erfurt

Am jetzigen Samstag soll in Erfurt für eine Energiewende in Deutschland und Europa diskutiert werden. Organisiert wird die Aktion unter anderem vom DGB Thüringen...


Der DGB in Thüringen ruft alle Menschen auf, sich am Samstag, den 28. Mai ab 14.00 Uhr in Erfurt (Willy-Brand-Platz) an der Demonstration für einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie zu beteiligen. Am gleichen Tag finden bundesweit mehr als 20 Großveranstaltungen für eine Energiewende statt. „Am 28. Mai wollen wir gegenüber der Politik und der Wirtschaft ein deutliches Signal setzen: Keine Verzögerung beim Atomausstieg!“, fordert die Thüringer DGB-Vorsitzende Renate Licht.

Die Atomenergie sei vom Menschen letztlich nicht beherrschbar, was nicht zuletzt Fukushima gezeigt habe. Auch die Frage nach einem Endlager könne nicht gelöst werden. Atomstrom habe keine Zukunft. Die große Mehrheit der Bevölkerung wolle einen schnellen Atomausstieg. Licht ist der Meinung: „Das ist keine Frage des Könnens, sondern des politischen Wollens.“

Mit der Energiewende werde der Weg für Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und in einen ökologisch nachhaltigen Umbau unserer Wirtschaft freigemacht. Thüringen ist einer der Vorreiter in der Forschung, Entwicklung und Produktion von modernen und ökologisch nachhaltigen Photovoltaik-Anlagen. Wichtig seien aber auch Investitionen in die Entwicklung neuer Technologien zur energetischen Nutzung von Wind-, Wasser-, Sonnenenergie und Erdwärme sowie in die Speicherung von Energie.

Durch die Konzentration auf neue und nachhaltige Technologien würden Arbeitsplätze in Thüringen geschaffen und gehalten. Dazu sind allerdings verlässliche Signale seitens der Politik unerlässlich. Gerade für die junge Generation biete der ökologische Umbau berufliche Perspektiven. „Damit stärken wir nicht nur die regionale Wirtschaft sondern stellen uns auch dem demografischen Wandel. Die Energiewende könne somit nicht nur zum ökologisch sondern auch zum sozial nachhaltigen Innovationsprojekt werden“, so Licht.

Teilnehmer aus Nordhausen wollen sich um 12 Uhr am Nordhäuser Hauptbahnhof zur Fahrt nach Erfurt treffen
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
26.05.2011, 12:27 Uhr
Wer übernimmt ......
die Kosten für diese Fahrt. Muss privat gezahlt werden wäre es sinnvoll den Fahrpreis anzugeben. Besteht die Möglichkeit Von Gruppenfahrten?
Lane
26.05.2011, 13:10 Uhr
Fahrtkosten
Ein Thüringen-Ticket kosten 29€ für fünf Personen."Gültig für beliebig viele Fahrten am Geltungstag..." Das macht 5.80 pro Person.

Es werden sicherlich genug Menschen zusammen kommen, um "Fahrgemeinschaften" zu bilden.
Herr Taft
26.05.2011, 16:10 Uhr
Klasse ! Da hört das Engagement schon auf.
Wenns an den geldbeutel geht, sind die Antiatom-Demos anscheinend nicht mehr so spannend. Was glauben denn die Damen und Herren Demonstranten, wie die Energiekonzerne ihren Produktivitätsrückgang kompensieren werden, wenn die AKWs tatsächlich vom netz gehen ? Dann geht's auch an den Geldbeutel und das zweifelsfrei mehr als 5,80 EUR.

Teuere Energie heisst Preissteigerungen in allen Lebensbereichen. Wer gegen Atomkraft ist, muss auch bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen.
H.Buntfuß
26.05.2011, 17:05 Uhr
Ich kann...
mir vorstellen, dass es Personen gibt, die nicht eben mal knapp 30 € für eine Fahrt nach Erfurt über haben.

Denken Sie nur einmal an Studenten, Schüler, Geringverdiener und Harz-IV-Empfänger. Wenn man genau weiß, das sich vier Personen finden lassen, mit dem man sich ein Ticket kaufen kann, ist das ja auch keine große Sache. Oder man ist halt Großverdiener und Geld spielt keine Rolle.
Herr Taft
27.05.2011, 14:57 Uhr
@Werner: Zu kurz gedacht
keine Frage, natürlich gilt es Geld zu sparen unabhängig vom Einkommen.

Aber ich glaube, Sie haben meinen Kommentar nicht verstanden:

Ich meinte: Wer will, dass AKW abgeschaltet werden, nimmt Preissteigerungen auf breiter Front in Kauf (Lebensmittel, Nahverkehr, Energie, Wasser - also alles, bei dessen Transport, Aufbereitung oder Erzeugung Strom verbraucht wird). Wie kann also jemand, der diese Preissteigerungen offenbar toleriert - sonst würde er nicht gegen AKW demonstrieren - Probleme haben, ein Bahnticket nach Erfurt zu bezahlen - bzw. danach rufen, es bezahlt zu bekommen ?

Meine Schlussfolgerung zur Denke einiger Atomkraftgegner: ATOM-Kraft nein Danke, aber bitte nicht auf meine Kosten !
TeeEff
27.05.2011, 16:06 Uhr
Energiepreise...
in diesem Land sind eh massiv überhöht!
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten - z.B. Großraum L.A. kostet die kWh Strom 6 Cent (in Worten: sechs!).

In Russland sind sie noch niedriger - und zwar in so weit das die Leute dort das Licht in allen Zimmern in denen sie es an der Tag angemacht haben anlassen - könnte ja sein sie müssen heute nochmal rein...

DAS sind die Realitäten UND dazu kommt das sich auch in den USA - trotz fehlender Förderungen ökologischer Strom durchaus rechnet!
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