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Mi, 15:01 Uhr
06.07.2011

Schlaganfall im Auto

Ein silberner VW Golf ist am Vormittag in der Hesseröder Straße gegen ein Verkehrsschild gekracht. Der Fahrer hatte einen Schlaganfall erlitten...

Unfall (Foto: nnz)
Unfall (Foto: nnz)
Unfall (Foto: nnz)
Die Polizei wurde kurz vor 10.30 Uhr zum Unfallort gerufen, auch die Rettungskräfte waren schon da. Wie sich herausstellte, war der 80 Jahre alte Fahrer von der Kreuzung zur Bochumer Straße in Richtung Niedersalza unterwegs. Auf Hohe des Bochumer Hofes erlitt er nach Angaben der Polizei einen Schlaganfall. Das Auto rammte ein Verkehrszeichen. Glück im Umglück: Es wurde kein anderer Verkehrsteilnehmer verletzt.
Autor: nnz

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Kommentare
Real Human
06.07.2011, 16:11 Uhr
Es gibt schönere Themen
Da kann man wirklich von Glück im Unglück reden. Überall in den Lokalmedien der nach westlichen Maßstäben lebenden Welt wird von solchen „Vorfällen“ berichtet. Und immer wieder wird gefordert, dass Menschen ab einem bestimmten Alter ihre Fahrtüchtigkeit nachweisen oder ihren Führerschein gleich ganz abgeben sollten.

Jeder, der solche Forderungen erhebt, sollte allerdings auch mal an SEIN Alter denken. Dann kann es nicht nur sein, sondern da wird es immer mehr zur Regel werden, dass die Kinder aus Karrieregründen längst nicht mehr in der Nähe wohnen und „so zwischendurch mal“ in den Supermarkt fahren, um Oma oder Opa mit den Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen.

Betreutes Wohnen wird immer teurer und in den Alten- und Pflegeheimen wird oft nur noch dem Tode entgegen gedämmert – auch in Heimen mit Note „1,3“! Selbst in christlichen Heimen der Oberklasse herrschen manchmal(?) katastrophale Zustände.

So ist es kein Wunder, dass alte Leute versuchen – quasi bis zum Schlaganfall – ihr letztes bisschen Unabhängigkeit zu verteidigen, manchmal dann auf Kosten jüngerer Mit(?)-menschen, die dabei zuweilen selbst einen tödlichen Unfall oder schweren körperlichen Schaden erleiden.

Leider wird dies nicht nur von unseren „egoistischen Politikern“ immer wieder verdrängt. Auch die meisten Leser werden schnell weiter klicken. Es gibt schönere Themen. ...
Wolfi65
06.07.2011, 20:20 Uhr
Ist schon in Ordnung...
wenn die Alten mit 80 oder 90 noch am Steuer sitzen. Ich habe bloß ein Problem damit, wenn der Senior kurz vor einer grünen Fußgängerampel das Zeitliche segnet und für immer mit dem Fuß auf dem Gas einschläft, wenn gerade eine junge Mutter mit Kinderwagen und Baby an Bord, mit auf den Friedhof genommen werden. Denn das ist gegen die Natur. Erst sind die Alten dran und dann die Jungen, wenn die dann mal alt sind.
socken
06.07.2011, 21:47 Uhr
Mein Reden....
Ich bin ganz der Meinung - Posthumanist_NDH

LKW Fahrer müssen es alle fünf Jahre machen wieso nicht die Menschen ab 60 die auch PKW fahren?
Retupmoc
07.07.2011, 07:51 Uhr
Unsinnige Kommentare
Ja immer schön Generationenkrieg veranstalten...das kommt gut rüber. Wieso sind es immer die älteren Menschen? Bedienen Sie doch mal andere Klischees! Vielleicht eignen sich Frauen, Fahranfänger? Man kann auch mit 40 einen Schlaganfall haben. Und bitte was hat eine Führerscheinprüfung mit einem Schlaganfall zu tun? Es ist nur Geld aus der tache ziehen. Und eine Fahrlehrerbeschaffungsmaschine. Überhaupt ist diese ganze Diskussion eine Farce. Das was wirklih wichtig ist zählt hier nicht:

Ich wünsche dem Herrn, falls er es lesen kann... eine gute Genesung und viel Gesundheit. Das ist ist nämlich WICHTIG!
Sissi
07.07.2011, 08:31 Uhr
Einen Schlaganfall
können auch jüngere Menschen bekommen, ob nun im Auto oder woanders in der stressigen Zeit heute. Der ältere Herr hat sich ja nun den Zeitpunkt des Anfalls auch nicht ausgesucht, und hat ja auch bestimmt nicht gedacht, daß Er einen Schlaganfall bekommen wird. Die Hauptsache ist doch,daß keine anderen Menschen dabei zu schaden gekommen sind.
NDHler
07.07.2011, 09:15 Uhr
Rücksicht
Wo bleibt hier eigentlich die gebotene Rücksicht auf den Betreffenden und die Angehörigen. Ich finde einige Kommentare hier schon ziemlich respektlos!
Real Human
07.07.2011, 11:36 Uhr
Für Homo sapiens:
Einige Mit-Kommentatoren haben meine Zeilen offensichtlich gründlich missverstanden. Es handelt sich um ein Thema, das stark emotional besetzt ist – vor allem deshalb, weil es sich dabei nicht um etwas handelt, was nur „die Anderen“ betrifft. Nein, hier geht es auch ein bisschen ans „eigene Fell“! Dass hier eine viel tiefer gehende gesellschaftliche Problematik sichtbar wird und dass hier sozusagen nur eine(!) Spitze eines(!) Eisberges zu sehen ist, realisiert offensichtlich nicht jeder.

Wer schreibt, „Überhaupt ist diese ganze Diskussion eine Farce“, zeigt, dass er besser nicht Politiker werden oder sein sollte. (Womit ich nicht spekuliere „rwe62“ und andere Kommentatoren seien Berufspolitiker.)

Wir sollten den schon seit Urzeiten bestehenden und sich jetzt wieder einmal verschärfenden „Generationenkrieg“ nicht einfach unter den Teppich kehren. Und wenn man dem alten Herrn „eine gute Genesung und viel Gesundheit“ wünscht, dann ist das zwar schön anständig, dass das dem nächsten alten Menschen oder gar einem angefahrenen Fußgänger nützt, halte ich aber für sehr unwahrscheinlich.

Ein uns regierender Politiker – und auch wir alle – sollten mehr tun, als bei einem Unglück den Menschen mit Betroffenheitsmimik die Hände zu schütteln! Denn es geht hier um viel mehr, als „nur“ um einen Rentner, der bewusstlos in eine Gruppe Kinder rasen könnte (Konjunktiv!).

Es geht hier unter anderem um die „Kollateralschäden“, die der Turbokapitalismus mit seinem Privatisierungswahn auf Straßen, in Altenheimen, in Schulen, bei den „Luschen“ (ein ganz böses Wort!) und überhaupt in den menschlichen Beziehungen anrichtet. (Damit plädiere ich nicht für eine Rückkehr zur „DDR“ mit ihren oft katastrophalen Pflegeeinrichtungen.)

Letztendlich geht es darum, wo wir bei Wahlen unser Kreuz machen, was bei den heutigen in den Parlamenten vertretenen Parteien allerdings sehr schwierig ist, wenn man ihr Wahlkampfgetöse mit den traurigen, oft auf „Kuhhandel“ beruhenden Gesetzen vergleicht, an die man sich anschließend selbst nicht immer hält. (Ein scheinbar „wohlwollender Diktator“ löst erfahrungsgemäß dieses Problem aber auch nicht!)

Richtige Wahlentscheidungen setzen aber ein Mindestmaß an gesellschaftlichen und politischen Kenntnissen voraus. Nur Naive und Leichtsinnige kaufen ein Produkt aufgrund von Werbeversprechen! Wenn Otto Normalverbraucher abends ausgelaugt nach Hause kommt, hat er allerdings meist weder Zeit noch Lust, sich nach 21.45 politische Sendungen anzuschauen, die auch mal die Hintergründe erhellen. Na ja, in der „Freien Marktwirtschaft“ richtet sich eben alles (neben der Kapitalrendite) nach der Verkaufsquote.

Ich könnte hier eine Reihe konkreter Mittel zur Abmilderung der gesellschaftlichen Vergreisung und ihrer Folgen zur Diskussion stellen, das sollte aber zweckgemäßer entsprechenden tiefer gehenden Internetforen vorbehalten sein. Trotzdem finde ich es gut, sich zu diesem Einzelschicksal auch in einem lokalen Medium mehr als nur mitfühlend (was selbstverständlich sein sollte) zu äußern.

Nachtrag:
Man kann einem Menschen auch dadurch Respekt erweisen, indem man über sein Schicksal und eventuell vermeidbare Gründe dafür auch nur nachdenkt. Pfarrer weisen am Pflegebett und bei Beerdigungen auch auf höhere Dinge als auf das konkrete Einzelschicksal hin. Aber es ist immer üblicher: „Psst, nur ja nicht an das Alter und die Sterblichkeit denken! Das ist eines jeden Privatsache, in die man sich nicht einzumischen hat!“
TeeEff
07.07.2011, 13:03 Uhr
Anteil der bis 25jährigen an Unfällen...
liegt immer noch bedeutend höher. Komisch das da keiner schreit - aber naja die Alten haben ja eher keine Lobby und sind nicht so laut...
socken
07.07.2011, 22:43 Uhr
Wieso ist es so...
Wieso liegt der Anteil höher! Wer fährt mehr?

Statistik hin oder her aber andere EU Länder haben auch eine Prüfung.

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/07/PD11__252__46241.psml
Janko
08.07.2011, 14:25 Uhr
unverständnis
ich verstehe nicht, dass bei solchen und anderen meldungen, bei denen es um verkehrsunfälle geht, immer wieder eine unendliche "alt gegen jung"- diskussion entbrennt; bzw. wenn ein jugendlicher einen verkehrsunfall gebaut hat, die "jung gegen alt"-diskussion.

da werden statistiken herangezogen, jeder kennt eine geschichte aus eigenem erleben oder vom hörensagen: meine meinung ist, unfälle können passieren: alten und jungen menschen.

und diese unendliche diskussion, bei der keiner der beteiligten bereit ist, sich auch nur ansatzweise den argumenten der gegenredner zu öffnen, durchzieht nahezu jede meldung. da geht es nicht nur um "alt gegen jung", sondern auch "oberschicht gegen unterschicht", "arbeitslose gegen arbeitnehmer", "deutsche gegen ausländer", "dicke gegen dünne" und was weiß ich nicht noch alles.

"teile und herrsche", das wussten schon die alten römer. gott bewahre uns davor, jemals toleranz, verständnis, rücksichtnahme und respekt füreinander aufzubringen. man würde ja glatt merken, dass an anderer stelle viel mehr und viel gewichtigere probleme zu lösen wären.
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