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Fr, 09:24 Uhr
01.08.2003

IHK: Wo stehen wir wirklich?

Nordhausen/Erfurt (nnz). Im Ranking eines Kölner Wirtschaftsinstitutes kommt der Freistaat innerhalb dieser Republik nicht gut weg. Alles Quatsch, sagten CDU-Fraktion im Landtag und die Regierung unisono. Allerdings hatten die Politiker nicht mit der Breitseite der Thüringer Wirtschaft gerechnet.


Anstatt die Aussagefähigkeit der Studie des Kölner Institutes der Deutschen Wirtschaft anzuzweifeln, sollte man sich mit den aufgezeigten Defiziten für den Standort Thüringen in aller Sachlichkeit beschäftigen und Ansätze zur Verbesserung entwickeln, reagierte IHK-Präsident Niels Lund Chrestensen mit Unverständnis auf Äußerungen von Seiten der Landesregierung und der CDU-Fraktion. Beide hatten die Aussagefähigkeit der Kölner Wirtschaftsexperten angezweifelt und die rot-grüne Bundesregierung verantwortlich gemacht.

Da schmerzt natürlich die IHK-Kritik um so mehr, gilt die Erfurter Kammer doch traditionell als sehr „regierungsfreundlich“. Chrestensen weiter: "Im Übrigen unterstreichen die Ergebnisse genau das, was wir seit geraumer Zeit an die Landesregierung herangetragen haben". Thüringen stehe momentan noch ganz gut da, verliere aber deutlich an Dynamik und werde deshalb seinen vorderen Platz innerhalb der neuen Länder abgeben müssen, wenn nicht schleunigst strategisch gehandelt würde.

Schuld sei nach Auffassung von Chrestensen das fehlende konzertierte, konzeptionelle und zukunftsweisende Handeln aller Akteure auf höchster Ebene. "Einige Punkte aus dem Forderungspapier der IHK Erfurt zum Bürokratieabbau sind zwar inzwischen aufgegriffen worden, es fehlt aber nach wie vor ein abgestimmtes Gesamtkonzept", beklagt der IHK-Präsident. Auch die Ergebnisse einer Analyse der IHK Erfurt zur Wirtschaftsförderung, die Thüringen eine überdurchschnittliche Anzahl an Richtlinien und Institutionen bescheinigte, hätten bisher nicht zu einer konstruktiven Diskussion zur Schaffung von mehr Transparenz für die Unternehmen und zur Verbesserung der Selbstständigenquote geführt.

Der Slogan des Saarlandes "Wir fangen schon mal an" müsse auch in Thüringen Schule machen. "Man darf nicht immer alles in Richtung Bund schieben. Wir sind mündige Bürger, die auch selbst etwas zur Verbesserung unseres Standortes beitragen können", so abschließend Chrestensen.
Autor: nnz

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