nnz-Forum: Unser Krankenhaus
Die nnz hatte gestern über die Sitzung des Nordhäuser Stadtrates berichtet. Auch über die Kritik von Matthias Mitteldorf. Der nimmt in der nnz jetzt dazu Stellung.
Bevor ich dazu Stellung nehme, muß ich darauf verweisen, dass die durch den Bürgermeister, Herrn Jendricke, im Auftrag der Oberbürgermeisterin, Frau Rinke, dargestellten Fakten zur Tagesordnung in Bezug auf KEINE BÜRGERFRAGESTUNDE und KEINE ANFRAGEN DER Stadtratsmitglieder der Geschäftsordnung des Stadtrates (nachzulesen im allris-System der Stadt Nordhausen "Für Bürger" in den § 9 und § 11) widersprechen. Mit der Einladung zur Stadratssitzung hat am 12. Juli die Fraktion DIE LINKE eben diese Tagesordnungspunkte per mail beantragt, da es sich um keine Sondersitzung mit verkürzter Ladungsfrist handelte. Ich werde dieses Fehlverhalten bei der Kommunalaufsicht anzeigen.
Die Stadt Nordhausen hat im Jahr 2008 die besagten Grundstücke unter dem Vorbehalt der Gemeinnützigkeit an das SHK mit Gültigkeit bis 2017 ohne Gewinnmargen für 228 000 Euro verkauft. Nach drei Jahren will das SHK diese Grundstücke jetzt weiter für 360 000 Euro verkaufen.
In der Beschlusslage, die uns Stadträten zugesandt wurde, sollte die Stadt 60 400 Euro Abstandszahlung erhalten. Dieser Begriff ist seit 2001 mit der 4. Mietrechtsreform eher nicht rechtskonform. Daher erhielten wir zur Sitzung als Tischvorlage eine NEUE Beschlußvorlage ohne die Summe von 60 400 Euro.
Nun habe ich mich gefragt, warum Grundstücke, zudem schon zugehörig dem Areal der pro-vita, in drei Jahren eine über 50%ige Wertsteigerung erfahren. Weiter frage ich mich, ob die pro-vita überhaupt diese Summe zahlen kann. Weiter frage ich mich, wer dort mitgeboten haben soll. Warum lockt man in einer ersten Beschlußvorlage die Stadträte mit Einnahmen, die die Stadt bis 2017 eh NIE erhalten hätte?
Ein Bürger wollte zum Südharz-Krankenhaus eine Bürgeranfrage stellen, weil er eben in unserem Krankenhaus nicht mehr fachgerecht behandelt werden kann. Das durfte ja nicht sein, weil außer der Fraktion DIE LINKE, alle anderen Parteienvertreter die unrechtmäßige Tagesordnung abnickten.
Trotz aller Beteuerungen habe ich Zweifel, dass die kommunalen Hauptakteure tatsächlich unser Krankenhaus als eines in kommunaler Trägerschaft halten wollen. Wenn man hier offiziell beginnt Betriebseigentum zu veräußern, ist es nicht weit, bis andere Bereiche verkauft, ausgelagert, ausgegliedert werden. Und das heisst dann: Die Burg ist sturmreif geschossen. Wir verkaufen!
Damit könnte man, kurzfristig gesehen, die Haushalte der Stadt und des Landkreises sanieren. Das passt ganz gut vor den nächsten Oberbürgermeiser- und Landratswahlen. Bewerber der privaten Krankenhäuser stehen schon Schlange, das ist kein Geheimnis und haben, so hört man, den Kuchen schon unter sich aufgeteilt. Im Mai habe ich in einem Brief an die Oberbürgermeisterin kritische Fragen zum Südharz-Krankenhaus gestellt, die mir nach über einem Monat beantwortet wurden.
In der Zwischenzeit erhielt ich zwei Drohanrufe und zwei annonyme Zettel in meinem Briefkasten. Tenor war: Ich solle mich aus dem Thema Südharz-Krankenhaus heraushalten, das ist ein Millionenunternehmen, und ich kleines Licht hätte da nichts zu melden. Ich habe mich gestern gemeldet, als Einziger im Stadtrat gegen den Verzicht auf unser Vorkaufsrecht. Und ich werde mich weiter melden, wenn es Anzeichen gibt, unser Krankenhaus zu verscherbeln. Denn dieses Krankenhaus ist unser Krankenhaus.
Matthias Mitteldorf, Mitglied im Stadtrat der Stadt Nordhausen in der Fraktion DIE LINKE
Autor: nnz
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Kommentare
Wolfi65
21.07.2011, 08:31 Uhr
Muß man schon sagen...
dass die Nordhäuser stolz auf "ihr" Krankenhaus sein können. Man kann sich noch gut an die Zeiten erinnern, wo Patienten mit ernsten Erkrankungen nach Erfurt oder Jena gefahren wurden. Von einem Hubschrauber konnte man nur Träumen.
Auch nach Ilfeld wurden viele Patienten gefahren.
Dass Herr Mitteldorf anonym bedroht wurde, halte ich für einen schlimmen und feigen Vorfall, denn ich bin dafür, sich mit dem politischen Gegenüber sachlich und vernüftig auseinander zu setzen. Drohungen helfen da nicht weiter, sondern verhelfen dem politischen Gegner zu einer Art Sympatie in der Bevölkerung, welche nicht angebracht wäre.
Akademiker
21.07.2011, 09:55 Uhr
Typisch LINKE...
Typisch LINKE, immer noch dem Altkommunismus verhaftet - möglichst keinerlei Privateigentum / private Unternehmerschaft und immer schön "Kritik der politischen Ökonomie" im Marx'schen Sinne. Dass uns das schon in der Vergangenheit nicht weiter gebracht hat, lehrt ja zum Glück die Historie.
Dass Stadtratsmitglieder wegen solcher Lapalien bedroht werden, erscheint mir höchst fragwürdig. Aber die Vergangenheit zeigt ja leider auch, dass gerade dieser Partei zur eigenen Profilierung so ziemlich jedes Mittel recht war und ist...
Wolfi65
21.07.2011, 12:32 Uhr
Muß man schon sagen(2)
Man sollte sich auch mal mit dem Gedanken befassen, was passieren könnte, wenn das Krankenhaus vollständig privatisiert ist.
Werden dann noch gesetzlich Versicherte mit der selben Qualität behandelt, wie heute?
Oder werden diese Versicherten nur noch einer Notversorgung zugeführt? Wieso muß da erst der Stadtrat der Linken kommen, um auf einen begründeten Umstand aufmerksam zu machen.
Die Antworten wissen wahrscheinlich die Stadträte von CDU/CSU und FDP sicher.
Privatisieren auf Teufel komm raus und der kleiner Mann wird der Dumme sein.
Gesundheit nur noch für die Besserverdienenden.
Das frühe Ableben überlässt man wieder der Arbeiterklasse, denn dafür ist und war sie doch schon immer da. Malochen bis der Ar...nein Sensenmann kommt.
meiner meinung nach
21.07.2011, 13:41 Uhr
Privatisierung @Wolfi65
Tut mir leid, aber das ist vollkommener Quatsch... Es ist schon absurd, wieviel Halbwissen besteht, womit dann noch (halb)öffentlich in einem Forum spekuliert wird und speziell in diesem hier immer nach dem gleichen Schema...
Es gibt in Deutschland unzählige privatisierte Krankenhäuser, die grossen Konzernen angehören und in denen GKV-Patienten ganz normal wie andere auch behandelt werden, genauso gut und manchmal vielleicht sogar besser als in einem kommunalen Haus...
Medizin hat in erster Linie mit dem Vorhandensein einer ausreichenden Anzahl (...), dem Können und der Motivation der Ärzte und Pflegenden zu tun... und da gibt es bekanntermaßen noch einiges zu tun im SHK...
Wolfi65
21.07.2011, 16:35 Uhr
Eigenartig...
ist die Tatsache, dass hier vehement von anderen Kommentatoren dem Leser durch die Blume erklärt wird, wie man sich in der NNZ äußern soll. Da werden Anfragen im Stadtrat ignoriert oder nicht zugelassen.
Da wird ein Mitglied des Stadtrates massiv in die Enge getrieben, weil dieses Mitglied wahrscheinlich einem bevorstehenden Mega-Deal auf die Schliche gekommen ist. Diese Person sich mitlerweile erheblich bedroht fühlt.
Man könnte zu dem Schluß kommen, dass in NDH nur so viel Demokratie zugelassen wird, wie sie für einen bestimmten Personenkreis erträglich und von Nutzen erscheint.
TeeEff
21.07.2011, 17:45 Uhr
So so...
"Dass Stadtratsmitglieder wegen solcher Lapalien bedroht werden, erscheint mir höchst fragwürdig."
Es geht hier um die Lappalie von zweistelligen, wenn nicht gar dreistelligen Millionenbeträgen - da machen Leute noch ganz andere Dinge für...
NDHler
21.07.2011, 17:50 Uhr
Ich glaube,...
...da wollte sich nur jemand wichtig machen. Es gab wohl in der jüngeren Vergangenheit zu wenig Aufmerksamkeit für Herrn Mitteldotf. Mal abgesehen davon, dass ich eine Privatisierung des SHK nicht so schlecht finden würde, die regierenden Kommunalpolitiker im LK Nordhausen werden dem nicht zustimmen. Dazu gibt es zu eindeutige Absichterklärungen.
TeeEff
21.07.2011, 17:57 Uhr
Lieber Anti-Kommunist
Als erstes ist DIE LINKE wohl eher dem demokratischen Sozialismus denn dem Kommunismus verhaftet. Und ja, da gibt es diverse Unterschiede.
Und dann sei Ihnen zum einen einmal empfohlen genau hinzusehen, dann würden sie nämlich bemerken das selbst CDU und FDP in letzter Zeit schwer nach Verstaatlichung rufen und das in den letzen 24 Monaten auch bereits mehrmals getan haben. U.a. bei Banken.
Womit wir zum 2. Punkt kämen - der gerade grassierenden Wirtschafts- und Finanzkrise, die nämlich der all zu freie Markt und das Leben der Hochfinanz von Dividendenausschüttung zu Dividendenausschüttung, gepaart mit maximalen Spekulantentum ganz allein zu verantworten hat, wofür aber der Bürger noch sehr sehr bluten und noch viel mehr zahlen wird!
Im übrigen kaufen derzeit nur noch Optimisten Gold, Pessimisten kaufen längst Konserven!
Freidenker 1304
21.07.2011, 21:22 Uhr
Unwohlsein beim Thema Südharzkrankenhaus
Ich bin weder für noch gegen eine Privatisierung des Krankenhauses. Weil ich mich als Otto Normalverbraucher damit nicht so genau auskenne. Ich denke, das Helios Bleicherode oder evangelisches Fachkrankenhaus Neustadt auch seine Patienten gut versorgt, die gesetzlichen oder die privaten.
Im Falle einer Klinik mit kommunaler Beteiligung, wo Steuergelder der Bürger des Umkreises mit einfließen, sollte jedoch eine gewisse Transparenz und Nachvollziehbarkeit selbstverständlich sein. Die Frage ist immer: Wem nützt es ? Egal ob Links, egal ob Rechts, egal ob Mitte, fast jeder Bürger benötigt mal Hilfe und kommt ins Krankenhaus. Und so sollte er sich in seinem Krankenhaus der Stadt, in der er lebt, gut aufgehoben fühlen. Egal ob privat oder kommunal.
Nun aber zum Kern der Sache. Ich bin oft etwas verunsichert, wenn mal wieder von irgendwelchen Transaktionen oder Aktionen im und um dem Krankenhaus die Rede ist. Da werden Bürger wieder unmündig gemacht, da darf Otto Normalverbraucher nichts mitbekommen. Was rauskommt, ist Gerüchteküche und Buschfunk. So auch in diesem Beitrag.
Das stimmt, eine Wertsteigerung von 50 % in drei Jahren, so schönes Geld würde ich auch mal verdienen. Da ist selbstverständlich nichts abgesprochen, alles ist völlig legal und i.O. Ein Schalk, der Arges dabei denkt. Oder die Querelen mit den Ärztewechseln seit Jahren im SHK. Mal laufen vor einigen Jahren eine ganze Horde guter Ärzte weg, aus welchem Grund auch immer....?
Dann geht Chef Pille, warum....? Dann geht der Chef der Chirurgie....? Und immer Mutmaßungen, immer wieder Buschfunk. Nichts Konkretes. Alles in allem ein riesiges, großartiges, über Jahre laufendes Intrigenspiel? Oder wirklich nur reiner Zufall, unglückliche Häufung einzelner Vorfälle ? Verantwortliche im SHK und in der Stadt schweigen sich aus oder geben unbefriedigende Stellungnahmen. Schadensbegrenzung, oder Angst vor dem Wähler?
Leiden tun unter diesen Umständen mindestens drei.Der Patient, der verunsichert ist und seinem alten, bereits behandelnden Arzt vermisst. Und manch zwar vielleicht guten, aber nicht gut deutsch sprechenden Arzt kaum versteht. Und zweitens das Personal, die überlasteten Ärzte mit vielleicht frustrierenden Perspektiven, manch überarbeitete Schwester, die ihre Schicht mit vielen neuen, unerfahrenen Schülerinnen teilt. Die als billige Kräfte zwar ausgebildet, aber voll mitarbeiten dürfen (eigene Erfahrung als Patient) und nach ihrer Ausbildung oft nicht übernommen werden, damit erneut Platz für arbeitswillige Schülerinnen geschaffen werden. Nehmt die mal weg, wie ist es dann auf einer Station mit 50 Patienten und zwei Schwestern? Und drittens der Steuerzahler, der gar nicht mehr weiß, was läuft und wo und warum. Böse Zungen könnten behaupten, dies sei ja so gewollt.
Ist nun die bisherige kommunale Hand besser oder eine private ? Ich weiss es nicht. Ich will aber besser informiert werden, damit ich keinen Gerüchten Glauben schenken muß. Und ich will mich in meinem Stadtkrankenhaus gut versorgt und geborgen fühlen. Und damit habe ich momentan manchmal Probleme....
meiner meinung nach
22.07.2011, 13:38 Uhr
Ärztewechsel
Ich muß dem Beitrag von Freidenker 1304 ausdrücklich zustimmen. Die öffentliche Informationspolitik ist katastrophal. Wenn man etwas nähere Einblicke in die tatsächlichen Geschehnisse im SHK hat (jenseits der Verlautbarungen in der Presse), kann man sich manchmal nur wundern.
Leider fehlt den Gesellschaftern von Stadt und Landkreis hier aber der Einblick und das fachliche Verständnis. Wie sollen Fachabteilungen, die für die breite Basisversorgung (und für das Einspielen von Geldern) notwendig sind zur Ruhe kommen, wenn ständig Wechsel auf Chef- und Oberarztebene erfolgen? Diese Kontinuität fehlt in zahlreichen Abteilungen des Hauses schon lange. Warum aber ist das so? Prinzipiell gibt es für die Besetzung von Leitungspositionen 3 Möglichkeiten.
Entweder ich suche mir jemanden, der neben der Basisversorgung in der Lage ist, einen überregionalen Schwerpunkt durch eine besondere Spezialisierung zu setzen, der auch andere Mitarbeiter mitbringt. Solche Leute sind rar auf dem Markt und nicht für billiges Geld zu bekommen und haben manchmal die "Eigenschaft" für ihre Zielstellungen beharrlich einzutreten was für eine Geschäftsleitung durchaus schwierig sind, weil Führungspersönlichkeiten schlecht "führbar" sind.
Man kann sich aber auch jemanden suchen, der "preiswerter" ist und vielleicht aber auch etwas einfacher "führbar". Läuft es vielleicht nicht so ist hier eine Vertragsauflösung leichter durchsetzbar. Leider hängen die Abteilungen bis zur Neubesetzung buchstäblich in der Luft und Verluste werden eingefahren. Dritte Möglichkeit, man legt Abteilungen zusammen und besetzt sie nicht mehr mit einem Chef.
Die Geschäftsleitung, der Aufsichtsrat und die Träger des Hauses wären gut beraten, wenn etwas mehr Blick auf das fachliche Profil gelegt würde. Dies würde zu mehr Kontinuität führen und das Haus wäre aus dem Gerede... Auch wirtschaftlich sollte diese Strategie erfolgversprechend sein, denn die Voraussetzungen für das SHK sind eigentlich durchaus gut...
bettina
22.07.2011, 13:52 Uhr
Eigentlich......
eigentlich wollten wir nie auf diese Art der Konversation im Netz antworten, denn konstruktive Kritik kann unserer Meinung nach nur ausgeübt werden, wenn man weiß wer kritisiert und dem gegenüber damit die Möglichkeit gegeben wird, sich dazu zu äußern.
Nun ist es uns aber ein Bedürfnis auf eine Aussage von xyz1 Stellung zu nehmen, in der es heißt: Wir zitieren… Medizin, hat in erster Linie mit dem Vorhandensein einer ausreichenden Anzahl (…..), dem Können und der Motivation der Ärzte und Pflegenden zu tun…..und da gibt es bekanntermaßen noch einiges zu tun….!
Diese Aussage empfinden wir als Betriebsratsmitglieder unberechtigt und befremdlich, denn Motivation und Können erleben wir in der täglichen Arbeit der ärztlichen KollegenInnen und der Pflegenden vor Ort, sowie aller MitarbeiterInnen im gesamten Haus, die mit viel Engagement ihre Aufgaben erledigen und das schon viele Jahre.
Ohne deren engagierten Einsatz wäre das Südharz-Krankenhaus nicht das was es heute ist! Vielleicht sollte manch anonymer Schreiberling über wertschätzenden Umgang einfach mal nachdenken!
Andrea Schnell
Bettina Mandaus
meiner meinung nach
22.07.2011, 14:32 Uhr
@bettina- Richtigstellung
Ich möchte mich ausdrücklich für die unscharfe Formulierung entschuldigen. Ich wollte diese Äußerung eigentlich ausschließlich auf die Stellenzahl beziehen. Hier denke ich dass in einigen Bereichen eine kritische Grenze der Unterbesetzung erreicht ist. An der Motivation und dem Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters hege ich keinen Zweifel. In diesem Sinne nochmals: Entschuldigung.
Dickeri
23.07.2011, 23:16 Uhr
Unmöglich...
...finde ich das Verhalten des Kommunalpolitikers. In regelmäßigen Abständen übberhäuft die Poltik den Bürger und hier potenziellen Mitarbeiter oder Patient mit "Schreckensmeldungen". Ohne direkt zu werden und zur Sache zu kommen, werden irgendwelche Informationen zum Besten gegeben.
Privatisierung hin oder her. Das hiesige Krankenhaus sucht in unserer Region, und dabei nenne ich auch die Landkreise Kyffhäuser, Mansfeld-Südharz, Osterode und Eichsfeld seines Gleichen. So ein Haus wünscht sich jeder Mensch in seiner Umgebung. Wir haben es vor der Haustür.
Und sind wir doch mal ehrlich. Die Probleme die personell in manchen Abteilungen herrschen sind doch ein generelles Problem und nicht nur ein Nordhäuser. Und man darf doch nicht vergessen, dass die Versorgung des Patienten, egal welcher Fachrichtung, ohne Frage gesichert ist.
Deshalb verstehe ich auch diese Torpedierung dieses Politikers in keinster Weise. Es ist doch verwunderlich, dass er seinem Parteikollegen, welcher in der Gesellschaftervertretung sitzt, so in die Parade grätscht. Der macht doch seinen Kollegen und den gesamten Nordhäuser Stadtrat lächerlich. Anstatt zusammen mit Stadtrat, Aufsichtsrat und der Geschäftsführung nach Lösungsstrategien zu suchen, wird das Krankenhaus zum wiederholten Male öffentlich in Misskredit gebracht.
Es kann nicht im Sinne der Politik, und schon gar nicht der Demokratie sein, Menschen wiederholt in Unruhe und Panik zu versetzen. Und so pardox es doch klingen mag. Ich bin auch kein Freund davon. Aber ich sehe einen einzigen Vorteil in der Privatisierung des Krankenhauses - die komplette Kommunalpoltik hat nichts mehr zu sagen.
Linki
26.07.2011, 15:56 Uhr
die Privatisierung...
... des Südharzkrankenhauses hat bereits mit dem Rausschmiss von Antonius Pille begonnen. Den Aufsichtsratsmitgliedern und den anderen Akteuren (für die ich keinen Pfifferling geben würde) wünsche ich keinen Erfolg bei diesem Vorhaben. Danke Matthias, das wenigstens du den Finger auf der richtigen Stelle hattest.
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