tv nt eic kyf msh nnz uhz
Do, 12:45 Uhr
28.07.2011

Mehr wald in Thüringen

Die Landesfläche Thüringens umfasste nach einer Auswertung des Liegenschaftskatasters zum 31. Dezember 2010 rund 1,6 Millionen Hektar (1 617 250 Hektar). Das sind knapp 1.000 Hektar Zuwachs...

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)

Mehr als die Hälfte (54,4 Prozent) bzw. 879 204 Hektar waren Landwirtschaftsflächen. 516 224 Hektar bzw. knapp ein Drittel (31,9 Prozent) waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik mit Wald bedeckt. Gegenüber der letzten Auswertung zum 31. Dezember 2009 ist bei den Landwirtschaftsflächen ein Rückgang um 234 Hektar und bei den Waldflächen ein Anstieg um 962 Hektar zu verzeichnen.

Reichlich 1 Prozent (1,2 Prozent) der Landesfläche Thüringens sind mit Wasser bedeckt. Die Wasser-fläche umfasste 19 871 Hektar, 86 Hektar mehr als ein Jahr zuvor. Für Siedlungs- und Verkehrszwecke wurden mit 150 106 Hektar 9,3 Prozent der Territorialfläche Thü-ringens beansprucht.

Die Flächenzunahme gegenüber dem 31. Dezember 2009 betrug 1 339 Hektar. Unter sonstiger Nutzung wie z.B. Abbauland, Unland wurden mit 51 845 Hektar 2 144 Hektar weniger ausgewiesen. Die flächenmäßig größten Gemeinden Thüringens sind die Städte Erfurt mit einer Bodenfläche von 26 914 Hektar, gefolgt von Sondershausen mit 20 081 Hektar und Gera mit 15 192 Hektar.

Über die größten Landwirtschaftsflächen unter allen Gemeinden Thüringens verfügen die Städte Erfurt mit 16 481 Hektar, Sondershausen mit 10 246 Hektar und Bad Langensalza mit 9 895 Hektar. Die waldreichsten Gemeinden sind die Städte Sondershausen mit 7 443 Hektar und Suhl mit 6 467 Hektar sowie die Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel mit 6 090 Hektar Waldfläche.

Die größten Wasserflächen Thüringer Gemeinden sind in den Städten Saalburg-Ebersdorf mit 770 Hektar, Erfurt mit 379 Hektar und Heringen/Helme mit 338 Hektar zu finden.
Autor: nnz

Kommentare
Bodo Schwarzberg
28.07.2011, 18.18 Uhr
Schaurige Statistik
Wenn man sich in die Statistik hineinliest und die Hintergründe so etwa kennt, dann wird Folgendes deutlich: Die größte Flächenveränderung gegenüber 2009 ist der Anstieg der Versiegelung durch Wohn- und Gewerbeflächen sowie Straßen. Deren Zunahme ist rund 200 ha größer, als die Zunahme der Waldfläche. Die Abnahme der Ackerflächen und die Zunahme an betonierter Fläche stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang: Wird gebaut, dann geht das fast immer zu Lasten der Landwirtschaft.

Bestes Beispiel ist die Goldene Aue, einst einer der mitteldeutschen Kornkammern: Allein in den Bereichen Windehausen, Heringen und Bielen fielen nach Aussage eines Landwirts, den ich interviewte, seit der Wende 470 ha Straßen-, Siedlungs- und Gewerbeflächen zum Opfer, meist Böden mit Bodenwertzahlen jenseits der 80. Dem stelle ich z.B. die Hungerkatasttrophe am Horn von Afrika entgegen, die u.a. auf die Erhöhung der Nahrungsmittelpreise zurückzuführen ist.

Gewiss spielen bei dieser Katastrophe auch noch eine ganze Reihe anderer Faktoren eine Rolle, wie z.B. der Preistreiber Biosprit/"Energiepflanzen" e.t.c. Aber zu denken geben sollte es uns schon, wenn wertvollster Ackerboden versiegelt wird, während allein im Nordhäuser Stadtgebiet unzählige Brachflächen nutzungsfrei sind. Hier machen die Verantwortlichen an ihren Schreibtischen ihre Hausaufgaben nicht.

Langfristig und nachhaltig zu denken heißt doch, unsere Güter Landschaft und Boden so nachhaltig wie möglich zu nutzen?

Kritiker könnten jetzt sagen: Was hast Du denn? Die Waldfläche nimmt doch zu! Tiefer gesehen, zeigt sich aber Folgendes: Ein gewisser Teil der Waldzunahme dürfte auf das Konto von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Bauprojekte gehen, also z.B. Baumpflanzungen entlang der A 38. Diese aber sind ökologisch oft sehr wenig durchdacht. Zum Zweiten dürfte die Waldfäche zunehmen, weil unsere historischen Kulturlandschaften mit Feuchtgebieten und extensivem, artenreichen Weideland (Trocken- und Halbtrockenrasen) infolge fehlender Nutzung verbuschen und sich schließlich bewalden.

Klingt erst einmal gut: Allerdings steht dies im Widerspruch zur Naturschutzgesetzgebung, nach der z.B. Trocken- und Halbtrockenrasen per se geschützt und zu erhalten sind. Insbesondere die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU, die die Mitgliedsstaaten verpflichtet, die Verschlechterung der Biotopstrukturen dieser Extensivflächen zu verhindern, steht bisher nur auf dem Papier - mit der Folge übrigens, dass unsere Roten Listen immer länger werden.

Die Bewaldung geht demnach mit einem Verlust an Biodiversität, also Artenvielfalt einher, die laut vieler, auch internationaler Beschlüsse aufgehalten werden soll. Was sagt uns also die obige Statistik in Kürze auch? Der Druck auf unsere artenreichen Lebensräume verschärft sich ungebremst: Durch Verbuschung und Versiegelung unserer Landschaft.

Zudem gehen dem Markt Nahrungsmittel verloren, weil immer weniger Ackerfläche zur Verfügung steht. In den Entwicklungsländern hingegen wird Regenwald abgeholzt, um u.a. neue Flächen für den Nahrungsmittel- und Energiepflanzenanbau zu schaffen. Eine verkehrte Welt, die beweist, dass nichts, aber auch gar nichts in Richtung ökologischer Nachhaltigkeit im Sinne künftiger Generationen geschieht!
All das und noch viel mehr kann man aus dieser kleinen Statistik lesen.

Ich wünsche mir von den Planern an ihren Schreibtischen ein wenig mehr Weitsicht, wenn sie Genehmigungen zur Landschaftszerstörung erteilen: "Global denken, lokal handeln" müsste die Devise lauten und "Augenmaß und Nachhaltigkeit"!
Einen Führerschein für diesen Planeten haben wir bis heute nicht und kaum jemand tut wenigstens so, als hätte er einen.
Peppone
28.07.2011, 20.44 Uhr
Sie meinen Biodiversität,
wie Sie sie gerne hätten oder kennen, lieber Herr Schwarzberg. Es reicht aber nicht, dabei nur die letzten 50 bis 100 Jahre, von mir aus auch 200 Jahre zu betrachten.

Ich bringe es mal kurz und knapp auf den Punkt. Im Jahre 9, zu Zeiten der Varusschlacht war das hiesige Gebiet mit ca. 98% Waldfläche bedeckt. Es gab eine Fauna, von der wir heute nur träumen können. Der Ur, der Elch, der Bär, der Wolf,... und viele andere mehr zogen durch unsere natürlichen Wälder.

Zu Zeiten des Soldatenkönigs, Friedrichs I. gab es fast keine Wälder mehr in unserer Region und im heutigen Deutschland. Erst die darauf folgende gezielte Forstwirtschaft brachte sie wieder zurück. Natürlich hat sich damals auf der entwaldeten, teils beweideten Fläche eine Flora gebildet, die Sie offensichtlich gerne erhalten möchten.

Aber kann man kritisieren, dass sich die ursprüngliche Fauna, nämlich der Wald, wieder durchsetzt, wenn der Mensch nicht eingreift?
Was ist mehr wert, ein Fingerhut auf Kahlschlägen oder ein Elch, der sich seinen ursprünglichen Lebensraum zurück erobert?

Ihre Nähe zur Landwirtschaft ehrt Sie zwar, Herr Schwarzberg, aber wie stehen Sie denn zu deren Umgang mit Pestiziden und Herbiziden? Ihnen dürfte ja nicht entgangen sein, dass beispielsweise ein Rebhuhn oder eine Feldlerche, sogar ein Hase in einem heutigen Kornfeld verhungert!

Soviel zu Biodiversität. Der Wald bringt uns andere, leider längst vergessene Arten wieder zurück.
Bodo Schwarzberg
29.07.2011, 03.26 Uhr
Hubertus' Artenvielfalt
Lieber Herr Hubertus,
ich bewantworte alle Ihre Anmerkungen:

1.)Die Biodiversltät, "die ich gern hätte" wie Sie schreiben, ist jene, die die EU und die deutsche Naturschutzgebung festgeschrieben hat. Es ist also nicht nur "meine" Biodiversltät, sondern die vom Gesetzgeber und von Europa gewollte.

Und das ist durchaus sinnvoll gedacht: Ich erkläre Ihnen warum: Zu Zeiten Friedrich I., den Sie hier ansprechen, siedelten viele der Pflanzenarten (pardon, ich bin Botaniker), die heute die Roten Listen bevölkern, in extremen und damals sehr selten vertretenden Randbereichen der damals fast flächendeckenden Wälder. Die heutige Artenvielfalt auf engem Raum ist tatsächlich menschgemacht und war damals bedeutend kleiner. Da haben Sie vollkommen recht. Aber ein Denkansatz fehlt: Der Mensch beginnt die Lebensbedingungen für viele Arten, v.a. für jene, die konkurrenz- und stickstoffarme Standorte bevorzugen, durch Eutrophierung, CO2-Emmissionen u.s.w. so drastisch zu verändern, dass einige dieser Arten fast generell am Verschwinden sind: Als Beispiel mögen hier nur die Endemiten dienen, die auf den alpinen Matten in 3.500 m Höhe wachsen, und durch die anthropgene Klimaerwärmung Konkurrenz von in tiefer liegenden Regionen siedelnden Spezies bekommen, von denen sie nach oben abgedrängt werden. Erreichen sie irgendwann die Gipfel ist für sie Schluss. Ein Aussweichen ist dann nicht mehr möglich. Exitus.

Auch Beispiele aus dem Flachland kann ich Ihnen nennen: Z.B. die Klebrige Miere (Minuartia viscosa), die Aufrechte Weißmiere (Monechia erecta) oder die mittlerweile weltweit gefährdete Getreide-Miere (Spergularia segetalis), die übrigens hier im Gebiet ihren letzten deutschen Standort hatte.

Mit anderen Worten: Der Mensch schuf zwar durch Entwaldung und vielfältige Nutzungsformenn eine hohe Biodiversität, (und verdrängte einige Waldarten) sorgt heute aber durch seinen globalen Einfluss für deren massive, globale Bedrohung. Wissenschaftler sprechen von der "Fünften Aussterbewelle". Das heißt, der Mensch sorgt nicht etwa nur für ein Zurückdrängen, sondern für das generelle Aussterben von immer mehr Arten (siehe IUCN-Red-List). Viele internationale Abkommen und Konferenzen beschäftigen sich mit dieser Thematik. Nicht nur ich also. Schauen Sie sich z.B. auch einmal die Seite www.ex-situ-erhaltung.de an, was es auf diesem Gebiet so alles gibt.
Ein Zulassen der Wiederbewaldung würde also mit ziemlicher Sicherheit für einige Arten das Aus bedeuten und zwar vielfach für solche Pflanzenarten, um die sich bisher kaum in Schutzprogrammen bemüht wurde, weil sie unscheinbar und dadurch "unattraktiv" sind. Viele von denen, z.B. auch die von mir oben erwähnten, siedeln heute noch in jenen Bereichen, die sich nun teilweise wiederbewalden, wenn wir nicht gegensteuern. Sie sind durch die menschgemachten Veränderungen der Biosphäre mittlerweile genauso abhhängig von uns, wie die alpinen Endemiten. Besonders betrifft das Arten, deren Areal sehr klein ist und sich auf Deutschland oder Mitteleuropa beschränkt (z.B. die angesprochenen endemischen, also "nur hier" siedelnden Arten).

Bei den von Ihnen angesprochenen Tierarten sieht das ganz anders aus: Den Wolf gibt es in jedem Zoo. Außerdem kommt er von selbst aus Osten nach Deutschland zurück. Elche vermehren sich dank Klimaerwärmung in Skandinavien wie die Guppys und werden immer schwerer. Das Ur starb aus, als es noch keinen Naturschutz gab. Es gibt aber wenigstens Rückkreuzungen.

Das generelle Problem ist wohl auch nicht Bewaldung ja oder ein, sondern der globale Einfluss der Menschen: alles zusammen: Bevölerungswachstum weltweit, Klimaerwärmung,Regenwaldabholzung, Überfischung, Flächenversiegelung, Chemieeinsatz.. sorgt für die 5. Aussterbewelle. Das Problem Wiederbewaldung / Erhaltung Trockenrasen ist ein eher mitteleuropäisches Problem.

Ökologie lässt sich aber nie auf einen so winzigen Ausschnitt begrenzen. Aber dieses globale, übergreifende Denken in Regelkreisen fällt dem Menschen unsagbar schwer.

2.) Sie sprechen die Frage an, ob man die natürliche Wiederbewaldung kristieren kann:
Natürlich kann man - z.B. aus den oben genannten Gründen: Sie meinen sicher die beiden grundlegenden Konzepte des Naturschutzes: Den Prozessnaturschutz, der die Bealdung zulässt und den konventionellen / konservierenden Naturschutz, der den status quo zu erhalten trachtet: Mit diesem Spannungsfeld beschäftigen sich einige Leute: Die Begründung für den konservierenden Naturschutz lieferte ich bereits: In den verrgangenen 150 Jahren het der Mensch den Planeten so sehr verändert, dass nur der konservierende Naturschutz eventuell noch in der Lage ist, die genannte 5. Aussterbewelle abzubremsen. Das Problem ist ja auch, dass wir noch viel zu wenig darüber wissen, was passiert, wenn einzelne Glieder in den Ökosystemen wegbrechen, resp. aussterben. Bekannt aber ist, dass von jeder Pflanzenart auch spezialisierte andere Arten abhängen, die mit dieser ebenfalls zu verschwindden drohen. Ein Dominoeffekt setzt ein - Und Sie wissen, wer am Ende der Dominosteinreiche steht! Der Mensch sollte mit all zu viel weiterenb Experimenten mit seiner Erde in seinem eigenen Interesse vorichtiger werden.

3.) Sie werfen die Frage nach der Wertigkeit
von Fingerhut und Elch auf.
Den Begriff "Wertigkeit" hat der Mensch geschaffen. Er existiert in der Natur nicht. Ein Fingerhut, Gänseblümchen oder eine Stubenfliege ist daher genauso viel "wert", wie eine Orchidee, ein Elch oder ein Komodowaran. Gerade das Inwertsetzen von allem, was den Menschen umgibt, hat ja dazu geführt, dass er materielle Dinge im Alltag viel höher "bewertet", als die Erhaltung von Pflanzen und Tieren oder Klima also immerhin seiner Lebensgrundlagen (!) - mit den bekannten Folgen. Dass Sie das Wort "Wertigkeit" im Zusammenhang mit dem Begriff "Biodiversität" gebrauchen, erschreckt mich, es zeigt aber, wie sehr dies in der Bevölkerung leider noch immer verwúrzelt ist.

4.)Lieber Hubertus: Der Rückgang von Hase, Feldlerche und Rebhuhn hat mit dem natürlich zu hinterfragenden Einsatz von Pestiziden zweifelsohne wenig zu tun. Alle drei gehen in erster Linie auf Grund der sinkenden Strukturvielfalt in der großflächigen Ackerlandschaft zurück (Stichwort: Flurbereinigung). Im Übrigen haben mir Gespräche mit Jägern gezeigt, dass die Hasenbestände zunehmen und dass es auch noch einige recht stabile Rebhuhnbestände im Kreis gibt. Einen Hasen habe ich erst vor einigen Tagen zwischen Harzfelder Kirche und Harzungen aus zehn Meter Entfernung fotografiert.

Auch haben Sie meinen Beitrag bezüglich Landwirtschaft eventuell nicht genau gelesen: Ich habe die Landwirtschaft als vorrangiges Opfer der Flächenversiegelung erwähnt. Das heißt doch nicht, dass ich bezüglich Pestiziden ein uneingeschränkter Freund der Landwirtschaft bin?

Ich begrüße übrigens außerordentlich Ihr Interesse und jenes von anderen nnz-Lesern an meinen "grünen" Beiträgen. Die damit oft verbundene Auseinandersetzung ist mein Ziel.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Erklärungen ein neues "Fenster" geöffnet zu haben.

Beste Grüße
Bodo Schwarzberg
Peppone
30.07.2011, 22.31 Uhr
Über Artenschutz,
lieber Herr Schwarzberg, hat jeder so seine eigenen Gedanken und Erfahrungen.

Biodiversität = Artenvielfalt, ist nichts, was uns der Gesetzgeber und schon gar nicht die EU vorschreiben kann. Wir leben hier in einer Region und von der gehe ich aus, wenn ich Naturschutz oder Artenschutz betreibe und beschreibe. In dieser Region leben wir, wir müssen hier sagen wo es klemmt und wo uns der Schuh drückt.

Mir ist klar, dass Sie "konservierenden Artenschutz" betreiben. Dafür habe ich auch alle Achtung! Was ich aber gerne verhindern möchte ist, dass Sie den im Zoo eingesperrten Wolf oder Elch als konservierender Artenschützer als "Normal" empfinden und so tun, als wären Arten, die in Zoo's, in Skandinavien... oder Gärtnereien vorkommen, nicht das "Problem".

Bitte mixen Sie auch nicht alles durcheinander. Die Endimiten im Hochgebirge bekommen doch nur deshalb "Konkurenz", weil "CO2 Killer", sprich Wälder, die C02 binden fehlen! Das die Wälder nicht alles schaffen, was die Industrie, oder besser der Mensch verursacht, steht außer Zweifel, die Politik ist hier zweifellos gefragt.

Die von mir angesprochenen Tierarten, Feldlerche, Rebhuhn und Feldhase, sind natürlich nicht in ihrer Art bedroht, darum ging es mir auch gar nicht. Es ging mir darum, dass diese Tiere als Indikator in einem heutigen Getreidefeld aufgrund des Einsatzes von Pestiziden und Herbiziden schlicht und einfach verhungern, weil im heutigen Weizenfeld kein anderes Kraut mehr steht und kein Insekt mehr vorkommt. Das bedeutet, das auf einem Dittel der Fläche Deutschlands, keine Artenvielfalt(Biodiversität) mehr stattfindet.

Ich kenne noch andere Zeiten, damals hat man im Getreidefeld noch Kornblume, Klatschmohn und die anderen Vertreter der Getreide-Beikrautfluren gefunden. Schade, dass das heute von Landwirten nicht mehr geduldet wird. Die Frage ist, warum heutige Landwirte diese Einart-Monokultur betreiben? Vielleicht gibt es dafür ja Gründe, die geändert werden müssen! (Ertrag geht offensichtlich vor Katastrophe, genau hier muss angepackt werden!)

Sie haben natürlich damit recht, Ökologie läßt sich nicht auf einen Abschnitt begrenzen. Aber wenn wir in den Abschnitten (Region) nicht anfangen, uns über unsere Probleme Gedanken zu machen, dann wird es nichts!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
055

Cookies

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren
nur technisch notwendige
Javascript muss aktiviert sein.