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Do, 20:59 Uhr
28.07.2011

nnz-Forum: Ungereimtheiten

Es ist soweit, die neuen Unterkunftsrichtlinien zur Gewährung von Leistungen für Unterkunft und Heizung nach dem Zweiten und Zwölften Sozialgesetzbuch sind beschlossen und auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht. Ein Leser der nnz hat sich das genau durchgelesen...


Der Beschluss umfasst fünf Seiten und ist voller Ungereimtheiten. Als erstes fällt auf, das die Stadt Nordhausen nach dem Willen der Kreistagsmitglieder einige Ortsteile verliert.

So gehören Hörningen, Herreden, Hochstedt und Hesserode plötzlich der Einheitsgemeinde Werther an. Steigerthal, Stempeda, Petersdorf. Rodishain, Leimbach und Himmelgarten gehören ab sofort zur Verwaltungsgeimeinschaft Hohnstein/Südharz. Steinbrücken, Sundhausen und Bielen gehören nun zu der Stadt Heringen.

Die Frage ist, warum wurde Nordhausen so verstümmelt? Wenn man sich die Tabelle, in der die Vergleichsräume und die so genannten Angemessenen Grundmieten pro Quadratmeter ausgewiesen werden ansieht, da wird einem bewusst, was man damit erreichen will. Es geht doch darum die KdU- Kosten des Kreises zu drücken und die ALG II-Empfänger auf den Kosten sitzen zu lassen. Wie bekannt, ist das Angebot von billigen Wohnungen mehr als begrenzt. Es ist davon auszugehen, dass sich der Kreis auf Kosten der ALG II-Empfänger sanieren möchte.

Mir geben die Preise für den Quadratmeter Wohnraum zu denken.

Hierzu ein Beispiel:
Wie kann es sein, dass man für einen Einpersonenhaushalt 4,51 € für den Quadratmeter zahlt und bei einem Fünfpersonenhaushalt, sinkt der Quadratmeterpreis auf 4,33 €. Ist denn Quadratmeter nicht gleich Quadratmeter, hier wäre doch eine Erklärung angebracht.

Warum steckt man nicht gleich zwei oder drei Familien in eine Wohnung, dann bekommen sie den Quadratmeter zum Nulltarif. Wenn ich richtig informiert bin, denkt doch der Kreistag über eine Mietpauschale für ALG II-Empfänger nach, um den Bedürftigen noch mehr Geld ab zuknöpfen, oder?

Die Heizkosten sind auch so ein Thema, auf das ich noch gesondert eingehen werde. Wer bestimmt, was da angemessen ist? Macht das ein Kundenberater von seinem Schreibtisch aus, oder werden die anfallenden Kosten vor Ort von einem Sachverständigen Gutachter geprüft.

Zum Schluss ein schönes Zitat. „Das Schwache und Missratene soll zugrunde gehen, erster Satz unserer Nächstenliebe, und man soll ihnen dabei helfen.“ - Nietzsche -
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Kommentare
Anni2511
29.07.2011, 10.39 Uhr
Hartz 4 = Abschaum der Gesellschaft?
Es war ja nur eine Frage der Zeit bis sich eine neue Änderung für Kosten der Unterkunft und Heizung darstellt. Leider ist es nur so das der Quadratmeterpreis noch niedriger liegt als von Ihnen, Herr Buntfuß, beschrieben. Bitte fassen Sie das nicht als negative Kritik auf. Seit dem 01. Juli bewohne ich mit meinem Lebenspartner und meinem 5-jährigen Sohn eine 84 qm große 3- Raum Wohnung.

Ich sollte nebenbei evt noch erwähnen das ich im 7. Monat schwanger bin. Der Quadratmeterpreis liegt aktuell bei 4,20 Kaltmiete. Ebenfalls die Tatsache das lediglich 1!!! € Betriebskosten pro qm gezahlt werden, was dann bei bald 4 Personen 25 Cent pro qm macht, ist eigentlich ein Witz. Ach ja, und Heizkosten (Gas) liegen bei 1,35 € pro qm, d.h. jede Person in einem 4-Personen Haushalt darf rund 34 Cent im Monat verbrauchen. Was ist bloß los in unserer Gesellschaft? Ich denke die Würde des Menschen ist unantastbar? Hartz 4 ist nicht nur Leben am Limit,sondern menschenunwürdig. Ich habe alles versucht aus dem Hartz 4 zu fliehen, Nebenjobs, Suche nach neuer Ausbildung und Umschulung. Seit letztem Jahr Juli, vorher hatte ich 5 Monate einen Lehrgang für SAP, welchen ich mit Auszeichnung bestanden habe, bis dieses Jahr habe ich 167 Bewerbungen geschrieben, aber leider nur Absagen bekommen. Wissen Sie, Herr Buntfuß, was die Antwort der ARGE war als ich bei meinem Vermittler vorsprach und um Hilfe bei der Jobsuche bat? "Sie sind für unsere Region zu überqualifiziert, wenn Sie Arbeit finden wollen müssen Sie umziehen". Warum musste ich dann von der ARGE aus 2009 eine Weiterbildung in Buchhaltung machen? Um so eine Antwort zu bekommen? Um so, laut Aussage der ARGE, meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verschlechtern? Sicher ist es als Verkäuferin in unserer Region nicht leicht einen Arbeitsplatz zu finden, aber ein Umzug macht alles nur schlimmer, denn wer soll da auf meinen Sohn bzw auf meine Kinder aufpassen wenn was passiert, ich aber bis 20 o 22 Uhr arbeiten muss???Vorallem da mein Partner in Schichten arbeitet?Darüber macht sich die ARGE keine Gedanken, ebenso wenig wie man über die Runden kommen soll wenn die ARGE 6 Wochen! braucht um einen Antrag zu bearbeiten und man mit einem hungrigen Kind zu Hause sitzt. Ich hoffe das ich von diesem Ganzen bald befreit bin und nie wieder Hartz 4 beziehen muss. Denn meine Gastherme hat leider nur eine Spartaste....
Bodo Schwarzberg
29.07.2011, 12.45 Uhr
Problem Hartz IV
Liebe Anni,
Ihr Beitrag ist aus mehreren Gründen sehr wichtig: Er zeigt zum Einen all jenen, die sagen, Arbeitslose seien pauschal faul, dass das eben ein unüberlegtes Pauschalurteil ist. Zum Zweiten schildern Sie aber auch eine Tatsache, die sich weiterhin verschärfen wird: Immer weniger Menschen haben sozialversichgerungspflichtige Jobs und können die Solidargemeinschaft bedienen.

Die Kommunen und Länder pfeifen finanziell auf dem letzten Loch, verschwenden aber andernorts mitunter die wertvollen Steuermittel (z.B. für fragwürdige Bauten).

Die Zahl der Älteren steigt erfreulicherweise. Andererseits fehlt das Geld für die Rente. Die sozialen Probleme werden sich weiter verschärfen, die Gräben zwischen Arm und Reich tiefer werden.
Zudem schildern Sie den Elfenbeinturm, in dem die Amtsschimmel der ARGE vor sich hin wiehern und oft mit der Realität draußen nicht vertraut sind. Zudem treffen diese oft fragwürdige Entscheidungen über Umschulungen, die wie in ihrem Fall offenbar umsonst vergeben und finanziert wurden, weil ja doch keine Arbeit für Sie abfiel.

Die ARGE muss sich daher an die eigene Nase fassen, wenn es um die Sparsamkeit und die Effektivität ihrer "Vermittlungs"arbeit geht. Deren Uneffektivitäten werden dann auf die Arbeitslosen fianziell umgelegt.
Kritisch möchte ich aber auch anmerken, dass wir in Deutschland großes Glück haben: Es gibt nur wenige Länder auf der Welt, in denen überhaupt ein soziales Netz aufgespannt ist. Das ist keinesfalls selbstverständlich.

Ich finde es gut, dass Sie sich hier zu Wort melden. Das tun zu wenig Arbeitslose. Aber nur wer auf sich aufmerksam macht, wird in einer Gesellschaft, in der die Medien eine große Bedeutung haben, auch gehört.

Von dieser Warte her wäre es eventuell sinnvoll gewesen, wenn Sie Ihren Namen genannt hätten. Der Druck auf die ARGE wäre so eventuell größer. Haben Sie konkrete Anhaltspunkte für Fehler, dann würde ich ruhig auchmal die Namen der Bearbeiter nennen.

Beste Grüße
Bodo Schwarzberg
Wolfi65
29.07.2011, 17.24 Uhr
Die Arge...
macht sich überhaupt keine Gedanken, wie es den Tranfer Empfängern geht, oder wie diese über die Runden kommen. Es zählt nur eines und das ist einsparen und die lästigen Bettler so schnell wie möglich aus dem Büro komplementieren.

Dann ist irgendwann Frühstückspause im Haus der Arbeit, dann Mittag und dann geht es wieder nach Hause. Mehr is nicht und mehr will man auch nicht.Wieso denn auch?

Soll es vielleicht dem Hartz 4 Empfänger noch besser gehen, wie dem Betreuer in der ARGE, welcher im Schweiße seines Angesichtes sich für die Gestrauchelten und Unwilligen einsetzt?

Ich sage ja. Ja dazu, sich für diese Leute einzusetzen und ihnen in schwierigen Situationen zu helfen. Aber das ist wieder zu viel verlangt.

@Anni2511
Ich habe im letzten Absatz irgend etwas mit einer Gastherme und nie wieder Hartz4 gelesen. Machen Sie das nicht!!! Diese Gesellschaft ist es nicht wert, sich das Leben zu nehmen! Keine Gesellschaftsform und zu keiner Zeit!

Durchhalten und fordern Sie Ihre Rechte ein.
-Insider-
29.07.2011, 18.59 Uhr
mal
ganz ruhig mit den wilden pferden. dieses ständige einprügeln auf die behörde mag ja ihrem tag ein wenig freude bescheren und es gibt sicher genug menschen in den amtsstuben, die fehler machen (ich betone, fehler machen nur beamte oder angestellte von kommune, land und bund. "normale malocher" arbeiten stets fehlerfrei.)

oder unmotiviert (ich betone, unmotiviert sind nur beamte oder angestellte von kommune, land und bund. "normale malocher" arbeiten stets freudig erregt und übermotiviert) sind...ABER, das jobcenter und auch alle anderen behörden führen das aus, was die politik vorgibt. wenn aus berlin kommt: jeder bekommt eine x-beliebige weiterbildung/umschulung, dann hat das jobcenter folge zu leisten und diesen auftrag zu erfüllen. über den sinn und unsinn solcher gesetze hat nicht das jobcenter oder auf andere gesetz bezogen, andere behörden zu entscheiden. als arbeitnehmer schreibt man ja seinem chef schließlich auch nicht vor, wie er das geschäft zu führen hat, oder?

zu den beschlüssen der unterkunftsrichtlinien ist zu sagen, dass diese vom landesverwaltungsamt zu prüfen sind und wenn fehler vorliegen, dann sind diese anzukreiden und zu korrigieren.

ps. weil hier das thema bearbeitungszeiten aufkam...wären die verwaltungen im osten nicht so altbacken, sondern hätten kurze kommunikationswege und eine flache hierachie, dann könnte man locker die hälfte der zeit sparen...aber hier scheint man es gewöhnt zu sein, einem zu folgen und wenn nötig, dann bis in den (bürokratischen)tod.
Anni2511
29.07.2011, 22.24 Uhr
Hartz 4
Lieber Wolfi,

keine Sorge, ich ziehe es nicht in Erwägung mich selbst aus dem Leben zu holen. Ich hoffe nur das nach der Elternzeit etwas Glück auch mal für mich vorgesehen ist und ich einen Arbeitsplatz bekomme, damit ich diesem Irrsinn nicht weiter ausgesetzt bin.

Ich glaube mittlerweile bekommt der Ausdruck "Beamtenwillkür" eine neue Bedeutung, denn heute erreichte mich die nächste Schreckensmeldung. Mein Hartz 4 Bescheid ist nun zum 4. Mal falsch berechnet worden, obwohl alle Unterlagen korrekt eingereicht wurden. Würden wir als Arbeitnehmer (ich hoffe ich gehöre bald wieder dazu) so schluderig arbeiten wie einige von der ARGE, hätten wir unseren Job nicht mal ein paar Wochen sicher.

Aber wer soll auch schon durch den Paragraphendschungel im SGB II usw durchsteigen? Das wird wohl der Grund sein warum es keine Beratungsstelle für Hartz 4 Empfänger gibt, ausser das Sozialgericht. Zumindest wüßte ich von keiner. Außerdem wäre es für Vater Staat schwer zu verkraften wenn jeder Hartz 4 Empfänger seine Rechte kennen würde, das würde den finanziellen Rahmen sprengen und es wäre kein Geld mehr für Griechenland da.....
Neotion
30.07.2011, 09.12 Uhr
Beratungsstellen für Hartz 4 Empfänger
@Anni2511 ---Beratungsstellen für Hartz 4 Empfänger die ich kenne.

Thür. Arbeitsloseninitiative - Soziale Arbeit e.V.99734 Nordhausen Thür Wolfstr. 11
Telefon: 03631/982184, Fax: 03631/974799

Arbeitslosengeld II Rechner im Internet

http://www.forium.de/alg2/index/regelleistungen+alg2+nordhausen.html


Der DGB in Nordhausen bietet in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen zu Hartz4 und Informationen zum Arbeitslosengeld II, insbesondere zum Anspruch auf ALG II und dessen Leistungen, sowie deren Höhe an.
DGB Thüringen, Büro Nordhausen
Neustadtstr. 6
99734 Nordhausen
Tel.: 03631 974785
Fax: 03631 974787
Wolfi65
30.07.2011, 12.34 Uhr
@anni
Ich liebe Sie allein dafür, daß Sie Ihre Drohoung nicht war gemacht haben. Nur ein Feigling entzieht sich seiner Verantwortung.
Ich wünsche Ihnen alles Gute!
MG
H.Buntfuß
30.07.2011, 13.08 Uhr
Droht die Pleite?
Da geht es um mehr, als um ein paar Ungereimtheiten, der Landrat und die Kreistagsmitglieder schachern um die Miete für Bedürftige. Aber 5.000 € für eine Klage in Bezug auf die Optionskommune hat man über.

Genau an so einen Beispiel zeigt sich wieder einmal sehr deutlich, dass dem Kreis das Wasser nicht nur bis zum Hals steht, nein die Wellen schlagen schon über den Kopf zusammen.

Man benötigt die Optionskommune, um sich zu sanieren.
Ra.Fr.
30.07.2011, 13.22 Uhr
Interessant
Das mit der Beratungsstelle beim DGB ist dann schon mal ein überaus wertvoller Tip sich eine kompetente Beratung in Sachen Hartz IV zu holen. Vielleicht haben Sie ja dann das Glück den Vorsitzenden des DGB Kreisverbandes Nordhausen, Herrn Andreas Wieninger (SPD), zu kontaktieren. Der kann sich eventuell noch daran erinnern, wer diesen ganzen menschenunwürdigen Mist überhaupt erst auf Regierungsebene durchgeboxt hat.(damit auch alle genannt werden wollen wir die Fukushima-Partei B90/Grüne auch nicht vergessen)

"Das haben WIR gemacht!"
wirflöha
31.07.2011, 08.31 Uhr
Sind das Probleme?
Na Herr Buntfuß, haben sie mal wieder ein Problem mit H4 oder den Hartzi´s gefunden?
Hören sie doch endlich mal auf die Worte des Innensitzenden, wenn sie immer nur über die fleißigen, immer im öffentlichen Rampenlicht stehenden Mitarbeite der ARGE berichten. Sie haben sich doch jetz´e einen neuen Besen zugelegt.

Ist dies noch zeitgemäß? Man hat alle aufmüpfigen Hartzi´s von der Straße in die Schlafviertel (mit Steuergeldern gepflegte Grünviertel) der Stadt verbannt und …
Was viel wichtiger war, den noch Arbeitnehmern gezeigt, was ist, wenn sie Forderungen stellen. Vielleicht nach mehr Lohn für eine bessere Wohnung oder für ein zweites Kind. Alles nicht nötig. Nur Mallorchen und Klappe halten. Sonst Pranger H4.

Und das gilt auch für die überbezahlte so genannte Mittelschicht, einschließlich der Bürokraten. Man kann alle auch durch Menschen aus dem Ausland ersetzen, die auch für noch weniger Gehalt arbeiten kommen.

Bin mal gespannt, wie lange der Schwarze da in Amerika noch offen von Steuererhöhungen für Reiche oder das Finanzkapital<reden darf, ohne abgestraft zu werden. Das ist ja ein Revoluzzer und das führt zum Sozialismus. So reden doch nur die Kommunisten, die den demokratischen Staat beseitigen wollen.
Und Herr Schwarzberg, zur Öffentlichkeit noch die Bemerkung das Generalstreik hier VERBOTEN ist laut GG, und die Umweltfreundlichen GRÜNEN an dieser Hartz- 4- Unmenschlichkeit mitgemacht haben. An statt Geld für den Umweltschutz zu erzielen hat man die sozialen Demokraten auch beim Krieg spielen im Ausland, also Geld verbrennen für bayrische Rüstungsbetriebe noch unterstützt, damals wie heute in Stuttgart 21 dreht man sich nach dem Geldwind.

Und abschließend Herr Buntfuß, zu Ihren Gebietsaufteilungen der Stadt. So ist es für einen zukünftigen OB Zeh leichter in Erfurt zu sein und gleichzeitig eine kleinere Stadt zu regieren, im Auftrag seiner christlichen Partei, oder?
Vielleicht ist dies der Sinn der Gebietsreform durch die Arge?
Weil Geld ist doch genug da, wenn man von den Bilanzen unserer privaten Banken, allen voran der Ackermannbank hört. Die könnte doch auch mal die Schulden, oder einen kleinen Teil vom Nordthüringer Clauß kreis übernehmen, damit mehr für die KdU da ist, oder? Wir wären dann nicht bei der Höhe von 4,20€ unter den letzen 20 aller Kreise in diesem Lande. Na bevor sie alles Geld Ihrer Sparen nach Griechenland oder Spanien schaffen, um dort die Rüstungsschulden an Deutschland zu bezahlen??
Also, Schluß mit dem Gejammer von wenig Geld.
Wirflöha
Werniman0606
31.07.2011, 10.21 Uhr
@Anni
Mit einem Umzug ist es ja nicht getan,denn hier beißt sich der Hund in den Schwanz. Ohne Jobzusage finanziert das JC keinen Umzug.

Ohne arbeitsplatznahen Wohnort kaum Einstellungschancen. Und ohne Einstellung und absolvierte Probezeit ist kaum eine Wohnung zu bekommen. Wenn das Amt also verlangt,daß man flexibel ist und umzieht, sollte es mal bedenken, daß ja einer mit dieser Flexibilitä anfangen muss. Was hindert das Amt daran, den Leuten auch ohne Jobzusage einen Umzug in eine Gegend mit hohem Personalbedarf zu finanzieren ? Das käme auf Dauer billiger.
Momentmal
31.07.2011, 13.16 Uhr
Flexibilität
So schnell wird auch das JC einen Umzug selbst bei Jobangebot nicht fördern.
Dagegen spricht u.a. die Zumutbarkeit der Fahrstrecke zur Arbeit von bis zu 1,5 h.
Da ist man von Nordhausen aus hinter Halle oder in Erfurt.

Und da bsw die Zeitarbeit ja so boomt,wird man auch anderswo fast nur Stellenanzeigen von Personaldienstleistungen finden. Und Zeitarbeit bedeutet u.a. heute anrufen,morgen vorbeikommen und am nächsten Tag anfangen.

Wo würde denn da der zeitliche Spielraum für einen Umzug bleiben,selbst wenn das JC ihn fördern würde ?
Ein Dilemma,welches vorprogrammiert
Georg
31.07.2011, 14.02 Uhr
Richtigstellung @Ra.Fr.
In der ALG II-Beratungsstelle des DGB arbeitet nicht Herr Wieninger, sondern Herr Wolfgang Meyer im Büro der IG BAU, Neustadtstraße 6 ehrenamtlich. Terminvergabe unter Tel.60850.

Dieser hat schon Hunderte ALG II Empfänger beraten und zu ihrem Recht verholfen. Zudem kann man sich auch an die Frau Giesela I. Bielawski, in der Rautenstraße 6 in Nordhausen ( Hartz IV- Hilfe und Beratungsverein) wenden.
Mister X
31.07.2011, 16.44 Uhr
Beamte und Fehler
Es ist schon eine sehr ERNSTE Angelegenheit, die Fakten die man so rund um die Hartz-Gesetze hört. Vor allem die Entschuldigungen, der Kundenbetreuer des Jobcenters, die hier einige Menschen ins Feld führen.

Ich habe das Gefühl, dass einige der Kundenbetreuer, wie man sie jetzt nennt, die Fehler nicht aus Versehen machen. Für mich hat das ganze System, auch wenn das so einige nicht war haben wollen.

Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass der oder die Sozialverantwortlichen erheblichen Druck auf die Mitarbeiter des JC. ausüben, um Geld zu sparen. Jeder weiß es, aber niemand kann es beweisen. Das verhält sich genau wie mit dem Schießbefehl an der DDR-Grenze, es wurden weit über HUNDERT Personen erschossen, aber niemand gab den Befehl, oder liege ich falsch?

Wie schon einmal erwähnt, für die Miete der Bedürftigen fühlt sich keiner so richtig verantwortlich, außer vielleicht Herr Jendricke. Er kann dem ganzen GESCHACHER nichts abgewinnen und hat mit der so genannten Schlüssigkeit des Konzepts Probleme. Eine große Diskussion gab es übrigens nicht, nur die Ausschussvorzitzungen gaben ihre Empfehlungen, das heißt Zustimmung zu dem Thema ab. Die Abstimmung über diesen Beschluss fiel mit drei Stimmenthaltungen sehr eindeutig aus.

Wenn es um die DIÄTEN oder Fraktionsgelder für die KM geht, da wird diskutiert warum die Erhöhung sein muss, dass einem die Haare zu Berge stehen. Das ist aber auch verständlich, hierbei geht es schließlich um die eigene Brieftasche und da hat man nichts zu verschenken und wenn es dem Kreis noch so schlecht geht. Wie heißt es so schön, das eigene Hemd ist näher...... Ein Großer Teil der Bevölkerung, weiß nicht einmal wobei es um
HARTZ IV überhaupt geht, aber sie schwingen große Reden. (z. B. Politiker)
-Insider-
31.07.2011, 17.34 Uhr
dem
werten herrn BM liegt die miete der bedürftigen am herzen? warum erstellt er denn dann keinen mietspiegel bzw. lässt so etwas ausarbeiten? bei seiner neuestens kreation, welche seit August 2010 greift, gibt es ja auch eine "vergleichbare miete". das war der perfekte anlass für so eine statistische erhebung...
H.Buntfuß
01.08.2011, 13.10 Uhr
Zum mitschreiben
Das Sozialamt des Kreises Nordhausen, dem das JOBCENTER nun mal untersteht, macht seinen eigenen Mietspiegel. Der weit entfernt von jeder Realität ist, was glauben sie, warum die Stadt Nordhausen so zerstückelt wird. Das geschieht nur um die Miete zu drücken.

Es wäre demnach völlig SINNLOS, wenn Herr Jendricke einen Mietspiegel vorlegen würde, er würde vom Sozialamt ignoriert.
Anni2511
01.08.2011, 13.38 Uhr
Danke
Ich wollt einfach mal Danke sagen. Danke für die Tipps wo man kompetente Beratung zu dem Thema Hart 4 bekommt, Danke das sich doch einige Menschen dieser Diskussion hingeben.Ich denke es ist wichtig gerade über solche Themen zu diskutieren, es kann jeden von uns treffen, schneller als wir wollen und denken.Denn auch ein Hartz 4 Empfänger hat ein Recht darauf höflich und ohne vorige Wertabschätzung behandelt zu werden,nicht jeder ist "assozial und faul". @Wolfi: Ich bin eine Kämpferin, aufgeben steht mir nicht!
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