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Fr, 15:08 Uhr
29.07.2011

Die siebte Auflage

Der Nordhäuser Citylauf wird als überregionaler Volkslauf in diesem Jahr bereits zum 7. Mal von der Südharz-Galerie veranstaltet, vom Nordhäuser Sportverein ausgerichtet und im Zentrum der Stadt ausgetragen. Und wir haben die ersten sportlichen Details...

Volkslauf in Nordhausen (Foto: nnz-Archiv) Volkslauf in Nordhausen (Foto: nnz-Archiv)

In diesem Jahr findet der Stadtlauf am Verkaufsoffenen Sonntag, 18. September 2011 mit Treffpunkt ab 9.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz statt. Teilnehmer aller Altersklassen können sich unter http://www.nordhaeuser-citylauf.de anmelden und Ihren Teilnahmebogen ausfüllen. Bis zum 16. September 2011 können die Teilnahmebögen ausgefüllt abgegeben werden. Nachmeldungen sind jedoch am Wettkampftag bis zum Startbeginn um 9.30 Uhr noch möglich. Für weitere Informationen steht Ihnen Herr Beck vom NSV unter der Rufnummer 0173/ 9737635 zur Verfügung.

Die Laufstrecke führt die Teilnehmer aller Altersklassen in diesem Jahr in drei Streckenlängen ab dem Bahnhofsvorplatz durch die Stadt bis zum Stadttheater, durch die Altstadt und wieder zurück. Mit Verkehrsbehinderungen ist aufgrund umfangreicher Sperrmaßnahmen zu rechnen. Gelaufen werden auch in diesem Jahr Runden zu je 3,3/6,6 und 9,9 Kilometern. In den vergangenen Jahren nahmen über 200 Teilnehmer aus Nordhausen und der weiteren Umgebung an diesem Volkslauf teil.

Zum diesjährigen Stadtlauf erwarten die Organisatoren natürlich eine neue Steigerung der Teilnehmerzahl. Neben dem NSV hat die Südharz-Galerier zum wiederholten Male alle Läufe an Laufpaten übergeben – zu gewinnen gibt es attraktive Preise der Hauptsponsoren INJOYmed, BMW Fritze, sport treff und
vom Plasma Zentrum. Eine Teilnahme lohnt sich! Unterstützt werden die Organisatoren von der Stadtverwaltung Nordhausen auch von Starke Druck aus
Sondershausen mit Werbemitteln und dem Herkules Markt Nordhausen mit Proviant und Verpflegung.

Alle Initiatoren hoffen auch weiterhin auf eine steigende Beliebtheit des Citylaufes, eine stetig zunehmende Teilnehmerzahl und das diese Sportart mit diesen Stadtläufen attraktiver und öffentlichkeitswirksamer wird.
Autor: nnz

Kommentare
Bodo Schwarzberg
30.07.2011, 20.21 Uhr
Mehr körperliche Bewegung tut Not
Ich persönlich kann diese Veranstaltung nur begrüßen und ihr weiter steigende Teilnehmerzahlen wünschen, vor allem aus der Mitte der Bevölkerung. Die Beobachtung ist ja die, dass sich immer weniger Menschen nicht oder so gut wie nicht über das unbedingt notwendige Maß hinaus bewegen, und sich nur ein recht kleiner Teil der Bevölkerung einem regelmäßigen Training widmet.

Die Folgen dieser Diskrepanz kosten die Krankenkassen Milliarden: Herz-Kreislauf-Schäden in fast allen Altersgruppen, Übergewicht und Diabetes mit stark steigender Tendenz und Erkrankungen des Bewegungsapparats mit der Folge von Berufsunfähigkeit und der Implantation von künstlichen Gelenken am Fließband.

Die Zahl der Schritte, die der Bundesbürger im Tagesschnitt zurücklegt, sinkt beständig, ich glaube er liegt z.Z. bei 3.000 Schritten.

Die Folgen müssen wir alle mit bezahlen.
Dabei haben Mediziner und Anthropologen längst bewiesen, dass der menschliche Körper für die Bewegung "konzipiert" ist und nicht für 12-Stunden ununterbrochenes Sitzen. Früher wurden Beine amputiert, weil es viel mehr Arbeitsunfälle gab, als heute, gegenwärtig hingegen auf Grund der gefürchteten Durchblutungsstörungen bei schwerer Diabetes.

Von Ernährungsberatern weiß ich, dass die meisten Menschen mit Gewichtsproblemen erst beginnen nachzudenken, wenn der Leidensdruck für sie kaum noch erträglich ist.

Was mich persönlich immer wieder ärgert ist, dass es in den Diktaturen des vergangenen Jahrhunderts eine bedeutend bessere "Volksbewegung" gab. Die war natürlich organisiert und fast jeder musste mitmachen. Redet man mit den früheren Organisatoren der Kinder- und Jugendspartakiaden in der DDR, dann wird z.B. deutlich, welch hohen Stellenwert der ´Schul- und Freizeitsport damals hatte. Heute führt der Schulsport ein Schattendasein, so weit ich weiß, gibt es auch keine "Kleine Friedensfahrt" (an der ich auch mehrfach im Autodrom teilnahm) mehr und keine Wettbewerbe zwischen Klassen und Schulen.

Auch lernen immer weniger Kinder Schwimmen mit der Folge steigender Ertrinkungsfälle von Jahr zu Jahr, wie die DLRG mitunter schreibt. Und die Nordhäuser Straßenbahn wird für 500 m Strecke genutzt, statt diese zu Fuß zurückzulegen. Bewegung un Schwitzen ist vielfach uncool.
Schlimm finde ich auch, wenn mir ältere Menschen davon erzählen, wie sehr in der Nazizeit auf Sport und z.B.auch auf eine gute Körperhaltung geachtet wurde. Wir wissen ntürlich, welchen Zielen das diente. Aber wir haben es in der heutigen freien Gesellschaft wie so oft nicht geschafft, das Gute aus den Diktaturen mitzunehmen.

Apropos Laufen und Wandern: Meinen ersten Hunderter (100 km-Wanderung nonstop) absolvierte ich 1984 unter Führung eines Rostocker Lehrers, der in seiner Schule einen Wamderwettbewerb organisiert hatte. Es gab eine Rangliste mit den meisten pro Woche oder pro Jahr zurückgelegten Kilometern.

Die Resonanz, gefördet übrigens von den damaligen Jugendverantwortlichen, war so groß, dass bei Wanderfahrten, die Punkte im Wettbewerb brachten, die Plätze kaum ausreichten. Vierzehnjährige versuchten sich sogar an Hundertern, was sicherlich auch hinterfragt werden muss.

Wir brauchen in Deutschland eine sportliche Aufbruchsstimmung, um ganz, ganz großen medizinischen Problemen mit Milliarden Kosten und viel Leid zu entgehen.

Warum führen wir nicht wieder Kinder- und Jugenspartakiaden ein? Vielfach aber gehen ja schon die Eltern mit schlechtem Beispiel voran. Lehrer haben heute kaum noch Vorteile, wenn Sie sich "gesellschaftlich", z.B. im Schulsport überdurchschnittlich engagieren, wie dies vor der Wende der Fall war. Und wie in damaliger Weise Zwang ausüben, das geht heute auch nicht mehr.

Aber Lösungen müssen her, weil wir sonst an unserer Bewegungsarmut und deren Folgen zugrunde gehen und uns die Kosten das Sozialsystem sprengen. Motivierende, uneigennützige Eltern und Lehrer sind das Eine.
Schade eigentlich, dass die heutige Diktatur des Geldes andererseits bisher nicht in der Lage war, ihre Machtposition auszunutzen. Es müssen finanziell deutlich lukrative Systeme geschaffen werden, die den Druck auf bewegungsarme Zeitgenossen vergrößern. Z.B. sollte ein City- oder Parklauf oder aber andere Volkssportveranstaltungen regelmäßig und aller paar Wochen stattfinden. Für jede nachgewiesene Teilnahme senkt sich der Krankenkassenbeitrag um einen noch festzulegenden Betrag im kommenden Monat.

Ärzte müssen belohnt werden, wenn Sie statt schnell Blutdrucksenker, Bewegungsprogramme verordnen und ein System der strikten und finanziell sofort belohnten Erfolgskontrolle in Zusammenarbeit mit Sprtvereinen und Krankenkassen praktizieren.
Bonuspunkte wirken zu langfristig.

Ich selbst kaufe / jogge nicht mehr. Ausgiebiges Wandern und auch Bergsteigen hat sich für mich als optimal herausgestellt. - Es gibt viele Möglichkeiten, etwas zu tun.
Allen Organisatoren und Teilnehmern des Citylaufes viel Spaß und Erfolg.
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