Mi, 13:27 Uhr
20.08.2003
Lärm und Staub von der AOK
Nordhausen (nnz). In der Nordhäuser Dr.-Külz-Straße hat die AOK ihren Verwaltungssitz. Das Gebäude erhält in diesen Wochen ein neues Outfit. Und wo gearbeitet wird, da entstehen manchmal auch Lärm und Staub. Für eine Nordhäuser Familie hat das aber schon unerträgliche Ausmaße angenommen...
Die Arbeiten laufen über den gesamten Tag, eine Mittagsruhe wird nicht eingehalten. Aufgrund des Lärmes müssen die Fenster den ganzen Tag geschlossen sein, da man sonst in der Wohnung sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Eine Tatsache, die besonders jetzt im Sommer kaum zu ertragen ist. Darüber hinaus ist die Verschmutzung durch den feinen Sand und die mit Sicherheit nicht sehr gesunden Farb- und Putzreste, die abgestrahlt wurden, eine komplette Zumutung. Der Staub ist so feinkörnig, dass er durch jede Ritze kriecht und so selbst Verschmutzungen innerhalb der Wohnung verursacht. Weiterhin werden die Gebäude und Fenster in der Straße permanent verschmutzt, und auch auf und in den geparkten Fahrzeugen finden sich größere Mengen des Staubes. All das hat jetzt Dirk Daniel der Gesundheitskasse geschrieben.
Die Daniels haben kleine Kinder (15 Monate, Zwillinge), die ihren Mittagsschlaf halten möchten, es aber kaum können, weil die Lärmbelästigung den nicht zulässt. Überall findet man einen feinen Sandfilm auf Möbeln, Fußböden und selbst den Spielzeugen, was mit Sicherheit nicht gesund ist. Ordentlich lüften ist kaum möglich, weil man sich dadurch noch größere Mengen Staub in die Wohnung holt. Und so empfinden die Daniels die Bauarbeiten als einen Angriff auf die Gesundheit ihrer Familie und werden zudem durch zusätzliche Reinigungen und deren Kosten auf Trab gehalten
Eine Nachfrage der nnz bei der Nordhäuser AOK ergab, dass diese überhaupt nicht zuständig sei, denn das Haus würde einer Immobilienfirma in Suhl gehören. Doch auch in Suhl wollte man sich den Schwarzen Peter nicht zuschieben lassen. Man verwalte das Gebäude nur, Eigentümer sei die Thüringer AOK, ließ Laurat-Geschäftsführer Heimbach ausrichten. Das bestätigte schließlich deren Sprecher Jürgen Frühauf. Er machte aber auch klar, dass sich die Bauarbeiten im gesetzlichen Rahmen bewegen würden. Gleiches sagte auch eine Mitarbeiterin des Nordhäuser Landratsamtes. Die guckte sich in der vergangenen Woche die Baustelle an und stellte fest, dass eine gewisse Staubentwicklung bei Strahlarbeiten nicht zu vermeiden sei. Auch bei ihrer Behörde hätten sich bereits Anwohner beschwert.
Einen Hoffnungsschimmer gibt es für Familie Daniel und alle anderen Leidtragenden. Am Wochenende sollen die Strahlarbeiten abgeschlossen sein.
Autor: nnz
Die Arbeiten laufen über den gesamten Tag, eine Mittagsruhe wird nicht eingehalten. Aufgrund des Lärmes müssen die Fenster den ganzen Tag geschlossen sein, da man sonst in der Wohnung sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Eine Tatsache, die besonders jetzt im Sommer kaum zu ertragen ist. Darüber hinaus ist die Verschmutzung durch den feinen Sand und die mit Sicherheit nicht sehr gesunden Farb- und Putzreste, die abgestrahlt wurden, eine komplette Zumutung. Der Staub ist so feinkörnig, dass er durch jede Ritze kriecht und so selbst Verschmutzungen innerhalb der Wohnung verursacht. Weiterhin werden die Gebäude und Fenster in der Straße permanent verschmutzt, und auch auf und in den geparkten Fahrzeugen finden sich größere Mengen des Staubes. All das hat jetzt Dirk Daniel der Gesundheitskasse geschrieben.Die Daniels haben kleine Kinder (15 Monate, Zwillinge), die ihren Mittagsschlaf halten möchten, es aber kaum können, weil die Lärmbelästigung den nicht zulässt. Überall findet man einen feinen Sandfilm auf Möbeln, Fußböden und selbst den Spielzeugen, was mit Sicherheit nicht gesund ist. Ordentlich lüften ist kaum möglich, weil man sich dadurch noch größere Mengen Staub in die Wohnung holt. Und so empfinden die Daniels die Bauarbeiten als einen Angriff auf die Gesundheit ihrer Familie und werden zudem durch zusätzliche Reinigungen und deren Kosten auf Trab gehalten
Eine Nachfrage der nnz bei der Nordhäuser AOK ergab, dass diese überhaupt nicht zuständig sei, denn das Haus würde einer Immobilienfirma in Suhl gehören. Doch auch in Suhl wollte man sich den Schwarzen Peter nicht zuschieben lassen. Man verwalte das Gebäude nur, Eigentümer sei die Thüringer AOK, ließ Laurat-Geschäftsführer Heimbach ausrichten. Das bestätigte schließlich deren Sprecher Jürgen Frühauf. Er machte aber auch klar, dass sich die Bauarbeiten im gesetzlichen Rahmen bewegen würden. Gleiches sagte auch eine Mitarbeiterin des Nordhäuser Landratsamtes. Die guckte sich in der vergangenen Woche die Baustelle an und stellte fest, dass eine gewisse Staubentwicklung bei Strahlarbeiten nicht zu vermeiden sei. Auch bei ihrer Behörde hätten sich bereits Anwohner beschwert.
Einen Hoffnungsschimmer gibt es für Familie Daniel und alle anderen Leidtragenden. Am Wochenende sollen die Strahlarbeiten abgeschlossen sein.

