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Do, 19:47 Uhr
04.06.2026
Vor dem Stadtrat am kommenden Montag

CDU: Hortgebührensenkung ist populistisch

Im jüngsten Finanzausschuss der Stadt Nordhausen stimmten die Mitglieder mehrheitlich dafür, die Hortgebühren wieder von derzeit 40 Euro auf 25 Euro zu senken. Hierzu hat uns ein Statement der CDU-Stadtratsfraktion erreicht...

Erst vor kurzer Zeit wurden die Gebühren nach einer seriösen und nachvollziehbaren Kalkulation von 25 Euro auf 40 Euro angepasst. Diese Entscheidung erfolgte nicht aus Willkür, sondern war das Ergebnis der finanziellen Realität unserer Stadt und der gesetzlichen Verpflichtung, kommunale Leistungen wirtschaftlich und verantwortungsvoll zu finanzieren.
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Die nun angestrebte Rücknahme dieser Entscheidung würde den Haushalt der Stadt Nordhausen jährlich mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 106.455 Euro belasten. Geld, das an anderer Stelle dringend benötigt und dort zwangsläufig fehlen wird. Während zahlreiche Straßen sanierungsbedürftig sind, öffentliche Anlagen gepflegt werden müssen und wichtige Investitionen in die Infrastruktur aufgeschoben werden, verschärft die Gebührensenkung die ohnehin angespannte Haushaltslage weiter. Besonders kritisch sehen wir, dass notwendige Sanierungen städtischer Gebäude und Einrichtungen erneut in die Zukunft verschoben werden könnten.

Der bestehende Investitionsstau wird dadurch nicht kleiner, sondern größer. Wir halten es für falsch, den Bürgerinnen und Bürgern vorzugaukeln, dass Leistungen dauerhaft günstiger werden können, ohne dass dies an anderer Stelle Folgen hat. Jeder Euro, der auf Einnahmeseite bewusst aufgegeben wird, fehlt bei der Erfüllung kommunaler Pflichtaufgaben und bei Investitionen in die Zukunft unserer Stadt.

Die nun geforderte Senkung der Hortgebühren erscheint vor diesem Hintergrund vor allem als populistisches Signal zulasten einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Haushaltspolitik. Wer die Gebühren reduzieren will, muss den Bürgerinnen und Bürgern gleichzeitig ehrlich sagen, auf welche Maßnahmen, Investitionen oder Leistungen künftig verzichtet werden soll. Als Stadtratsfraktion stehen wir für eine solide Finanzpolitik, die die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger im Blick behält. Dazu gehört auch, unbequeme, aber notwendige Entscheidungen zu treffen, anstatt kurzfristigen politischen Beifall über die langfristige Handlungsfähigkeit unserer Stadt zu stellen.
Steffen Iffland, Fraktionsvorsitzender


Autor: red

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Kommentare
emmerssen
04.06.2026, 21:46 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Kritiker86
05.06.2026, 06:39 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Anna Lüst
05.06.2026, 06:41 Uhr
Es ist also populistisch,
wenn man die Eltern entlasten will?
Nach meinem Verständnis sollte der Hortbesuch kostenlos sein. Wer würde denn entlastet?
Eltern, die zum Schulende des Tages nicht zu Hause sein können, also in der Regel diejenigen, die arbeiten gehen.
Die sollen, nach feiner Staatsmanier, wieder mal geschröpft werden.
Meiner Meinung nach ist es eine Pflichtaufgabe der Stadt Nordhausen, die Eltern zu stützen, gerade im Hinblick auf die demographische Entwicklung.
Nach § 10 Abs. 2 ThürSchulG besteht für Schüler der Primarstufe ein Anspruch auf Förderung in einem Schulhort von Montag bis Freitag mit einer täglichen Betreuungszeit von 10 Stunden unter Anrechnung der Unterrichtszeit.
Und, Herr Iffland, ich möchte Ihre Zahl etwas ergänzen. Die Mindereinnahme der Stadt für 2026 beträgt 48384;75 €.
Das ist nahezu die gleiche Summe, mit welcher eine Trainerstelle (Vollzeit) des Zirkus „Zappelini“ 2026 gefördert werden soll. Hinzu kommen Förderungen für „Schrankenlos“, „Die Falken“ (da war doch was an der Oberschule in Schleife, Sachsen!) und andere Vereine und Institutionen in sechsstelliger Höhe.
Die Sportvereine möchte ich hier herausnehmen, sie holen schließlich die meisten Kinder von der Straße.
Also stellt sich nicht die Frage, OB eineStraße nicht saniert wird, sondern welche Ausgabe, die KEINE Pflichtaufgabe der Stadt ist, eingespart wird.
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