Do, 13:55 Uhr
21.08.2003
Das entscheidende Wort fehlt
Nordhausen (nnz). Der Entwurf zum Landesentwicklungsplan etabliert sich in den Nordhäuser Regionen zu einem beliebten Diskussionsthema. Das ist gut so, denn da gibt es aus Sicht der Region noch viel Klärungsbedarf. So auch bei einem Treffen im Landratsamt.
Da saßen sie nun schon wieder zusammen – der Landrat und die Bürgermeister. Doch in der Runde war auch ein Abteilungsleiter des Thüringer Innenministeriums zu finden. Dr. Debes erläuterte den kommunalen Größen des Landkreises die Passagen des LEP, die in den zurückliegenden Wochen zu erheblichen Befindlichkeiten geführt hatten.
Auch der Ministerielle sah in seinen Ausführungen die herausgehobene Rolle der Rolandstadt, ähnlich wie sie auch für den Verbund Suhl/Zella-Mehlis im Süden des Freistaates zu finden sei. Förderwürdig befand er das Zentrum im Norden. Das alles würde ja so auch im Entwurf drinstehen, nur nicht das entscheidende Wort: Oberzentrum. Mit Verlaub, das aber sollte schon reingeschrieben werden, waren die Nordhäuser auch heute dieser Ansicht.
Für Gesprächsstoff sorgte dann die Darstellung der Verkehrsachsen im Norden Thüringens. Wir erinnern uns: Da sollte die Bundesstraße 4 zwischen Nordhausen und Erfurt nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Aufgewertet werden soll die Verbindung zwischen der Landeshauptstadt und dem Wohngebiet des Ministerpräsidenten, die B 247, wie es ein Bürgermeister heute auf den Punkt brachte. In der Diskussion stellte Landrat Joachim Claus (CDU) denn auch noch mal klar, dass es zwei Möglichkeiten der Bewertung dieser Achsen gebe. Entweder beide seien als gleichrangig einzustufen oder beide fallen raus. Hintergrund: Für Joachim Claus sei die Zukunft der B 4 bereits im Bundesverkehrswegeplan festgeschrieben. Und die sehe da nicht so schlecht aus.
Interessant wurde es auch bei Thema Rohstoffabbau. Da soll im LEP ein förderfähiger Satz zu finden sein, offenbarte Dr. Debes den Diskutanten und Zuhörern. Abbauen sollten nur noch die regionalen Unternehmen dürfen, die den Rohstoff, also auch den Gips, auch vor Ort (in der Region) verarbeiten würden. Und da könne es für Betriebe außerhalb des Landes Thüringen eher schlecht aussehen. Ob allerdings diese Passage das LEP-Entwurfsstadium überleben wird? Diese Frage wollte der Landrat der nnz nicht beantworten. Denn bei der Beschlussfassung habe nun mal wieder die Politik das Ruder in der Hand.
Autor: nnzDa saßen sie nun schon wieder zusammen – der Landrat und die Bürgermeister. Doch in der Runde war auch ein Abteilungsleiter des Thüringer Innenministeriums zu finden. Dr. Debes erläuterte den kommunalen Größen des Landkreises die Passagen des LEP, die in den zurückliegenden Wochen zu erheblichen Befindlichkeiten geführt hatten.
Auch der Ministerielle sah in seinen Ausführungen die herausgehobene Rolle der Rolandstadt, ähnlich wie sie auch für den Verbund Suhl/Zella-Mehlis im Süden des Freistaates zu finden sei. Förderwürdig befand er das Zentrum im Norden. Das alles würde ja so auch im Entwurf drinstehen, nur nicht das entscheidende Wort: Oberzentrum. Mit Verlaub, das aber sollte schon reingeschrieben werden, waren die Nordhäuser auch heute dieser Ansicht.
Für Gesprächsstoff sorgte dann die Darstellung der Verkehrsachsen im Norden Thüringens. Wir erinnern uns: Da sollte die Bundesstraße 4 zwischen Nordhausen und Erfurt nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Aufgewertet werden soll die Verbindung zwischen der Landeshauptstadt und dem Wohngebiet des Ministerpräsidenten, die B 247, wie es ein Bürgermeister heute auf den Punkt brachte. In der Diskussion stellte Landrat Joachim Claus (CDU) denn auch noch mal klar, dass es zwei Möglichkeiten der Bewertung dieser Achsen gebe. Entweder beide seien als gleichrangig einzustufen oder beide fallen raus. Hintergrund: Für Joachim Claus sei die Zukunft der B 4 bereits im Bundesverkehrswegeplan festgeschrieben. Und die sehe da nicht so schlecht aus.
Interessant wurde es auch bei Thema Rohstoffabbau. Da soll im LEP ein förderfähiger Satz zu finden sein, offenbarte Dr. Debes den Diskutanten und Zuhörern. Abbauen sollten nur noch die regionalen Unternehmen dürfen, die den Rohstoff, also auch den Gips, auch vor Ort (in der Region) verarbeiten würden. Und da könne es für Betriebe außerhalb des Landes Thüringen eher schlecht aussehen. Ob allerdings diese Passage das LEP-Entwurfsstadium überleben wird? Diese Frage wollte der Landrat der nnz nicht beantworten. Denn bei der Beschlussfassung habe nun mal wieder die Politik das Ruder in der Hand.


