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Fr, 11:33 Uhr
10.02.2012

Scharff ist empört

Alexander Scharff, Vorsitzender des Nordhäuser Kreisverbandes der LINKEN, ist empört über die Aufhebung der Immunität der Bundestagsabgeordneten Caren Lay und Michael Leutert. Hintergründe für die Empörtheit mit einem Klick...

Scharff bei einer früheren Demo in Dresden (Foto: privat) Scharff bei einer früheren Demo in Dresden (Foto: privat)

Hintergrund ist, dass sich die Abgeordneten Lay und Leutert im vergangenen Jahr gegen den Naziaufmarsch in Dresden auf eine Kreuzung gestellt haben, was nun als „Sprengung“ der Nazi-Veranstaltung bezeichnet wird und strafrechtliche Konsequenzen haben soll.

Besonders pikant ist, dass die Staatsanwaltschaft nach einer Anzeige der NPD aktiv wurde und die Aufhebung der Immunität beider Abgeordnete beantragte. Gestern folgte der zuständige Ausschuss im Bundestag dem Antrag der Staatsanwaltschaft und setzte somit vier Tage vor dem nächsten Dresdener Nazi-Aufmarsch ein sehr fragwürdiges Zeichen.

„Ich kann nicht verstehen, wie nach rechtsextremen Terror und Morden so etwas geschehen konnte. Es ist schon abenteuerlich, wenn gerade die SPD der Aufhebung der Immunität zustimmt, obwohl sie selbst im ganzen Land zu den Gegenprotesten in Dresden aufruft. Darüber bin ich besonders enttäuscht, auch wenn sich die Situation in unserem Landkreis zum Glück anders
darstellt“, so Scharff.

Auf die Frage, welche Konsequenzen sich aus der strafrechtlichen Verfolgung linker Abgeordneter für die Nordhäuser Mobilisierung am kommenden Montag nach Dresden ergeben, antwortet Scharff: „Gar keine. Sonst verlieren wir neben der Immunität auch noch unserer Selbstachtung. Wir lassen uns weder einschüchtern, noch lassen wir uns unseren berechtigten und friedlichen
Protest verbieten."
Autor: nnz

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Kommentare
NDH62
10.02.2012, 12:33 Uhr
Das wahre Gesicht
Was soll ich dazu sagen. Wir leben eben in einem "Rechtsstaat". Und "Die Linke" wird wohl in diesem System nie hofiert werden.Im Gegenteil, es wird jede Möglichkeit genutzt, gegen uns zu schießen.

Die ganzen Rufe von Politikern der CDU und SPD gegen Rechts sind doch nicht wirklich ernst gemeint. Man muß ja wenigstens in der Öffentlichkeit ein klein wenig tun, als ob man sich gegen die Nazis wehrt.

Im Landkreis Nordhausen sind sich alle demokratischen Kräfte noch einig und leisten parteiübergreifend gemeinsamen Widerstand gegen Rechts. Möge es so bleiben und beispielhaft für das gesamte Deutschland sein.
Alanin
10.02.2012, 13:06 Uhr
Rechtsstaat gilt für jeden
Auch wenn es bitter klingt, aber auch die Rechten habe ihre Rechte. Wenn eine Demonstration genehmigt ist, muss man dies auch akzeptieren. Man kann gern Aktionen gegen diese Demo machen, aber diese müssen im rechtlichen Rahmen bleiben. Und daran hat sich auch die LINKE zu halten. Wer versuchen will die NPD zu verbieten und die Rechten zu bekämpfen muss dies mit legalen Mitteln tun. Auch wenn das Ziel ein Gutes ist und die Rechten eingedämmt gehören, muss dies auf eine Weise geschehen, die vom Rechtsstaat gestützt wird. Wer sich nicht an die Rechte und Pflichten des Staates hält, muss mit den Konsequenzen leben können, egal wie der Grund für den Gesetzesübertritt lautet.

Es geht nicht darum, dass hier irgendwer etwas gegen die Linke hat oder dass die Rechten hier irgendwie unterstützt werden sollen. Gesetze sind zum Halten da und das gilt für jeden, auch für die Linke.

Ich will der Aktion in Dresden nicht die Grundlage absprechen, ich würde mich selbst auf die Straße stellen und die Demo der Rechten verhindern, aber ich würde auch stolz mit den Konsequenzen leben und nicht weinerlich nach Ungerechtigkeit schreien...
txxx666
10.02.2012, 14:27 Uhr
Typisch
Die SPD "unterstützt das Bündnis Dresden Nazifrei" und fordert "BLOCKIEREN, BIS DER NAZIAUFMARSCH GESCHICHTE IST" - und lässt dann die Teilnehmer_innen von der Staatsanwaltschaft verfolgen.
http://misanthrope.blogger.de/stories/1999048/
Alanin
12.02.2012, 18:54 Uhr
die Realität ist wohl etwas anders...
Wenn die SPD zu den Protesten aufruft, ist das vollkommen ok. Wenn die NPD Strafanzeige gegen die Störer erstattet ist das vollkommen legitim. Wenn die SPD dann der Aufhebung der Immunität zustimmt ist das auch legitim, denn immerhin ist klar, dass die entsprechenden Personen vor Ort waren und es ist auch offensichtlich, dass eine Straftat begangen wurde. Warum sollte man dann die Augen verschließen? Auch wenn es in die Köpfe einiger nicht hinein geht, es ist vollkommen legitim und auf anderen Wegen kann man die NPD bzw. die Rechten nicht bekämpfen. Mit einer trotzköpfigen Haltung und Unfairness kann man die NPD nicht verbieten, das hat man beim ersten Verbotsantrag gesehen. Wenn man so etwas macht, dann richtig und dann auch auf allen Ebenen richtig, sonst gibt man der NPD nur unnütze Schützenhilfe und das muss nun wirklich nicht sein, dass sie die NPD bzw. die Rechten als Opfer von Ungerechtigkeit hinstellen kann.

Also aufhören wie ein Kleinkind jammern und erhobenen Hauptes zu den eigenen Taten stehen, ich würd's auch machen!
Retupmoc
13.02.2012, 09:11 Uhr
Guten Morgen @ all
Die Ursache, lieber Herr Scharff liegt daran, das man nicht einfach an so einem Tag die Aufmärsche von links und rechts verbietet. Das Ergebnis wäre, das die Bürger in Dresden keine Angst um Leben und Eigentum haben müssten und nichts zu ermitteln wäre. Die Leute die dort "demonstrieren" könnten heute und morgen ordentlich auf Arbeit gehen. (oder haben die alle keine Arbeit?) Das man trotzdem seine politischen Ansichten klar machen könnte, geht auch auf einem anderen Weg , zum Beispiel hier...

1. Ich würde jegliche Demos an diesem Tag in Dresden verbieten !
2. Ich würde diejenigen Leute einsperren, die den Holocaust leugnen, bzw. diese Dinge gutheißen.
3. Ich sage allerdings auch, das anglo/amerikanische Bomber Zivilopfer forderten.

Und dazu Herr Scharff muß ich keine Kreuzungen blockieren oder anderweitig gegen Gesetze verstoßen. Das man die Linke in diesem Staat sowieso auf dem Kieker hat, müssten Sie eigentlich nun endlich mal selbst wissen.
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