Mo, 10:10 Uhr
18.06.2012
Scherben statt Fabriken
Auf dem Gelände des künftigen Industriegebietes in der Goldenen Aue wird gebuddelt. Fast könnte man annehmen, dass hier irgendwelche Erschließungsarbeiten "abgehen". Doch dabei handelt es sich um einen Trugschluss...
Von einem Industriegebiet ist hier wirklich noch nichts zu sehen. Seit fast 15 Jahren wird geplant
So etwas wie ein offizieller Spatenstich sollte noch in der Amtszeit von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) ausgeführt werden. Doch dazu wird es nicht kommen. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, in der Politik verschiedener Ebenen spricht man nicht gern darüber.
Also wollen wir uns auf das Fachliche beschränken und da haben die Archäologen seit Monaten das Sagen und werden das wohl auch in den nächsten Monaten noch haben. "Auf diesem Areal befindet sich das größe Flächenprojekt in Nordthüringen, das jemals von uns bewerkstelligt wurde, die Goldene Aue ist etwas ganz Besonderes", kommt Dr. Mario Küßner vom Landesamt fast ins Schwärmen. Und dafür hat der Gebietsreferent für Nordthüringen seinen Grund. Die fruchtbaren und immer auf Grund ihrer topografischen Lage gut zu bearbeitenden Böden der Goldenen Aue sind eine wahre Schatzkammer für Archäologen, da sie ständig besiedelt waren und seit Jahrtausenden den Menschen Nahrung und Handelsware boten. Hinzu kommt, dass die Goldene Aue ein menschliches Durchzugsrevier vom Westen Deutschlands in den Mitteldeutschen Raum war.
Die Experten vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie wussten schon frühzeitig über die Ergiebigkeit der 100 Hektar Bescheid, denn die ersten Erkundungen waren mittels Detektoren vorgenommen worden.
Hinsichtlich der bisherigen Funde hüllen sich die Archäologen in Schweigen. Wohl auch deshalb, weil kurz nach Bekanntwerden die Hobbysucher die Areale umwühlen und Schätze vermuten. Dass soll in der Goldenen Aue vermieden werden, denn das, was hier gefunden wurde, soll erst wissenschaftlich aufgearbeitet und eingeordnet werden und danach der Öffentlichen zugänglich gemacht werden. Die negativen Erfahrungen der Fachleute mit einem Grabungsfeld bei Uthleben bestärken sie in dieser Verfahrensweise.
Bis Ende des Jahres sollen die genehmigten 50 Hektar untersucht worden sein. Dann ziehen die Archäologen weiter und es kommen die Bagger, die endlich mit der Erschließung des Areals beginnen können.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzVon einem Industriegebiet ist hier wirklich noch nichts zu sehen. Seit fast 15 Jahren wird geplant
So etwas wie ein offizieller Spatenstich sollte noch in der Amtszeit von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) ausgeführt werden. Doch dazu wird es nicht kommen. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, in der Politik verschiedener Ebenen spricht man nicht gern darüber.
Also wollen wir uns auf das Fachliche beschränken und da haben die Archäologen seit Monaten das Sagen und werden das wohl auch in den nächsten Monaten noch haben. "Auf diesem Areal befindet sich das größe Flächenprojekt in Nordthüringen, das jemals von uns bewerkstelligt wurde, die Goldene Aue ist etwas ganz Besonderes", kommt Dr. Mario Küßner vom Landesamt fast ins Schwärmen. Und dafür hat der Gebietsreferent für Nordthüringen seinen Grund. Die fruchtbaren und immer auf Grund ihrer topografischen Lage gut zu bearbeitenden Böden der Goldenen Aue sind eine wahre Schatzkammer für Archäologen, da sie ständig besiedelt waren und seit Jahrtausenden den Menschen Nahrung und Handelsware boten. Hinzu kommt, dass die Goldene Aue ein menschliches Durchzugsrevier vom Westen Deutschlands in den Mitteldeutschen Raum war.
Die Experten vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie wussten schon frühzeitig über die Ergiebigkeit der 100 Hektar Bescheid, denn die ersten Erkundungen waren mittels Detektoren vorgenommen worden.
Hinsichtlich der bisherigen Funde hüllen sich die Archäologen in Schweigen. Wohl auch deshalb, weil kurz nach Bekanntwerden die Hobbysucher die Areale umwühlen und Schätze vermuten. Dass soll in der Goldenen Aue vermieden werden, denn das, was hier gefunden wurde, soll erst wissenschaftlich aufgearbeitet und eingeordnet werden und danach der Öffentlichen zugänglich gemacht werden. Die negativen Erfahrungen der Fachleute mit einem Grabungsfeld bei Uthleben bestärken sie in dieser Verfahrensweise.
Bis Ende des Jahres sollen die genehmigten 50 Hektar untersucht worden sein. Dann ziehen die Archäologen weiter und es kommen die Bagger, die endlich mit der Erschließung des Areals beginnen können.
Peter-Stefan Greiner





