Das Jahr 2017 ist für die evangelischen Christen ein besonderes. Ein halbes Jahrtausend zuvor hatte ein gewisser Martin Luther Thesen an eine Kirche in Wittenberg angenagelt. Die verursachten zwar keine Revolution, immerhin aber eine Reformation. In Nordhausen soll mit einem Denkmal daran erinnert werden...
Rehahn bei seinem Vortrag (Foto: nnz)
Ein Luther-Workshop soll nun die Idee der Errichtung eines reformatorischen Denkmals voranbringen. Er soll ein theoretisches Input für ein zeitgenössisches Denkmal sein, wie die zweite Beigeordnete der Nordhäuser Stadtverwaltung, Hannelore Haase, erläuterte. Zuerst aber wurden die Workshop-Teilnehmer, unter denen leider wenige interessierte Bürger zu finden waren, gab es einen Vortrag über Luther-Denkmale in Deutschland.
Diesen Part übernahm der Theologe Dr. Martin Rehahn und berichtete über die verschiedenen Darstellungsformen von Luther. Zum Beispiel mal mit geschlossener, mal mit geöffneter Bibel.
Wenig Interesse (Foto: nnz)
Im Anschluss an die vortragende Einstimmung sollten sich die Teilnehmer des Arbeitsladens in Gruppen mit der Konzeption auseinandersetzen. Mangels fehlender Teilnehmer wurde aus dem dünn besetzten Auditorium heraus diskutiert. Allen voran Barbara Rinke, die sich heftig gegen eine moderne Form des künftigen Denkmals aussprach.
Sie fordert sogar eine theologische Grundsatzdiskussion im Vorfeld. Für Gisela Hartmann gar, gehöre das künftige Denkmal zum neuen Gesicht von Nordhausen. Und so weiter...
Der Rotary Club, der das alles vor einem Jahr "angestoßen" hatte, machte darauf aufmerksam, dass jetzt langsam aber sicher klar sein müsste, was man wolle, dass eine Symbiose zwischen Historie und Moderne nicht die schlechteste Variante sei und dessen Vertreter forderte, endlich auch mal darüber nachzudenken, dass man Fördermittelanträge stellen müsse.
Denn in Berlin, wo in dem Fördermitteltopf für das Luther-Jubiläum gerührt wird, dort wartet man beileibe nicht auf Nordhausen, auch wenn Nordhausen sich selbst Luther-Stadt nennt, obwohl der Martin nur zwei- oder dreimal hier Station gemacht haben soll. Peter-Stefan Greiner
Liebe Frau Hase, als Linke, sind Sie vermutlich Ateist. Nach Nordhausen gehört wenn überhaubt nur der alte Luther oder ein anderer alter Abguss. Künstler haben da mit Moderne nichts zu suchen. Schauen Sie sich den Engel in der Flohburg an. Dann lieber kein Luther.
Nordhausen sonst weiter keine anderen Sorgen hat als ein Lutherdenkmal zu errichten, so beneide ich die Verantwortlichen!!!
Wer so viel Geld über hat - klasse Haushalt der Stadt Nordhausen!!
ob Nordhausen unbedingt ein Lutherdenkmal braucht! Ein schöner funktionierender Springbrunnen mit ausreichend Sitzgelegenheiten und Grünanlagen ständen dem neuen Blasikirchplatz besser zu Gesicht! Eben ein Platz zum verweilen und ausspannen, was braucht`s da den Luther, wo wir dem Reformator doch schon mit einer Büste und einem ganzen Platz würdigen. Reicht das nicht?
Mein Vorschlag ist, die Rotarys und die evangelischen Gemeinden bezahlen ihr Lutherdenkmal allein, ohne Steuergelder. Die Stadt hält sich da raus. Dieses Denkmal wird dann direkt im Garten des Nordhäuser Doms platziert. Das wäre ein schönes Beispiel für Ökumene. Noch eine Bank davor gesetzt, für den Nordhäuser Domprobst und Frau Barbara Rinke, wo sie genüsslich theologische Grundsatzdiskussionen führen können. Nur verschont uns Ungläubige mit religiösen Missionen!
1.Ist es wahr?
2.Ist es fair für alle Beteiligten?
3.Wird es Freundschaft und guten Willen fördern?
4.Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen?
1. Passt. 2.; 3. und 4. kann man m.E. verneinen. Aber ich bin kein Rotarier und muss mir diese Fragen gar nicht stellen.
Wer zahlt schafft an, dass ist meine Philosophie. Und wenn die Rotarier gerne dieses Denkmal haben möchten, bitteschön. Aber ohne Fördermittel und Geld aus den öffentlichen Haushalten.