Auf der Flur zwischen dem Nordhäuser Tierheim und dem Ortsteil Hesserode sind jetzt auf einer Länge von rund einem Kilometer Länge einheimische Obstbäume gepflanzt worden...
Gepflanzt (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)Von links: Geplant wurden die Pflanzungen von Björn Diener, finanziert von Reiner Pommer und Kurt Meyer von der Firma MP Strom, gepflanzt hat die Baumschule von Baumschulmeister Christian August. Koordiniert wurde durch Sven Gerwien und Axel Axt von der Stadtverwaltung
Auf Teilen der Strecke markieren die jungen Bäume zugleich den Verlauf eines historischen Wanderwegs, der jetzt wieder belebt wird. Er war im Laufe der Jahrzehnte unter den Pflug gekommen, sagte Axel Axt vom Nordhäuser Amt für Zukunftsfragen und Stadtentwicklung.
Finanziert wird die Pflanzung von der Firma MP Strom. Diese verpflichtete sich zu diesen Neupflanzungen als Ausgleich für Fällungen in Nordhausens Ortsteil Hörningen. Dort hatte das Nordhäuser Unternehmen Windräder gebaut. Da vor Ort in Hörningen keine Nachpflanzungen sinnvoll gewesen wären, haben wir hierher umgelenkt. Mit den neuen Pflanzungen wird eine bislang ausgeräumte Agrarlandschaft wiederbelebt, so Axt.
Diese Meldung klingt aufden ersten Blick natürlich gut. Das Pflanzen von Obstbäumen in einer ausgeräumten Agrarlandschaft ist immer zu empfehlen. Aber: Wird wirklich genauso viel nachgepflanzt, wie insgesamt gefällt wird? Was ist mit dem Ausgleich der offenbar längst in Vergessenheit geratenen Fällungen am Hagen, in Nordhausen Ost, zwischen Werther und Wolkramshausen, im und am Stadtpark, bei Branderode u.s.w.?
Diese Meldung suggeriert dem weniger sehenden Leser, dass doch alles für unsere Bäume getan werde. Dem aber entspricht zumindest augenscheinlich die Realität. Eine Einzelmaßnahme ist gewiss sinnvoll. Sie nützt aber insgesamt wenig, wenn mehr an Allebäumen gefällt, als offenbar nachgepflanzt wird.