Di, 17:02 Uhr
03.09.2013
Belanglose Zahlen
Sie stehen nicht für ihre Kurzweiligkeit, wohl aber für die Kürze des öffentlichen Teils – die Sitzung des beschließenden Finanzausschusses. Für die Öffentlichkeit sind sie deshalb weniger erquicklich...
Das ist jedoch an sich schon schlimm, die Steigerungsform besteht jedoch darin, dass die Mitglieder des Ausschusses es nicht gern sehen, wenn sich die Presse in die Abgeschiedenheit einmischt. Das beginnt bereits mit der Aufstellung der Tagesordnung, wofür die Vorsitzende des Ausschusses und der entsprechende Fachbereich zuständig sind. Die sortiert Öffentlichkeit und Geheimniskrämerei.
Also erst einmal die Öffentlichkeit: Da wurde die Bandbreite der Kinderbetreuung in Nordhausen erklärt, mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation natürlich. Viele bunte Bilder ließ Sachgebietsleiterin Nadin Myler über die weiße Wand flimmern und begann im Urschleim der Gesetzlichkeiten, wie dem Thüringer Kindertagesstättengesetz. Wie immer wird da für die voraussichtlich Blinden vorgelesen, was ohnehin an die Wand geworfen wird. Und wer zum Beispiel nicht wusste, dass für die Bedarfsplanung der Träger der Jugendhilfe, also der Landkreis Nordhausen, zuständig ist, der wurde spätestens jetzt und heute aufgeklärt und ist damit prädestiniert, im nächsten Jahr erneut für den Stadtrat zu kandidieren.
1934 Kita-Plätze waren im vergangenen Jahr als Kapazität in der Stadt Nordhausen vorhanden, davon waren 90 Prozent ausgelastet. Weitere Plätze sollen in den kommenden Monaten im ökumenischen Kindergarten (Krippenplätze) oder im Regenbogen-Haus in Nordhausen-Ost geschaffen werden. Hier könnten zwei Gruppen im Kindertreff Katz-Maus zur Verfügung gestellt werden, da diese Räume sehr großzügig geplant wurden. Vermutlich wurde bei diesem Teil der Planung genauso großzügig mit dem Geld verfahren wie im Kühllager dieses Hauses (siehe nnz-Archiv).
Das war es dann, was der Öffentlichkeit als Brocken hingeschmissen wurde und die Mitglieder des Ausschusses schienen förmlich erleichtert, nicht mehr unter Beobachtung zu stehen. Interessant ist jedoch immer zu beobachten, wer am großen Tisch im Europazimmer des Rathauses aus der Verwaltung noch so Platz nimmt. Diesmal waren es zum Beispiel der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Wolfram Theilemann und die Chefin des Kunsthauses, Susanne Hinsching. Daraus kann man angesichts der Situation um die Zukunft der Himmelgarten-Bibliothek schlussfolgern, dass es um einen neuen Verwahrvertrag, um Probleme, um noch mehr Geld geht. All das aber hat den gemeinen Bürger nicht zu interessieren. Schließlich ist es sein Steuergeld, mit dem dort jongliert wird.
Aber, seien Sie gewiss, liebe interessierte Leser der nnz: Irgendwann kommt alles einmal ans Tageslicht. Auch wenn sich die vermeintlichen Machthaber in Politik und Verwaltung dagegen wehren.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redDas ist jedoch an sich schon schlimm, die Steigerungsform besteht jedoch darin, dass die Mitglieder des Ausschusses es nicht gern sehen, wenn sich die Presse in die Abgeschiedenheit einmischt. Das beginnt bereits mit der Aufstellung der Tagesordnung, wofür die Vorsitzende des Ausschusses und der entsprechende Fachbereich zuständig sind. Die sortiert Öffentlichkeit und Geheimniskrämerei.
Also erst einmal die Öffentlichkeit: Da wurde die Bandbreite der Kinderbetreuung in Nordhausen erklärt, mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation natürlich. Viele bunte Bilder ließ Sachgebietsleiterin Nadin Myler über die weiße Wand flimmern und begann im Urschleim der Gesetzlichkeiten, wie dem Thüringer Kindertagesstättengesetz. Wie immer wird da für die voraussichtlich Blinden vorgelesen, was ohnehin an die Wand geworfen wird. Und wer zum Beispiel nicht wusste, dass für die Bedarfsplanung der Träger der Jugendhilfe, also der Landkreis Nordhausen, zuständig ist, der wurde spätestens jetzt und heute aufgeklärt und ist damit prädestiniert, im nächsten Jahr erneut für den Stadtrat zu kandidieren.
1934 Kita-Plätze waren im vergangenen Jahr als Kapazität in der Stadt Nordhausen vorhanden, davon waren 90 Prozent ausgelastet. Weitere Plätze sollen in den kommenden Monaten im ökumenischen Kindergarten (Krippenplätze) oder im Regenbogen-Haus in Nordhausen-Ost geschaffen werden. Hier könnten zwei Gruppen im Kindertreff Katz-Maus zur Verfügung gestellt werden, da diese Räume sehr großzügig geplant wurden. Vermutlich wurde bei diesem Teil der Planung genauso großzügig mit dem Geld verfahren wie im Kühllager dieses Hauses (siehe nnz-Archiv).
Das war es dann, was der Öffentlichkeit als Brocken hingeschmissen wurde und die Mitglieder des Ausschusses schienen förmlich erleichtert, nicht mehr unter Beobachtung zu stehen. Interessant ist jedoch immer zu beobachten, wer am großen Tisch im Europazimmer des Rathauses aus der Verwaltung noch so Platz nimmt. Diesmal waren es zum Beispiel der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Wolfram Theilemann und die Chefin des Kunsthauses, Susanne Hinsching. Daraus kann man angesichts der Situation um die Zukunft der Himmelgarten-Bibliothek schlussfolgern, dass es um einen neuen Verwahrvertrag, um Probleme, um noch mehr Geld geht. All das aber hat den gemeinen Bürger nicht zu interessieren. Schließlich ist es sein Steuergeld, mit dem dort jongliert wird.
Aber, seien Sie gewiss, liebe interessierte Leser der nnz: Irgendwann kommt alles einmal ans Tageslicht. Auch wenn sich die vermeintlichen Machthaber in Politik und Verwaltung dagegen wehren.
Peter-Stefan Greiner


