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Fr, 15:22 Uhr
25.04.2014

Feiern und Wandern

In Neustadts Ortsteil Osterode wurde heute der erste Wanderparkplatz des Naturparks Südharz mit einem großen Fest eingeweiht. Inge Klaan, Thüringer Staatssekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, pflanzte gemeinsam mit Neustädter und Osteröder Kindern den Baum des Jahres...


Osterode erfährt mit diesem Wanderparkplatz eine Aufwertung auch mit Blick auf das 800jährige Jubiläum, das die Gemeinde in anderthalb Jahren feiern wird, begrüßte Neustadts Bürgermeister Dirk Erfurt die anwesenden Politiker und Wanderfreunde. Das Bauunternehmen TiRo Neu GmbH hat die Fläche und das Material zur Verfügung gestellt.

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Früher gab es hier eine Gaststätte und dann einen Konsum, berichtete Niels Neu vom Bauunternehmen, das 1998 die Fläche eigentlich für Eigentumswohnungen erworben hatte. In Abstimmung mit der Gemeinde Neustadt wurde jedoch im vergangenen Jahr das Projekt „Wanderparkplatz“ gestartet. Die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und den Vereinen war problemlos und nun wurde aus dieser Idee Wirklichkeit, sagte der naturverbundene Ilfelder.

Aus Projektmitteln des Landkreises wurde eine mehrteilige Informationstafel für die Wanderer finanziert. Zwei Sitzbänke stiftete der Harzclub, freute sich Dirk Erfurt. In den kommenden Wochen wird eine weitere Sitzgruppe aufgestellt. Jetzt sucht die Gemeinde noch einen Namen für diesen Wanderparkplatz. Vorschläge werden ab sofort in der Neustadt Information entgegen genommen.

Elias und Louis Benkenstein stellten die Trauben-Eiche, den Baum des Jahres 2014, vor. Gemeinsam mit der Staatssekretätin Inge Klaan pflanzten die Neustädter und Osteröder Kinder am Rande des Wanderparkplatzes diesen Baum.

Auf drei Wanderrouten konnten die Wandergruppen die Umgebung erkunden. Alexander Ibe führte durch das Karstgebiet, Ulrike Tuschy stellte den Harzer Sagenpfad vor und Luchsexperte Ole Anders wanderte auf den Spuren des Luchses gemeinsam mit Landrätin Birgit Keller, Nils Neu und anderen Wanderfreunden zur Köhlerei Ibe.

In Ilfeld wurde bereits ein Luchs gesichtet, erläuterte der Experte, der auch eine Handantenne mitbrachte. Wir sind also mitten in einem Luchsgebiet, freute sich Anders. Mit dieser Antenne können die Luchse, insofern sie ein entsprechendes Halsband tragen, bis zu 15 km weit geortet werden. Heute jedoch wurde kein Tier gesichtet.

Kritisch sieht Richard Ibe die Ansiedlung der großen Katze, denn zu ihren Beutetieren gehören Rehe und auch Kälber. Der Bauer lebt von der Landwirtschaft und befürchtet, dass der Luchs auch Beutetiere auf seiner Kuhweide sucht. Es ist keiner gegen die Luchse aber die Anzahl, vom Harz bis zu Hainleite sind rund 60 Luchse heimisch, gibt uns zu denken, sagte Ibe.

Für Kompensationszahlung, also Ausgleichszahlungen für tote Tiere, stehen in Thüringen noch keine Haushaltsmittel bereit. Die Politik sollte hier schnell handeln, im Nachbarbundesland Niedersachsen gibt es diese Ausgleichszahlungen schon, berichtete Ole Anders. "Ich bin kein Ideologe, wir haben im Moment die Situation, dass der Luchs einen hohen Schutzstatus hat, was in 50 Jahren sein wird weiß keiner", so der Experte. Ziel ist eine gesicherte Luchs-Population, der begrenzende Faktor ist der Lebensraum der Tiere.

Köhlerei Ibe ist ein Familienbetrieb mit einer sehr langen Tradition. Über 300 Jahre produzieren sie schon Holzkohle, die mittlerweile so beliebt ist, dass sie bis nach Berlin verkauft wird. Wir verwenden hier hartes Holz, denn das ergibt eine harte Kohle und die ist gut für den Grill, erläuterte Otto Ibe, der gerade einen Holzkohlemeiler erntete. Er ist einer der letzten Köhlermeister im Südharz.
Sandra Witzel
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Gefeiert und gewandert (Foto: Sandra Witzel)
Autor: red

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Kommentare
Supergeil
25.04.2014, 23:47 Uhr
unfassbar
Aus Bild und Text schließe ich auf die Anwesenheit von Grund, Primas, Keller, Nüßle, Klaan etc. Haben die alle nichts weiter zu tun, als eine geschotterte Freifläche einzuweihen. Jeder der genannten kostet uns mehr als 500,- Euro pro Tag. Ist in Thüringen alles so weit im Lot, daß man an einem Arbeitstag gemeinsamn wandert. Ich empfinde das als langsam unerträglich. Mir tun die Abgaben, die zur Finanzierung dieses Personals geleistet werden echt weh und ich wünschte, daß dafür auch gearbeitet wird.
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