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Di, 06:35 Uhr
29.04.2014

Licht und Schatten am Karstwanderweg

Die nnz hatte gestern die nächste Sonntagswanderung entlang des Karstwanderweges angekündigt. Dazu gibt es kritische Anmerkungen eines Lesers dieser Zeitung...


Sicher ist der Gipsabbau (wohl oder übel) einTeil des Karstwanderweges. Natürlich kann man hier einzigartige Naturund geologische Phänomene sehen, aber der Karstwanderweg ist in der Realität auch ein Wanderweg von Steinbruch zu Steinbruch. Da gilt es also kritisch zu bleiben.

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Dann kann man nämlich interessante Kommunikationsstrategien zwischen den Zeilen erkennen. Es liegt nämlich die Frage nahe, ob nicht der Karstwanderweg für manch einen "Protagonisten" (-im wahrsten Sinne des Wortes!) nicht vor allem eine PR-Strategie darstellt und dabei die Interessen mit anderen Partnern des Karstwanderweges vielleicht sogar etwas divergieren.

Dipl. Ing. E. Zimmer aus Walkenried führt durch die Natur und zeigt dabei zum Beispiel "Einblicke in eine kleine aber aktive Abbaustätte". Soll hier dem Naturfreund und Wanderer vielleicht sogar vermittelt werden, dass das alles eigentlich gar nicht so schlimm sei, nämlich räumlich und zeitlich eng begrenzt??

Wir erinnern uns: Dipl. Ing. Elmar Zimmer, Werksleiter des Gipsunternehmens Saint-Gobain Formula, das unter anderem mit dem Steinbruch Röseberg einen derartigen Eingriff in die ach so schöne Gipskarstlandschaft von Walkenried vornimmt, dass man wahrlich nicht mehr verharmlosend von einer "kleinen aber aktiven Abbaustätte" sprechen kann (weitere Begehrlichkeiten in unserer Region natürlich nicht auszuschließen)...

In Personalunion ist Herr Zimmer übrigens Vorsitzender des "Fördervereins Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg", dem Verein, der es sich auf die Fahne geschrieben hat, "Kunst, Kultur und Denkmalspflege im Hinblick auf den Werkstoff [sic!] Gips" zu fördern und "die Förderung der Heimatpflege und der Heimatkunde sowie des Karstwanderweges, insbesondere ... die Darstellung der Geologie, Geschichte, Gewinnung,Verarbeitung, Anwendung und Verbreitung des Gipses sowie dernaturräumlichen Gegebenheiten..." zu betreiben.
Dr. Christian Marx, Nordhausen
Autor: red

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