Di, 17:05 Uhr
29.04.2014
Gleichberechtigung für alle
Inklusion fängt im Kopf an, sagte heute Frank Wittig, ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter des Landkreises Nordhausen, anlässlich des Protestages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Zu einer Veranstaltung hatte der Ortsverband Ilfeld des Sozialverband VdK eingeladen…
Der Verband der Kriegsopfer hatte sich 1990 in Thüringen gegründet, berichtete Sylvia Schmidt, Vorsitzende des Ortsverbandes, zur Eröffnung. In Nordthüringen gibt es mittlerweile 13 Verbände und die Arbeit des Sozialverbandes hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Neben sozialpolitischer Einflussnahme ist auch rechtliche Beratung immer wichtiger geworden.
Seit 2001 arbeitet der Verband mit der Aktion Mensch zusammen. Hier bietet sich die Möglichkeit, sich mit aktuellen Themen auseinander zu setzen, in diesem Jahr mit der Idee einer inklusiven Gesellschaft. Es wird ein Aktionsplan für die Kreisebene gebraucht, sagte Bernd Reiber, Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes. Aus der Theorie soll Praxis werden, deshalb arbeiten wir mit der Fachhochschule Nordhausen zusammen, so Reiber.
Inklusion im Schulbereich ist noch immer ein Reizthema, berichtete der Behindertenbeauftragte des Landkreises. Unter dem Strich stand die Schließung der Förderschulen im Raum. So weit sind wir aber nicht, denn die Förderschulen sind wichtig. Er lobte die Arbeit der Nordhäuser Lessingschule, denn hier wird Inklusion gelebt. Sehgeschädigte, Körperbehinderte und emotional-sozial Geschädigte können hier mit anderen Schülern gemeinsam lernen. Auch für die Nordthüringer Werkstätten ist das Thema Inklusion interessant. Die Teilhabe von Menschen mit Handicap wird hier praktiziert. Die insgesamt 550 Beschäftigten können sich in allen Arbeitsbereichen ausprobieren, berichtete Joachim Claus, der seit 2012 Jobcoach bei den Nordthüringer Werkstätten ist.
Er setzt sich für die Werkstattbeschäftigten ein, die auf dem ersten Arbeitsmarkt aktiv werden möchten. Grundsätzlich gibt es viele Unternehmen die bereit sind, Menschen mit Handicap zu beschäftigen, sei es als Praktikanten oder über einen ausgelagerten Arbeitsplatz. Lediglich der vollständige Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt gestaltet sich schwierig, denn bei einer Entlassung müssten diese Arbeitnehmer zwei bis drei Jahren auf einen neuen Werkstattplatz warten. Dieses Problem muss noch gelöst werden.
Sandra Witzel
Autor: redDer Verband der Kriegsopfer hatte sich 1990 in Thüringen gegründet, berichtete Sylvia Schmidt, Vorsitzende des Ortsverbandes, zur Eröffnung. In Nordthüringen gibt es mittlerweile 13 Verbände und die Arbeit des Sozialverbandes hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Neben sozialpolitischer Einflussnahme ist auch rechtliche Beratung immer wichtiger geworden.
Seit 2001 arbeitet der Verband mit der Aktion Mensch zusammen. Hier bietet sich die Möglichkeit, sich mit aktuellen Themen auseinander zu setzen, in diesem Jahr mit der Idee einer inklusiven Gesellschaft. Es wird ein Aktionsplan für die Kreisebene gebraucht, sagte Bernd Reiber, Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes. Aus der Theorie soll Praxis werden, deshalb arbeiten wir mit der Fachhochschule Nordhausen zusammen, so Reiber.
Inklusion im Schulbereich ist noch immer ein Reizthema, berichtete der Behindertenbeauftragte des Landkreises. Unter dem Strich stand die Schließung der Förderschulen im Raum. So weit sind wir aber nicht, denn die Förderschulen sind wichtig. Er lobte die Arbeit der Nordhäuser Lessingschule, denn hier wird Inklusion gelebt. Sehgeschädigte, Körperbehinderte und emotional-sozial Geschädigte können hier mit anderen Schülern gemeinsam lernen. Auch für die Nordthüringer Werkstätten ist das Thema Inklusion interessant. Die Teilhabe von Menschen mit Handicap wird hier praktiziert. Die insgesamt 550 Beschäftigten können sich in allen Arbeitsbereichen ausprobieren, berichtete Joachim Claus, der seit 2012 Jobcoach bei den Nordthüringer Werkstätten ist.
Er setzt sich für die Werkstattbeschäftigten ein, die auf dem ersten Arbeitsmarkt aktiv werden möchten. Grundsätzlich gibt es viele Unternehmen die bereit sind, Menschen mit Handicap zu beschäftigen, sei es als Praktikanten oder über einen ausgelagerten Arbeitsplatz. Lediglich der vollständige Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt gestaltet sich schwierig, denn bei einer Entlassung müssten diese Arbeitnehmer zwei bis drei Jahren auf einen neuen Werkstattplatz warten. Dieses Problem muss noch gelöst werden.
Sandra Witzel




