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Do, 14:37 Uhr
01.07.2004

Führungen durch die Kunst

Nordhausen (nnz). Das Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen bietet jetzt an vier Sonntagen, dem 4. und 18. Juli sowie dem 1. und 15. August, interessierten Besuchern Führungen an. Was den Geführten geboten wird, das erfahren Sie von Susanne Hinsching mit einem Klick auf MEHR.


Die Führungen gibt es zur derzeitigen Ausstellung „Rheinische Künstler/Künstler am Rhein – Grafik, Malerei, Objektkunst von Immendorff bis Beuys“. Unter diesem Titel sind derzeit noch bis 5. September im Kunsthaus zahlreiche kunsthistorische Kostbarkeiten der deutschen Kunstszene des 20. Jahrhunderts zu sehen. Die Regionen des Rheinlandes, die bereits seit der Gründung Kölns die Zentren der Kunst und Kultur in Germania bildeten, ziehen auch in der Gegenwart die Großen der deutschen Kunst in ihren Bann. Die Nordhäuser Ausstellung „Rheinische Künstler/Künstler am Rhein“ präsentiert 95 Arbeiten von 32 verschiedenen Künstlern, welche die Inspirationen des Rheines genutzt haben oder selbst das künstlerische Klima dieser Region prägten bzw. prägen. Es finden sich unter ihnen sowohl gebürtige Rheinländer als auch Künstler, die es für kurze oder längere Zeit an den Rhein, insbesondere die Region Köln, Düsseldorf, Bonn gezogen hat.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die 15 phantastischen, handsignierten Grafiken des deutsch-amerikanischen Künstlers Max Ernst, der zu den bedeutendsten Künstlern des Surrealismus zählt. Die ausgestellten Blätter von Ernst zeigen, dass sein grafisches Oeuvre zwar abstrakter als seine Malerei, aber ebenfalls von stark halluzinatorischer Kraft ist. Zu den zeitgenössischen Highlights der Ausstellung zählen die an Strichmännchen und prähistorische Zeichen erinnernden Lithographien des Künstlers A. R. Penck, die typisch für das Schaffen des Düsseldorfer Kunstprofessors sind, ebenso die Arbeiten von Jörg Immendorff und Sigmar Polke. Einen weiteren großen Schwerpunkt der Ausstellung nimmt als Vertreter der Kölner Aktions- und Objektkunst der gebürtige Mecklenburger H. A. Schult ein, dessen Vorliebe für das Motiv „Auto“ nicht nur in der Skulptur „Fetisch Auto“ dem Besucher deutlich wird.

Die meisten der ausgestellten Kunstwerke stammen aus der Ilsetraut-Glock-Grabe-Stiftung, die im Kunsthaus Meyenburg seit 2002 ihren Sitz hat und derzeit über 500 Originalgrafiken namhafter Künstler – z.B. Barlach, Miró und Matisse – umfasst. Ein Großteil der bis zum 5. September präsentierten Kunstwerke aus der Stiftung sind erstmals im Kunsthaus zu sehen. Die Grafiksammlung wird ergänzt durch 25 Werke, die als Leihgaben von Frau Ilsetraut Glock-Grabe eigens für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt worden sind.

Kunsthaus Meyenburg, 99734 Nordhausen, Alexander-Puschkin-Str. 31, Tel. 0 36 31 / 88 10 91, E-Mail: kunsthaus@nordhausen.de, www.nordhausen.de
Autor: nnz

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