Do, 19:39 Uhr
08.07.2004
Zwei Neue verstärken Wacker 90
Nordhausen (nnz). Gestern Nachmittag hatte der Präsident des Fußballvereins Wacker 90 Nordhausen zur Pressekonferenz geladen. Zur Sprache kam aber nicht nur die sportliche Zielstellung für die kommende Saison, auch Kritik an der Stadtverwaltung wurde geübt.
Präsident Hans-Peter Kell redete nicht lange um den heißen Brei herum, sondern kam schnell zur Sache. Das Abschneiden der 1. Mannschaft war enttäuschend, da gibt es keine Ausreden oder Schönfärberei. Die Ursachen dafür lagen hauptsächlich in den unkontinuierlichen Leistungen der Schützlinge von Trainer Uwe Etzrodt. Das soll sich im Jahr des 100. Jubiläums des Vereins unbedingt ändern. Bei der Suche nach neuen, in die Mannschaft passende Spieler hatte man Erfolg.
Mit der Verpflichtung von Steve Becker, einem 18-jährigen Talent aus Holzthaleben, und dem 33-jährigen Tschechen Marcel Svejdik vom Oberligisten Eintracht Sondershausen hofft man, in der Meisterschaftsrunde 2004/05 besser abzuschneiden. Aus den A-Junioren rücken Claus Weinholdt, Christian Ketzmann, Matthias Emde, Steve Schnause, Christian Missbach und Steve Jochmann in den Männerbereich. Sie gelten als hoffnungsvolle Talente, die sicher ihren Weg machen und die auch ab und an in der 1. Mannschaft zum Einsatz kommen werden. Als Abgänge sind Marcel Verkouter zu SV Südharz Walkenried und Sören Wenzel nach Eschwege zu verzeichnen. Die Abgänge sind zu verschmerzen, denn beide Spieler waren keine echten Leistungsträger.
Als Zielstellung nannte Kell für die Landesklasse-Elf, die mit einem 18-Mann-Kader in die neue Saison startet, einen Platz an der Spitze. Die ebenfalls 18 Spieler umfassende 2. Mannschaft soll in diesem Jahr den Sprung in die Bezirksliga schaffen. Für die in die Landesliga aufgestiegenen A-Junioren gilt das Halten der Klasse als oberstes Ziel. Auch wenn bewusst kein Wort über den Aufstieg gesagt wurde, hofft man im Präsidium des Traditionsvereins, dass der Sprung in die Landesliga diesmal geschafft wird.
Scharfe Kritik übte Hans-Peter Kell an der Stadtverwaltung, die beiden Platzwarten untersagte, am vergangenen Sonntag beim Spiel Hannover 96 gegen Tiblissi anwesend zu sein. Wie es hieß, aus Gründen der vielen Überstunden. Auch morgen zur Begegnung Wacker 90 gegen Tiblissi (Anpfiff 18 Uhr) werden beide voraussichtlich durch Abwesenheit glänzen. Für den Präsidenten ein untragbarer Zustand. Auch, dass man einerseits nicht mal 1.000 Euro für die Verschlusssicherheit des Geländes übrig habe, aber andererseits 180.000 Euro Steuergelder beim Rockfestival noiseGarten am vergangenen Samstag so einfach in den Sand setzen könne, sei für ihn nicht nachzuvollziehen. Wir holen die Kinder und Jugendlichen für Jahre von der Straße und ermöglichen ihnen durch unsere ehrenamtlich tätigen Übungsleiter und Betreuer eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, aber dafür hat die Stadt kein Geld, so Kell im Hinblick auf das 100-jährige Jubiläum des Fußballvereins. Mit den 180.000 Euro hätte man das gesamte Areal kaufen können. Aber die Stadt hat für unseren Verein nicht viel übrig.
Im Gegensatz dazu lobte der Wacker-Präsident das Engagement von Landrat Joachim Claus und Thüringens Sozialminister Klaus Zeh (beide CDU) bei der Bereitstellung von über 90.000 Euro Fördermittel zum Ankauf der Grundstücke des Albert-Kuntz-Sportparks. In der nächsten Saison setzt Kell auf sportliche Höchstleistungen. Wir brauchen den Erfolg, dann kann auch die Stadt nicht mehr an uns vorbei. Am 5. Juli war Trainingsauftakt bei Wacker 90. Bleibt zu hoffen, dass die Präsidenten-Worte nicht ungehört an der 1. Mannschaft vorbei gehen.
Autor: rhPräsident Hans-Peter Kell redete nicht lange um den heißen Brei herum, sondern kam schnell zur Sache. Das Abschneiden der 1. Mannschaft war enttäuschend, da gibt es keine Ausreden oder Schönfärberei. Die Ursachen dafür lagen hauptsächlich in den unkontinuierlichen Leistungen der Schützlinge von Trainer Uwe Etzrodt. Das soll sich im Jahr des 100. Jubiläums des Vereins unbedingt ändern. Bei der Suche nach neuen, in die Mannschaft passende Spieler hatte man Erfolg.
Mit der Verpflichtung von Steve Becker, einem 18-jährigen Talent aus Holzthaleben, und dem 33-jährigen Tschechen Marcel Svejdik vom Oberligisten Eintracht Sondershausen hofft man, in der Meisterschaftsrunde 2004/05 besser abzuschneiden. Aus den A-Junioren rücken Claus Weinholdt, Christian Ketzmann, Matthias Emde, Steve Schnause, Christian Missbach und Steve Jochmann in den Männerbereich. Sie gelten als hoffnungsvolle Talente, die sicher ihren Weg machen und die auch ab und an in der 1. Mannschaft zum Einsatz kommen werden. Als Abgänge sind Marcel Verkouter zu SV Südharz Walkenried und Sören Wenzel nach Eschwege zu verzeichnen. Die Abgänge sind zu verschmerzen, denn beide Spieler waren keine echten Leistungsträger.
Als Zielstellung nannte Kell für die Landesklasse-Elf, die mit einem 18-Mann-Kader in die neue Saison startet, einen Platz an der Spitze. Die ebenfalls 18 Spieler umfassende 2. Mannschaft soll in diesem Jahr den Sprung in die Bezirksliga schaffen. Für die in die Landesliga aufgestiegenen A-Junioren gilt das Halten der Klasse als oberstes Ziel. Auch wenn bewusst kein Wort über den Aufstieg gesagt wurde, hofft man im Präsidium des Traditionsvereins, dass der Sprung in die Landesliga diesmal geschafft wird.
Scharfe Kritik übte Hans-Peter Kell an der Stadtverwaltung, die beiden Platzwarten untersagte, am vergangenen Sonntag beim Spiel Hannover 96 gegen Tiblissi anwesend zu sein. Wie es hieß, aus Gründen der vielen Überstunden. Auch morgen zur Begegnung Wacker 90 gegen Tiblissi (Anpfiff 18 Uhr) werden beide voraussichtlich durch Abwesenheit glänzen. Für den Präsidenten ein untragbarer Zustand. Auch, dass man einerseits nicht mal 1.000 Euro für die Verschlusssicherheit des Geländes übrig habe, aber andererseits 180.000 Euro Steuergelder beim Rockfestival noiseGarten am vergangenen Samstag so einfach in den Sand setzen könne, sei für ihn nicht nachzuvollziehen. Wir holen die Kinder und Jugendlichen für Jahre von der Straße und ermöglichen ihnen durch unsere ehrenamtlich tätigen Übungsleiter und Betreuer eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, aber dafür hat die Stadt kein Geld, so Kell im Hinblick auf das 100-jährige Jubiläum des Fußballvereins. Mit den 180.000 Euro hätte man das gesamte Areal kaufen können. Aber die Stadt hat für unseren Verein nicht viel übrig.
Im Gegensatz dazu lobte der Wacker-Präsident das Engagement von Landrat Joachim Claus und Thüringens Sozialminister Klaus Zeh (beide CDU) bei der Bereitstellung von über 90.000 Euro Fördermittel zum Ankauf der Grundstücke des Albert-Kuntz-Sportparks. In der nächsten Saison setzt Kell auf sportliche Höchstleistungen. Wir brauchen den Erfolg, dann kann auch die Stadt nicht mehr an uns vorbei. Am 5. Juli war Trainingsauftakt bei Wacker 90. Bleibt zu hoffen, dass die Präsidenten-Worte nicht ungehört an der 1. Mannschaft vorbei gehen.

