Fr, 09:00 Uhr
09.07.2004
Am Ende ging die Puste aus
Nordhausen (nnz). Die Fußball-Saison 2003/04 in der Landesklasse ist Geschichte. Die beiden Nordhäuser Mannschaften blieben hinter den Erwartungen zurück. Eine Nachbetrachtung, beginnend mit der FSG Salza, von nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.
Erklärtes Ziel sowohl der Landesklasse-Mannschaft als auch des Präsidiums der Fußballsportgemeinschaft (FSG) Salza war das Erreichen eines einstelligen Tabellenplatzes. Nach dem überraschend gutem Ergebnis in der vorherigen Meisterschaft, in der die Salzaer Elf einen sehr guten fünften Platz belegt hatte, waren die Erwartungen der Fans natürlich groß. 25 Spieltage lang sah es so aus, als würde die Zielstellung erreicht werden. 23 Punkte holten die Salzaer in der ersten Halbserie, nur 15 kamen in der Rückrunde dazu. Am Ende reichte es deshalb nur zum zehnten Platz.
Trotzdem sieht Trainer Silvio Böhm die Leistungen seiner Schützlinge mit Optimismus. Betrachtet man den Verlauf der gesamten Serie, kann ich mit dem Abschneiden meiner Jungs mehr als zufrieden sein. Wir haben die gesamte Serie nie etwas mit dem Abstieg zu tun – ein Umstand der nach dem Abgang einiger Leistungsträger wie D. Verkouter, Nette, Alert und Dudek an Gewicht gewinnt. Nur drei Neuzugänge (Hirschelmann, Paul und Diessel) waren zu Beginn der Meisterschaft zu verzeichnen. Ebenfalls machten uns langwierige Verletzungen arg zu schaffen. Gottschalk fiel mit einem Beinbruch sieben Monate aus, Hirschelmann erwischte es bei einem Verkehrsunfall, Spangenberg und Basse standen der Mannschaft vier Monate verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Die Situation war für uns alles andere als rosig. Zum Schluss ging den Männern um Kapitän Enrico Weber verständlicherweise die Puste aus.
Dass die Elf zu guten Leistungen fähig ist, bewies sie u. a. in den Partien gegen Wacker 90 Nordhausen (3:1), Bad Blankenburg (3:0) und gegen den Aufsteiger Schmölln, dem man die einzige Heimniederlage der Saison beibrachte. Ihre Schwachstellen zeigten die Salzaer bei den vielen Punktverlusten gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel. Rund 15 Punkte gingen durch Überheblichkeit und Unschätzung der Gegner verloren. Insgesamt waren die Leistungen der Mannschaft zu schwankend. Spieler wie Weber, Spangenberg, Ermisch und Hirschelmann konnten nicht immer ihr wahres Leistungsvermögen unter Beweis stellen. Auch machten sich viele Trainingsausfälle im Spiel bemerkbar. So beispielsweise bei Burghardt, in der vorherigen Saison ein überragender Verteidiger, ließ in der abgelaufenen Meisterschaft einige Mängel in der Kondition und Schnelligkeit vermissen. Andere Spieler wie Dausch und Bonnet müssen noch an sich arbeiten, um in Zukunft mehr Verantwortung in der Mannschaft übernehmen zu können. Erfreulich der unermüdliche Einsatz von den älteren Kickern Gottschalk und Rieger sowie Schiminitzki, der 29 der 30 Begegnungen bestritt. Optimistisch stimmt für die Zukunft, dass Bergen aus der A-Junioren-Elf ohne größere Probleme den Sprung in die 1. Männermannschaft geschafft hat. Das sollte eine Vorbildwirkung für die anderen Kicker aus dem Nachwuchsbereich haben.
Alles in allem war es für uns eine bewegende Saison, die zu viele negative Einflüsse für uns parat hielt. Letztendlich sind wir aber froh, ein weiteres Jahr in der Landesklasse spielen zu können. Wie ich finde, für eine so kleine Spielgemeinschaft wie Salza eine große Sache resümierte Silvio Böhm.
In der kommenden Meisterschaft werden zwei absolute Leistungsträger nicht mehr dabei sein. Jürgen Riegen und Frank Burghardt. Sie hinterlassen eine sehr große Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird. Auch der treue Anhang der FSG Salza wird diese beiden großartigen Sportler, die sehr viel für den Verein und speziell für die 1.Mannschaft getan haben, vermissen. Ihnen gilt an dieser Stelle ein aufrichtiger Dank für die vielen schönen Spiele.
Autor: rhErklärtes Ziel sowohl der Landesklasse-Mannschaft als auch des Präsidiums der Fußballsportgemeinschaft (FSG) Salza war das Erreichen eines einstelligen Tabellenplatzes. Nach dem überraschend gutem Ergebnis in der vorherigen Meisterschaft, in der die Salzaer Elf einen sehr guten fünften Platz belegt hatte, waren die Erwartungen der Fans natürlich groß. 25 Spieltage lang sah es so aus, als würde die Zielstellung erreicht werden. 23 Punkte holten die Salzaer in der ersten Halbserie, nur 15 kamen in der Rückrunde dazu. Am Ende reichte es deshalb nur zum zehnten Platz.
Trotzdem sieht Trainer Silvio Böhm die Leistungen seiner Schützlinge mit Optimismus. Betrachtet man den Verlauf der gesamten Serie, kann ich mit dem Abschneiden meiner Jungs mehr als zufrieden sein. Wir haben die gesamte Serie nie etwas mit dem Abstieg zu tun – ein Umstand der nach dem Abgang einiger Leistungsträger wie D. Verkouter, Nette, Alert und Dudek an Gewicht gewinnt. Nur drei Neuzugänge (Hirschelmann, Paul und Diessel) waren zu Beginn der Meisterschaft zu verzeichnen. Ebenfalls machten uns langwierige Verletzungen arg zu schaffen. Gottschalk fiel mit einem Beinbruch sieben Monate aus, Hirschelmann erwischte es bei einem Verkehrsunfall, Spangenberg und Basse standen der Mannschaft vier Monate verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Die Situation war für uns alles andere als rosig. Zum Schluss ging den Männern um Kapitän Enrico Weber verständlicherweise die Puste aus.
Dass die Elf zu guten Leistungen fähig ist, bewies sie u. a. in den Partien gegen Wacker 90 Nordhausen (3:1), Bad Blankenburg (3:0) und gegen den Aufsteiger Schmölln, dem man die einzige Heimniederlage der Saison beibrachte. Ihre Schwachstellen zeigten die Salzaer bei den vielen Punktverlusten gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel. Rund 15 Punkte gingen durch Überheblichkeit und Unschätzung der Gegner verloren. Insgesamt waren die Leistungen der Mannschaft zu schwankend. Spieler wie Weber, Spangenberg, Ermisch und Hirschelmann konnten nicht immer ihr wahres Leistungsvermögen unter Beweis stellen. Auch machten sich viele Trainingsausfälle im Spiel bemerkbar. So beispielsweise bei Burghardt, in der vorherigen Saison ein überragender Verteidiger, ließ in der abgelaufenen Meisterschaft einige Mängel in der Kondition und Schnelligkeit vermissen. Andere Spieler wie Dausch und Bonnet müssen noch an sich arbeiten, um in Zukunft mehr Verantwortung in der Mannschaft übernehmen zu können. Erfreulich der unermüdliche Einsatz von den älteren Kickern Gottschalk und Rieger sowie Schiminitzki, der 29 der 30 Begegnungen bestritt. Optimistisch stimmt für die Zukunft, dass Bergen aus der A-Junioren-Elf ohne größere Probleme den Sprung in die 1. Männermannschaft geschafft hat. Das sollte eine Vorbildwirkung für die anderen Kicker aus dem Nachwuchsbereich haben.
Alles in allem war es für uns eine bewegende Saison, die zu viele negative Einflüsse für uns parat hielt. Letztendlich sind wir aber froh, ein weiteres Jahr in der Landesklasse spielen zu können. Wie ich finde, für eine so kleine Spielgemeinschaft wie Salza eine große Sache resümierte Silvio Böhm.
In der kommenden Meisterschaft werden zwei absolute Leistungsträger nicht mehr dabei sein. Jürgen Riegen und Frank Burghardt. Sie hinterlassen eine sehr große Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird. Auch der treue Anhang der FSG Salza wird diese beiden großartigen Sportler, die sehr viel für den Verein und speziell für die 1.Mannschaft getan haben, vermissen. Ihnen gilt an dieser Stelle ein aufrichtiger Dank für die vielen schönen Spiele.


