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Mo, 15:02 Uhr
23.08.2004

Auch heute noch

Auch heute noch (Foto: nnz) Auch heute noch (Foto: nnz) Nordhausen (nnz). Am Wochenende war in der Nordhäuser Flohburg eine neue Ausstellung eröffnet worden. Sie widmet sich der Reformationen und den Ereignissen, die in einem Zusammenhang mit Nordhausen stehen. Die nnz hat sich die Exposition schon mal angesehen.


„Von der Reformation in Nordhausen gingen Kräfte aus, die die Bürgerschaft gestärkt haben – das ist auch heute noch von Bedeutung“, sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke am Freitagabend zur Eröffnung der Ausstellung „Spuren und Schätze – die Reformation in Nordhausen“. Rund 100 Besucher waren in die „Flohburg“ zur Vernissage gekommen. Vom Gelände der zur Zeit laufenden 2. Thüringer Landesgartenschau spanne sich ein inhaltlicher Bogen bis zur Ausstellung in der „Flohburg“, so die OB: „In der Petri-Kirche oben auf dem Petersberg hielt Lorenz Süße 1522 die erste evangelische Predigt – und mit der Ausstellung hier erinnern wir an die Einführung der Reformation vor 480 Jahren.“ Die Ausstellung sei wichtig, da sie einiges wieder bewusst mache, was längst vergessen sei, „zumal viele Stätten der Reformation in Nordhausen zerstört sind.“ Insbesondere für die jungen Nordhäuser bzw. Schulklassen könnte der Besuch der Ausstellung ein Stück lebendiger Geschichtsunterricht sein.

Peter Lipski, Pfarrer der evangelischen Gemeinde St. Blasii-Altendorf, sagte, dass die Durchführung einer Reform per Dekret – 1524 wurde die Reformation in Nordhausen per Ratsbeschluss „eingeführt“ – heute unvorstellbar sei. „Andererseits hätte die Reformation ohne die Unterstützung der »Autoritäten« nie so kraftvoll und letztlich erfolgreich sein können. Sie wäre lediglich eine schöne Idee geblieben“, sagte Lipski. Auch hier könnten Parallelen bis in die Gegenwart gezogen werden.

Mit der Ausstellung wolle man die Zeit der Reformation in Nordhausen wieder lebendig machen, sagte der Nordhäuser Künstler Jürgen Rennbach, der die Ausstellung umgesetzt hatte. „Unser Ansatz bei der Konzeption war: Der Laie soll die Ausstellung wissend – der Fachmann bereichert verlassen“, sagte Rennebach. Man habe auf Anschaulichkeit großen Wert gelegt.

Die Ausstellung endet am 26. September mit einer Finissage – also exakt an dem Tag, an dem vor 480 Jahren die Reformation per Dekret in Nordhausen „eingeführt“ wurde. Führungen durch die Ausstellung gibt es durch die Stadt- und Gästeführergilde an jedem Sonnabend um 15 Uhr. Dem Schwerpunkt „Stätten der Reformation Nordhausen“ widmen sich während der Ausstellungszeit auch die Mitglieder des Geschichts- und Altertumsvereines. Die Stadtrundgänge, die immer donnerstags auf dem Gelände der Landesgartenschau beginnen, führen zu den Stätten der Reformation in Nordhausen, eingeschlossen ist der Besuch der „Flohburg“.

Die „Flohburg“ hat täglich – außer montags – von 10 bis 17 Uhr geöffnet, donnerstags bis 19 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
Autor: nnz

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