Mo, 11:29 Uhr
30.08.2004
Pilotprojekt gestartet
Nordhausen (nnz). Ein einheitliches touristisches Leitsystem soll Besucher und Gäste Thüringens künftig zu Sehenswürdigkeiten, Kulturstätten und sonstigen Reisezielen im Freistaat führen. Dazu wurde heute ein Pilotprojekt gestartet. Wo? Das erfahren nicht nur Tourismusexperten mit dem bekannten Klick.
Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) hat heute das Pilotprojekt Touristische Beschilderung im Landkreis Gotha gestartet. Die vielen touristischen Attraktionen unseres Landes müssen für Besucher ohne Umwege oder zeitraubende Suche zu erreichen sein, sagte Reinholz heute in Ohrdruf, wo er die ersten neuen Wegweiser enthüllte. Das ist auch ein Stück Kundenfreundlichkeit im touristischen Bereich. Den Hinweistafeln in Ohrdruf werden im Rahmen des Pilotprojekts in den kommenden Tagen und Wochen noch rund 240 weitere Wegweiser an insgesamt 139 Standorten folgen.
Die Schilder weisen dabei folgende Besonderheiten auf:
Integration von Verkehrs- und touristischer Wegweisung:
Entstehen soll kein eigenständiges, rein touristisches Leitsystem neben der normalen Verkehrsbeschilderung, sondern ein integriertes Beschilderungssystem aus Verkehrs- und touristischen Hinweisschildern. Das bedeutet insbesondere, dass die entsprechenden Hinweistafeln nicht mehr, wie bislang, separat weit vor Kreuzungen und Knotenpunkten stehen, sondern unmittelbar dort. Rechtlich möglich wird diese Vorgehensweise durch eine weniger restriktive Auslegung bestehender Bundesvorschriften; die entsprechenden Ausnahmeregelungen wurden durch das Thüringer Verkehrsministerium genehmigt.
Kombination von Piktogrammen und Einzelziel-Wegweisung:
Die touristischen Hinweise erfolgen entweder in Form von Piktogrammen und allgemeinen Symbolen, oder als Einzelziel-Wegweisung.
Die Piktogramme weisen auf bestimmte Kategorien von touristischen Zielen hin, z.B. auf Burgen und Schlösser oder auf Museen und Ausstellungen. Damit sei eine wesentlich weiträumigere Ausschilderung und Orientierung möglich als bisher, so Minister Reinholz: Zudem können Touristen und Besucher auch über weniger befahrene, dafür aber landschaftlich oder touristisch reizvollere Nebenstraßen geleitet werden. Zusätzlich an verkehrswichtigen Stellen angebrachte Infotafeln sollen zudem Übersichten über das touristische Angebot der jeweiligen Region geben.
In angemessener Nähe zu einer bestimmten Sehenswürdigkeit erfolgt dann über die Piktogramme hinaus die konkrete Einzelziel-Wegweisung – z.B. Schloss Friedenstein. Dabei wird ein einmal angegebenes Ziel auf allen folgenden Wegweisern zu finden sein, betonte Reinholz. Die Auswahl dieser auch überregional bedeutenderen Ziele erfolgt in Abstimmung mit Industrie- und Handelskammern, Tourismusverbänden sowie regionalen und kommunalen Akteuren vor Ort.
Für die Umsetzung des Pilotprojekts im Landkreis Gotha und eines zweiten im Kyffhäuserkreis stellt der Freistaat in diesem Jahr insgesamt 200.000 EUR zur Verfügung. Für beide Projekte ist die wissenschaftliche Begleitung (Vorher-Nachher-Analyse) durch verschiedene Thüringer Hoch- und Fachschulen vorgesehen. "Natürlich hoffen wir auch auf ein Feedback von Touristen, Besuchern und Autofahrern", sagte Reinholz.
Autor: nnzThüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) hat heute das Pilotprojekt Touristische Beschilderung im Landkreis Gotha gestartet. Die vielen touristischen Attraktionen unseres Landes müssen für Besucher ohne Umwege oder zeitraubende Suche zu erreichen sein, sagte Reinholz heute in Ohrdruf, wo er die ersten neuen Wegweiser enthüllte. Das ist auch ein Stück Kundenfreundlichkeit im touristischen Bereich. Den Hinweistafeln in Ohrdruf werden im Rahmen des Pilotprojekts in den kommenden Tagen und Wochen noch rund 240 weitere Wegweiser an insgesamt 139 Standorten folgen.
Die Schilder weisen dabei folgende Besonderheiten auf:
Integration von Verkehrs- und touristischer Wegweisung:
Entstehen soll kein eigenständiges, rein touristisches Leitsystem neben der normalen Verkehrsbeschilderung, sondern ein integriertes Beschilderungssystem aus Verkehrs- und touristischen Hinweisschildern. Das bedeutet insbesondere, dass die entsprechenden Hinweistafeln nicht mehr, wie bislang, separat weit vor Kreuzungen und Knotenpunkten stehen, sondern unmittelbar dort. Rechtlich möglich wird diese Vorgehensweise durch eine weniger restriktive Auslegung bestehender Bundesvorschriften; die entsprechenden Ausnahmeregelungen wurden durch das Thüringer Verkehrsministerium genehmigt.
Kombination von Piktogrammen und Einzelziel-Wegweisung:
Die touristischen Hinweise erfolgen entweder in Form von Piktogrammen und allgemeinen Symbolen, oder als Einzelziel-Wegweisung.
Die Piktogramme weisen auf bestimmte Kategorien von touristischen Zielen hin, z.B. auf Burgen und Schlösser oder auf Museen und Ausstellungen. Damit sei eine wesentlich weiträumigere Ausschilderung und Orientierung möglich als bisher, so Minister Reinholz: Zudem können Touristen und Besucher auch über weniger befahrene, dafür aber landschaftlich oder touristisch reizvollere Nebenstraßen geleitet werden. Zusätzlich an verkehrswichtigen Stellen angebrachte Infotafeln sollen zudem Übersichten über das touristische Angebot der jeweiligen Region geben.
In angemessener Nähe zu einer bestimmten Sehenswürdigkeit erfolgt dann über die Piktogramme hinaus die konkrete Einzelziel-Wegweisung – z.B. Schloss Friedenstein. Dabei wird ein einmal angegebenes Ziel auf allen folgenden Wegweisern zu finden sein, betonte Reinholz. Die Auswahl dieser auch überregional bedeutenderen Ziele erfolgt in Abstimmung mit Industrie- und Handelskammern, Tourismusverbänden sowie regionalen und kommunalen Akteuren vor Ort.
Für die Umsetzung des Pilotprojekts im Landkreis Gotha und eines zweiten im Kyffhäuserkreis stellt der Freistaat in diesem Jahr insgesamt 200.000 EUR zur Verfügung. Für beide Projekte ist die wissenschaftliche Begleitung (Vorher-Nachher-Analyse) durch verschiedene Thüringer Hoch- und Fachschulen vorgesehen. "Natürlich hoffen wir auch auf ein Feedback von Touristen, Besuchern und Autofahrern", sagte Reinholz.

