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Mo, 11:28 Uhr
30.08.2004

Meister immer noch gefragt

Nordhausen (nnz). Trotz der Novellierung der Handwerksordnung wird im Nordthüringer Handwekr der Meister immer noch eine Zukunft haben. Die Nordthüringer Handwerkerschaft setzt deshalb auch weiterhin auf Ausbildung...


Die Novellierung der Handwerksordnung ist nun abgeschlossen und nach wie vor ist für die meisten Berufe der Handwerksmeister zur Gründung eines Handwerksbetriebes erforderlich. „Zwar gibt es präzise Ausnahmebedingungen, wo man bei Ablegung einer vergleichbaren Prüfung bei Nachweis meisterlicher Kenntnisse und Fähigkeiten auch einen Handwerksbetrieb mit Ausnahmegenehmigung führen kann, aber trotzdem wird auch in Zukunft in Deutschland die Qualifikation des Handwerksmeisters für die Führung eines Handwerksbetriebes gebraucht“, meinte heute Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Senft gegenüber der nnz.

Also kann man auch der Sicht von Dr. Senft die großen Spekulationen über die Abschaffung bzw. die Notwendigkeit des Meisterbriefes beenden mit der klaren Aussage: Die Meisterqualifikation bleibt auch in Zukunft grundsätzlich notwendig für die Führung eines Handwerksbetriebes.

Im Rahmen der Meisterausbildung erwirbt der zukünftige Handwerksunternehmer sowohl rechtliche als auch betriebswirtschaftlich notwendige und zweckmäßige Kenntnisse und Fähigkeiten um einen Betrieb wirtschaftlich zu führen und er erwirbt in Größenordnung theoretische und praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten, um sein spezielles Handwerk tatsächlich meisterlich zu führen und zu gestalten.

„Einen Betrieb zu gründen ist mitunter ganz einfach, wenn man z. B. eine Würstchenbude aufmachen will. Wenn man aber ein handwerkliches Gewerbe meisterlich ausführen will, dann sind dafür auch hohe Fachkenntnisse und Fähigkeiten zur Sicherung des Werkes und zum Wohl der Kunden notwendig“, argumentiert Senft. Wichtig ist, dass die Meisterausbildung auch finanziell verkraftbar ist. Um dieses zu sichern, haben wir im Landkreis Nordhausen unsere eigene Meisterschule aufgebaut und dieses gemeinsam mit den Kapazitäten der Handwerkskammer Erfurt koordiniert. In den meisten Handwerksbereichen kann man für Gebühren von rund 6.000 bis 8.000 Euro die Meisterlehrgangsteile I – IV kostenmäßig abdecken.

Übrigens: In der Meisterschule der Nordthüringer Kreishandwerkschaft sind seit deren Bestehen 914 Handwerksmeister ausgebildet worden. Damit in direkter Verbindung stehen etwa 1.500 geschaffene Arbeitsplätze.

Die Kreishandwerkerschaft Nordhausen hat großen Einsatz in Verbindung mit der Handwerkskammer Erfurt aufgebracht, um die Meisterausbildung berufsbegleitend in einem Zeitraum von rund zwei Jahren zu realisieren, d. h., es kostet außer den o. g. Gebühren, noch in zwei Jahren sehr viel Freizeit für den Meisteranwärter, aber er kann weiter seiner Arbeit nachgehen, Geld verdienen und seinen Arbeitsplatz sichern.

„Etwa 60 Prozent der Meisterschüler sind in den letzten Jahren Söhne und Töchter unserer Handwerksbetriebe in der Region. Auch hier gilt es, die Zukunft der bestehenden Unternehmen zu sichern und die Qualifikation der leitenden Mitarbeiter auf hohem Niveau zu führen“, so der Hauptgeschäftsführer abschließend.

nnz-Service:
Am 08.10.2004 beginnt die Kreishandwerkerschaft Nordhausen in Nordhausen, Domstr. 23 „Finkenburg“, einen neuen Lehrgangszyklus zur Handwerksmeisterausbildung, und zwar wird mit den Teilen III und IV der Meisterausbildung begonnen. Teil III heißt „Betriebwirtschaftlich rechtliche Kenntnisse und Fähigkeiten“ und Teil IV „Ausbildungsberechtigung“.

Für diesen Meisterkurs sind noch 4 Plätze frei, die noch entsprechend dem Eingang der Anmeldung besetzt werden können. Interessenten für die Meisterausbildung werden gebeten, sich bei der Kreishandwerkerschaft Nordhausen, Domstraße 23, 99734 Nordhausen, Tel. 03631/982274 umgehend mündlich bzw. schriftlich zu melden.
Autor: nnz

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