Am Nachmittag hinterließ Sturmtief Xavier deutliche Spuren an einem Eckhaus in der Dr.-Külz-Straße. In den frühen Abendstunden konnte die Feuerwehr nun ihren Einsatz beenden und die Schäden genauer begutachten. Der Wind hat ganze Arbeit geleistet...
Einsatzende bei Flutlicht - Feuerwehr konnte Dach in der Dr.-Külz-Straße sichern (Foto: Angelo Glashagel)
Bis zu drei Meter hatte "Xavier" die Dachverkleidung des Hauses in die Höhe gebogen. Mehrere Teile des Kupferblechs, das in Stehfalzbauweise angebracht worden war, mussten durch die Feuerwehr abgeschnitten werden, erklärte Gerd Jung, Leiter der Nordhäuser Berufsfeuerwehr. "Den Rest haben wir umgelegt, neu verschraubt und eine Plane aufgebracht", erklärte Jung. Gut 90% der Dachfläche habe man so sichern können, das Dach als solches sei aber nicht mehr zu retten, die ganzen 120 qm müssten "runter".
Zuletzt war das Haus vor über 20 Jahren saniert worden, auch das vielleicht ein Grund warum die Herbstwinde genug Angriffsfläche finden konnten um die Dachverkleidung anzuheben. Morgen werden die Dachdecker wieder anrücken und die weitere Sicherung des Daches übernehmen.
Ein gutes hatte die ganze Sache auch: die Feuerwehr konnte ihr neues Equipment einem ersten Praxistest unterziehen, das Notstromaggregat und die Flutlichtinstallation an der Drehleiter funktionierten zur vollen Zufriedenheit der Feuerwehr. Angelo Glashagel
"Zuletzt war das Haus vor über 20 Jahren saniert worden, auch das vielleicht ein Grund warum die Herbstwinde genug Angriffsfläche finden konnten um die Dachverkleidung anzuheben."
Dass starke Stürme Schäden anrichten, ist allgemein bekannt.
Ob der Dachdecker/-klempner vor über 20 Jahren fehlerhaft gearbeitet hat, weiß ich nicht.
Der Verfasser des Artikels muss sich aber schon die Frage nach der durchschnittlichen Lebensdauer eines Daches gefallen lassen!
Das Dach meines Elternhauses wurde nach über 100 Jahren erneuert.
Vielleicht kann ja mal ein Fachmann etwas dazu sagen.