E-Mobilität, Gipsrecycling und ein Biosphärenreservat
Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund besuchte heute die Naturparkregion Südharz. Zum Auftakt traf sie in Nordhausen auf Oberbürgermeister Kai Buchmann. Thema beim ersten Arbeitsgespräch nach Amtsantritt Buchmanns war die ökologische Modernisierung der Region...
Parken, wo es gefällt. Ordnungsamt? Fehlanzeige! (Foto: privat)Minister, das bedeutet Diener. Doch in Thüringen ist das umgekehrt. Die Fahrzeugflotte der Ministerin kann parken wo sie will. Kein Ordnungsamt schaut da nach. Die Knöllchen sind für's Volk. Ein Passant fragte, warum die nicht in die Tiefgarage fahren können?
... zum Beispiel durch den Einsatz von Elektrobussen im Nahverkehr oder die Forschung zum Gipsrecycling an der Fachhochschule Nordhausen.
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Im Anschluss setzte die Ministerin die Gespräche zu einem Biosphärenreservat Südharz/Kyffhäuser fort. Beim Treffen mit Vertretern des Landratsamtes sowie den Bürgermeistern im Südharz warb die Ministerin für einen Dialog in der Region und die Chancen eines gemeinsamen Biosphärenreservats.
Die Kulturlandschaft im Südharz ist ein einzigartiger Naturschatz. Den Schutz und die Entwicklung dieser Landschaft mit Wirtschaftskraft und Einkommen zu kombinieren, ist mein Ziel. Ich will eine Chancendiskussion führen, um gemeinsam neue Ideen und Perspektiven zu entwickeln, so die Ministerin. Bereits in der Vorwoche hatte Siegesmund den Bürgermeisterdialog in Bad Frankenhausen mit den Kommunen im Einzugsbereich des Naturparks Kyffhäuser eröffnet.
Potential sieht Siegesmund in einer gemeinsamen Vermarktung und Projekten über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg. Dieses gemeinsame Agieren könne über ein Biosphärenreservat wirksam unterstützt werden. Am Abend nimmt die Ministerin auf Einladung von Bürgermeister Matthias Ehrhold in Ellrich an einer Podiumsdiskussion zum geplanten Biosphärenreservat Südharz/Kyffhäuser teil.
Warum fahren sie eigentlich nicht mit der Bahn? Und dann vom Nordhäuser Bahnhof die Rautenstrasse hoch mitdem Fahrrad? Weiter mit der Bahn nach Ellrich. Zurück könnte es heute Abend eng werden, da fährt kein Zug mehr. Aber da findet sich sicher ein Zimmerchen!
Diese Kritik an den vor dem Rathaus parkenden Ministerautos ist auf den ersten Blick kleinlich.
Auf den zweiten dann nicht mehr gerade in diesen Zeiten. Es lodern an allen Ecken in diesem Land die noch kleinen Flammen hat jetzt eine Publizistin so richtig festgestellt. Die Menschen wären hochnervös, sagt sie weiter, und hat recht.
Die großen Dienstfahrzeuge mitten auf dem Rathausplatz sind da ein ganz schlechtes Zeichen, weil sie eben Öl ins Feuer der noch kleinen Flammen sind. Der kleine Weg zum Parkstreifen oder ins Parkhaus oder von mir aus auf einen Platz hinter dem Rathaus wäre doch zumutbar gewesen.