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Di, 18:59 Uhr
26.11.2019
Landratsamt Nordhausen

Thüringer Ehrenamtscard verliehen

Der Landkreis Nordhausen vergab heute Abend in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei zum zweiten Mal die Thüringer Ehrenamtscard an 10 ehrenamtlich engagierte Südharzer aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Vorgeschlagen wurden die Auserwählten von Städten, Gemeinden und Vereinen...

Ehrenamtscard verliehen (Foto: nnz) Ehrenamtscard verliehen (Foto: nnz)
Die Thüringer Ehrenamtscard ist ein Instrument zur Würdigung ehrenamtlichen Engagements der Thüringer Ehrenamtsstiftung. Die Karte gilt zwei Jahre und die Inhaber können damit verschiedene Vergünstigungen nutzen nicht nur im Landkreis Nordhausen, sondern in ganz Thüringen.

Im festlich hergerichteten Veranstaltungsraum lauschten die Preisträger mit ihren Angehörigen einem einleitenden Musikprogramm von Kindern der Kreismusikschule, ehe Landrat Matthias Jendricke und Hausherr Thomas Müller die Gäste begrüßten.

Neben den Ausgezeichneten waren auch Kreistagsmitglieder und Bürgermeister gekommen, um den Ehrenamtlern die Ehre zu erweisen. Und es waren Geschäftsführer der Unternehmen zugegen, die eine Ehrenamtscard erst ermöglichen.

Der Dank des Landrates galt deshalb alen Ehrenamtlern, die ihre Freizeit einsetzen, um wichtige gesellschaftliche Funktionen auszufüllen. Auch alle Kommunen und Einrichtungen, die im Landkreis Nordhausen die Thüringer Ehrenamtscard unterstützen und damit ihre Wertschätzung des breiten ehrenamtlichen Engagements für unsere Region ausdrücken, galt sein Dank. Mit den Vergünstigungen sorgen die Unternehmen dafür, dass die Ehrenamtscard attraktiv ist. Dazu gehören zum Beispiel verschiedene Freibäder, das Badehaus, die Schwimmhalle Sollstadt, die städtischen Nordhäuser Museen und das Theater Nordhausen.

Mit der Thüringer Ehrenamtscard können Ehrenamtliche ausgezeichnet werden, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen (mind. 18. Jahre alt sind, sich wöchentlich mindestens fünf Stunden engagieren, mindestens fünf Jahre aktiv in einem Verein sind und keine Aufwandsentschädigungen erhalten, die über einen Auslagenersatz hinausgehen). Die Vorschläge für die geehrten Ehrenamtlichen kommen überwiegend von den Kommunen.

Ehrenamt (Foto: Eva Wiegand) Ehrenamt (Foto: Eva Wiegand)


nnz stellt Ihnen die Preisträger im einzelnen vor:

Heiko Hieronymus
Heiko Hieronymus ist seit 10 Jahren Vereinsvorsitzender des Sportvereins Hannovera Niedersachswerfen. Gleichzeitig engagiert er sich in der Jugendarbeit und betreut das Jugendzentrum Niedersachswerfen seit fast 5 Jahren. Er setzte sich dafür ein, dass auf dem Gelände des Sportplatzes eine Mountainbike-Strecke und ein Basketballfeld errichtet wurden. Jährlich organisiert er das Harztor-Feriencamp, bei dem ein vielfältiges Ferienangebot für Kinder geplant wird und unterstützt mit seinem Verein und dem Jugendzentrum Veranstaltungen wie jüngst den Kirmesumzug durch die Gemeinde. Außerdem engagiert sich Heiko Hieronymus auch im Ortschaftsrat Niedersachswerfen für seine Heimatgemeinde.

Ursel Müller
Ursel Müller engagiert sich seit 1975 als musikalische Leiterin der Folkloregruppe Hesserode und leitet in dieser Funktion auch die Trachtengruppe in Neustadt seit über 15 Jahren. Die Folkloregruppe Hesserode feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: das 50jährige Bestehen. Die Trachtengruppe Neustadt besteht seit gut 65 Jahren. Beide Gruppe pflegen das Harzer Brauchtum mit Volks- und Jodelliedern, stellen alte Harzer Berufe und traditionelle Instrumente wie das Birkenblatt vor, Peitschenknallen, Holzhacken und -sägen vor.

Neben Konzerten und weiteren kulturellen Veranstaltungen ist wohl der Höhepunkt des Jahres der Südharzer Jodlerwettstreit, den die Trachtengruppe Hesserode gemeinsam mit der Kommune auf der Waldbühne in Hesserode organisiert - er fand in diesem Jahr schon zum 58. Mal statt.

Ursel Müller komponierte auch das „Südharz-Lied“, diese „Hymne“ auf unsere Region haben die Folkloregruppen aus Hesserode und Neustadt unter Leitung von Ursel Müller auch 2018 auf der Grünen Woche in Berlin präsentiert, als sich der Landkreis Nordhausen als Schwerpunktlandkreis am Thüringer Gemeinschaftsstand vorgestellt hat. Die Sängerinnen und Sänger haben das Südharz-Lied inzwischen auch auf CD gebannt, um das Lied in den Grundschulen des Landkreises bekannt zu machen. Gerade in der Nachwuchsarbeit haben sich die Vereine mit ihrer Chorleiterin verdient gemacht und tragen damit zur Bewahrung alter musikalischer und kultureller Traditionen bei.

Gerald Beyermann
Gerald Beyermann engagiert sich seit 1988 als Vorsitzender des Kreisverbandes der Rassegeflügelzüchter im Landkreis Nordhausen.
Die Wendezeit haben die Rassegeflügel- und Kleintierzüchter gut überstanden, schon im März 1990 gründeten die damaligen Sparten aus den einzelnen Orten den Kreisverband, Gerald Beyermann leitete von Beginn an den Verband. Damals hatten die lokalen Vereine noch mehr als 1.200 Mitglieder, heute sind es noch rund 300 in den 22 Mitgliedsvereinen.
Als Vorsitzender des Kreisverbandes vertritt Herr Beyermann die Region auch im erweiterten Landesvorstand des Thüringer Landesverbandes. Auf Landesebene hat er von 2000 bis dieses Jahr die Ausbildung der Anwärter für Preisrichter geleitet, er selbst saß schon bei unzähligen Schauen als Preisrichter für Rassegeflügel in der Jury.
Herr Beyersdorf ist natürlich selbst Züchter, ist seit 1967 Mitglied im örtlichen Verein in seinem Heimatort Wollersleben und hat diesen Verein auch von 1978 bis 2017 geleitet. Für alle Rassegeflügel- und Kleintierzüchter im Landkreis steht übrigens der Jahreshöhepunkt am kommenden Wochenende an, denn dann treffen sich die Züchter in Mackenrode zur Kreisverbandsausstellung.

Klaus Körber
Klaus Körber engagiert sich bereits seit 20 Jahren, seit 1999 im Gemeinderat bzw. Ortschaftsrat in Uthleben. Er bringt sich auch schon von Beginn an sehr intensiv in die Arbeit des Fördervereins Uthleben ein, Herr Körber zählte im Dezember 2014 zu den Gründungsmitgliedern.

Seit den frühen 1980er Jahren engagiert sich Klaus Körber zudem in verschiedenen Sportvereinen. Herr Körber ist außerdem Mitglied des SV Grün-Weiß Uthleben, war jahrelang der Kassenwart des Vereins und unterstützt auch heute die Arbeit des Vereins auf vielfältige Art und Weise.

Des Weiteren ist Klaus Körber seit Jahrzehnten im Kreissportbund Nordhausen tätig. Er war der erste Präsident des Kreissportbundes von 1990 bis 1996. Seit 1996 ist Klaus Körber ohne Unterbrechung Vizepräsident des KSB Nordhausen. Von 1993 bis 1995 war er zudem Präsidiumsmitglied des Thüringer Landessportbunds. Zurzeit amtiert er als Präsident des Kreissportbundes. Zur Würdigung seiner besonderen Leistungen und herausragenden Verdienste im Thüringer Sport erhielt Klaus Körber 2016 die GutsMuths-Ehrenplakette in Gold ausgezeichnet.

Rainer Aderhold
Rainer Aderhold ist seit vielen Jahren Vorsitzender des traditionsreichen Bergmannsverein „Glückauf“ Bleicherode. In diesem Jahr feiert der Bergbau in der Kali-Stadt schon sein 120jähriges Bestehen. Wie lebendig die Bergbautradition ist, hat erst am vergangenen Freitag einmal mehr die Barbarafeier in der Alten Kaue bewiesen.

Herr Aderhold engagiert sich in vielfältiger Weise für den Erhalt der Bergbautraditionen und auch der Bergbaumaschinen und -technik. Auch ein kleines Museum auf dem beeindruckenden historischen Schachtgelände, das aufwändig saniert wurde, trägt zur Bewahrung der Bergbautradition bei. Aber auch in Veranstaltungen lebt die Bergbautradition weiter. So unterstützt Rainer Aderhold die Organisation von verschiedenen Feierlichkeiten wie dem jährlichen Bergmannsfest oder der Barbarafeier. Außerdem bringt es sich in die Pflege städtischer Flächen wie der Seilscheibe ein.

Für Bleicherode steht ein großer Höhepunkt in zwei Jahren an in 2021 feiert die Stadt den 5. Thüringer Bergmannstag und Herr Aderhold ist natürlich Mitglied im Organisationskomitee.

Lutz Kohlhase
Lutz Kohlhase ist der stellvertretende Vorsitzende des Bergmannsverein „Glückauf“ Bleicherode. Ebenso wie Rainer Aderhold engagiert er sich intensiv für die Bewahrung und Pflege der 120jährigen Bergbautradition in Bleicherode, hilft bei der Organisation von Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Bergmannsfest und der Barbarafeier. Auch Lutz Kohlhase bringt sich ins Organisationskomitee des 5. Thüringer Bergmannstages ein, der 2021 in Bleicherode stattfindet. Herr Kohlhase ist übrigens auch Arschlederträger des Bergmannsvereins „Glückauf“, verliehen wurde es anlässlich des Durchschlagsfestes Bleicherode/Sollstedt im Oktober 2004.

Maik Hilpert
Maik Hilpert ist in vierfacher Weise in seinem Heimatort Auleben ehrenamtlich engagiert. Er ist seit vielen Jahren aktives Mitglied im Sportverein National Auleben. Viele Jahre spielte er dort Fußball. Seit ca. 6 Jahren ist Maik Hilpert im Vorstand des Sportvereins als Präsident tätig und leitet dort mit großem Erfolg die Geschicke des traditionsreichen Vereins mit weit über 100 Mitgliedern.

Maik Hilpert ist ebenfalls tätig im Ortschaftsrat Auleben und wirkt dort als stellvertretender Ortschaftsbürgermeister. Auch im Förderverein "Europadorf Auleben". engagiert er sich für seine Heimatgemeinde, die in diesem Jahr mit einer großen Festwoche und vielen weiteren Veranstaltungen ihr 1200jähriges Bestehen feiert.

Hannelore Müller
Hannelore Müller ist die Geschäftsführerin und „gute Seele“ des Vereins für lebendiges Mittelalter, der in diesem Jahr stolz sein zwanzigjähriges Vereinsjubiläum feiern konnte.

Ihre Vereinskollegen beschreiben Frau Müller als diejenige, die sich um die alltäglichen Geschicke des Vereins kümmert, die ungezählten Arbeitseinsätze organisiert sowie Auftritte und Veranstaltungen bis ins Detail vorbereitet und koordiniert.

Vielen ist Frau Müller auch in historischen Gewändern bekannt, denn sie verkörpert die Königin Mathilde und ist damit auf vielen verschiedenen Veranstaltungen und Festen zu Gast.

Frau Müller betreut mit ihrem Verein seit vielen Jahren die kreiseigene Burgruine Ebersburg bei Herrmannsacker und setzt sich hier unermüdlich für die historische Burganlage ein. Unzählige Arbeitsstunden investieren Frau Müller und ihre Vereinskollegen in die Pflege und den Erhalt der Ebersburg. Sie sorgen außerdem für Leben auf der Ebersburg und organisieren dort jährlich mehrere Veranstaltungen, z.B. die große Ostereier-Suche, die nächtliche Feenwanderung oder den Kinderspiel- und Denkmalstag im Herbst.

Zurzeit hängt wieder der Wunschzettelbriefkasten auf der Eberburg, wo alle kleinen und großen Südharzer ihre Post an den Weihnachtsmann einwerfen können. Zur Kleinen Burgweihnacht am 2. Advent werden die Wichtel diese wichtige Post für den Weihnachtsmann wieder abholen. Der Verein für lebendiges Mittelalter lädt dann herzlich zum geselligen Beisammensein auf die weihnachtlich geschmückte Ebersburg ein.

Günther Maiwald
Günther Maiwald ist seit vielen Jahren der ehrenamtliche 1. Vorsitzende des Harzklubzweigvereins Ellrich. Der Ellricher Harzklub ist einer der aktivsten Wandervereine im Landkreis Nordhausen und das ist maßgeblich auch ein Verdienst seines Vorsitzenden, der es versteht, seine rund 175 Mitglieder aktiv in die Vereinsarbeit einzubinden.

Der Harzklubzweigverein Ellrich besteht eigentlich seit 130 Jahren. Aufgrund der politischen Reglementierungen konnte er jedoch zwischen 1939 und 1989 kaum in Erscheinung treten. Seine Wiedergründung war im Dezember 1989. Die Zusammenarbeit mit den Wanderfreunden aus Walkenried und Zorge entwickelte sich nach der Grenzöffnung erfolgreich. Herr Maiwald setzt sich mit seinem Vorstand dafür ein, dass die guten Kontakte und die starken Bindungen an alte Harzklubtraditionen erhalten bleiben. Er organisiert jedes Jahr mit dem Verein zahlreiche beliebte offene Wanderungen.

Schwerpunktmäßig engagiert sich der Harzklubzweigverein in der Pflege des umfangreichen Wegenetzes von rund 130 km, insbesondere im Kammerforst, dem Wernaer und Rothesütter Wandergebiet sowie vor allem dem Ellricher Stadtwald. Bis zur Grenzöffnung war hier der Zutritt verwehrt, Wege und Einrichtungen verfielen. In der 1989 gegründeten Initiative Stadtwald wurden Wanderwege aufgewertet und Erholungseinrichtungen wie Ruhebänke und Sitzgruppen saniert. Auch Wanderhütten wurden gemeinsam gebaut bzw. instand gesetzt, beispielsweise am „Roten Schuss“, der schon als schönste Stempelstelle ausgezeichnet wurde.

In Abstimmung mit den jeweiligen Trägern pflegt der Harzklubzweigverein auch überregionale Wanderwege, wie zum Beispiel den Karstwanderweg, Kaiserweg und Harzer Grenzweg. Im Rahmen des Naturschutzes sind Maßnahmen zur Pflege des Heidebiotops, zur Baumpflege und zur Betreuung des seit 1993 bestehenden Naturlehrpfades Ellricher Stadtwald hervorzuheben.

Manfred Weber
Mit der Wiedervereinigung übernahm Manfred Weber die ehrenamtliche Leitung der Kegelbahn im Sportverein "Aktivist" Sollstedt. Unter seiner Leitung wurde die Kegelbahn zweimal modernisiert und es entstand ein moderner Leistungsstützpunkt des Kegelsports im Landkreis Nordhausen.

Seit nunmehr 29 Jahren wird die Kegelbahn in ehrenamtlicher Tätigkeit geführt und finanziert. Familien-, Betriebsfeiern, Kindergeburtstage, Freizeitsport-Veranstaltungen und vieles mehr tragen zur Deckung der Unterhaltungskosten bei. Gemeinsam mit seiner Frau Angelika engagiert sich Manfred Weber für die Erhaltung der Kegelbahn. Seinem Einsatz um den Kegelsport ist es zu verdanken, dass die Sollstedter Kegelbahn ein Vorzeigeobjekt weit über den Landkreis hinaus geworden ist.
Autor: red

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