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Fr, 17:10 Uhr
17.01.2020
Regionales Wiki wächst

1.500 Nordhäuser Puzzleteile

Erinnern Sie sich noch an die „Halle der Freundschaft“? Wissen Sie, wo der „Giebichenhagen“ liegt? Warum die Amtskette des Bürgermeisters bis 2014 verschollen war? Oder dass im Tower of London ein in Nordhausen aufgewachsener Seeoffizier hingerichtet wurde? Nein? Dann hilft ein Blick in das NordhausenWiki...

Oder vielmehr ein Mausklick, denn das Wiki ist ein digitales Lexikon über Nordhausen. Und zwar eines, an dem sich jeder beteiligen kann – mit Texten, Fotos und eigenen Recherchen…

So wird ein breites inhaltliches Spektrum abgedeckt, die Artikel werden immer ausgefeilter. Mittlerweile haben etwa 30 Hobby-Historiker rund 1500 Beiträge verfasst – von A wie Antiquar-Eiche bis Z wie Zollhäuschen. Da die Artikel miteinander verlinkt sind, kann man sich quer durch alle Stadtteile, Biographien und Zeiten belesen.

digital
Gegründet hat das Wiki der Nordhäuser Vincent Eisfeld im Herbst 2012. Inzwischen ist die Seite das zweitgrößte Stadt-Wiki Thüringens.

Eisfeld plädiert für freies Wissen: nach dem Prinzip der Wikipedia arbeiten er und viele andere Autoren ehrenamtlich, gehen in ihrer Freizeit auf Foto-Pirsch, sammeln alte Stadtansichten, digitalisieren Bücher, recherchieren in Archiven und Bibliotheken. Vorrangig werden Werke von Nordhäuser Heimatforschern oder Artikel aus nnz-online herangezogen.

„Dabei entdeckt man viele Details von Nordhausen neu. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, das nur durch die Zusammenarbeit vieler bestehen kann.“ Der Bibliothekar durchforstet alte Schriften auf wenig bekanntes oder fast vergessenes Wissen – zum Beispiel Sitten und Gebräuche in Nordhausen oder verschwundene Fabriken. Als Schwerpunktthemen gelten Biographien und die Geschichte hinter Bauwerken der Stadt. In den letzten zwei Jahren wurden auch zahlreiche digitalisierte Bücher eingestellt, bei denen das Urheberrecht erloschen ist. „Es ist schade, wenn mitunter hervorragende Artikel zur Nordhäuser Stadtgeschichte in Vergessenheit geraten.“

Mitschreiben kann dabei jeder, auch anonym ohne Anmeldung. Um Missbrauch vorzubeugen, schauen die Autoren noch mal drüber und achten auf den Grundsatz des neutralen Standpunkts.
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