Toilettenpapier bleibt in der Corona-Krise Mangelware. Kurz vor dem Osterfest mahnen die Kirchen nun zu mehr Nächstenliebe und Solidarität. Wer Klopapiere gehortet hat, möge einen Teil der Vorräte doch bitte spenden…
In einem gemeinsamen, ökumenischen Appell richteten sich heute die evangelische Kirche Mitteldeutschland und das Bistum Erfurt mit der Bitte an die Thüringer Bevölkerung, überschüssiges Klopapier für den guten Zweck zu spenden.
Die jetzige Situation ist für niemanden leicht. Viele Menschen machen sich Sorgen, um die eigene Gesundheit und die geliebter Menschen, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise, die Zukunft der Kinder und um die eigene Versorgung., sagt Peter Braun, Sprecher der Initiative caritas non olet, die sowohl von der evangelischen Landeskirche wie dem Erfurter Bistum unterstützt wird.
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Wer Zuhause bleiben müsse, sehe sich zum Teil enormen emotionalen Belastungen gegenüber, gerade in der jetzigen Situation führten Home Office und Schulschließungen in vielen Familien dazu, dass alte Wunden aufreißen oder neue neue Konflikte zu Tage treten. Da ist es gut, wenn man einen Rückzugsort hat, einen Ort der stillen Kontemplation, der inneren Einkehr. In den eigenen vier Wänden ist dieser Ort für viele Menschen das Bad. Hier erleben, hier spüren wir, ganz unbewusst zumeist, Sicherheit. Hier können wir zu uns selbst finden und zur Ruhe kommen., sagt Braun.
Nächstenliebe in Zeiten von Corona - Kirchen bitten um Klopapierspenden (Foto: P. Braun)
Seit in den Supermärkten die Regale regelrecht leergefegt wurden, sei für manche Mitbürger aber auch dieses letzte Refugium bedroht. Wir alle wissen, dass es da draußen Menschen gibt, die jetzt sehr viel haben und viele, die bald vielleicht nichts mehr haben werden. Einige haben darauf vertraut, dass es so schlimm nicht werden wird, haben nicht gleich gierig zugegriffen. Andere haben mehr genommen, als sich in den kommenden Monaten realistisch verbrauchen ließe. Im Moment der Panik waren viele Menschen sich selbst die Nächsten. Jetzt, kurz vor dem Osterfest, können diese Fehler wieder gut gemacht werden. Die erste Panik ist verflogen und mancher hat jetzt vielleicht ein schlechtes Gewissen. Wir möchten deswegen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich dazu in der Lage sehen überzähliges Klopapier zu spenden und so die Not unseren Mitmenschen ein wenig zu lindern, bitten zu helfen. Lassen Sie uns gemeinsam in diesen schweren Zeiten ein Zeichen setzen! Ein Zeichen der Nächstenliebe und der Solidarität. Ein Zeichen des Zusammenhalts! Spenden Sie, was Sie nicht selber brauchen., erklärt Pfarrer Braun.
Ab kommender Woche Montag werden in zentralen Gemeinden des Freistaates entsprechende Sammelstellen eingerichtet, wo genau werde zur Zeit mit den Gemeindevertretern geklärt. Die Verteilung der Güter soll durch Freiwillige und Ehrenamtler vor Ort erfolgen. Wer einen Teil der eigenen Vorräte spenden will, wer dringenden Bedarf hat oder wer in seiner Gemeinde bei der Verteilung helfen will, der kann sich via E-Mail an caritas-non-olet@evkm.de bei der Initiative melden.
Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass man Toilettenpapier hamstert. Erstens ist es doch klar, dass die Menschen mehr kaufen müssen. Bei Berufstätigkeit richtete
man seine Notdurft im Betrieb/in der Firma ab, Kinder
meistens im Kindergarten, Schulkinder in der Schule. Jetzt fällt dies alles zu Hause an, also auch ein viel höherer Verbrauch. Und wenn man sich die LKW-Schlangen auf der Autobahn ansieht, ist wohl auch nicht so schnell mit Nachschub zu rechnen.
Das Hamstern von Nudeln und Reis ist wohl auch damit zu erklären, dass man jetzt zu Hause kochen muß, was vorher nicht der Fall war. Auch dies geschah in Kindergärten, Schulen, Betrieben und anderen Einrichtungen.
Also auch ein höherer Verbrauch und ein Essen, worüber sich Kinder immer freuen.
...es normal ist sich mit Klopapier regelrecht einzudecken, möchte ich nicht wissen was unnormal ist. Man kann auch ganz normal mit jeden wöchentlichen Einkauf seine Vorräte auffüllen. Ich kann mir nicht vorstellen, das die ganzen Arbeitnehmer ihre halbe Arbeitszeit auf dem WC verbracht haben.
Klo als Ort der Kontemplation geht auch mit Zeitungspapier.
Klo als Ort der Kontemplation geht auch mit Zeitungspapier. Bis Ende der Fünfziger Jahre benutzte man nach meiner Erinnerung in Stadtwohnungen und
Plumsklos auf dem Landes sauber zugeschnittenes Zeitungspapier zum Abwischen.
Warum? Entweder gab es kein Klopapier oder es
war uns zu teuer.
Übrigens - für uns dumme Leute ohne Theologie-Studium oder Latinum - "Caritas - non olet" heisst auf Deutsch:
"Christliche Nächstenliebe - riecht nicht." ??
Wäre betrüblich , wenn diese gutgemeinte Aktion- heute am 1. April 2020 - ein Aprilscherz weltfremder Unwissender wäre.
Ist wie nach den Wahlen...
Alle schimpfen auf die Regierung aber angeblich, hat sie keiner gewählt....
Toilettenpapier hat ja auch keiner gehortet.
Aber die Regale sind trotzdem leer und wir fahren das Zeug plötzlich Lastzugweise durchs Land
Leider ist die bestellte Toilettenpapierlieferung im Stau stecken geblieben und kommt erst nächste Woche.
Aber man könnte ja notfalls ein paar Seiten aus dem Grundgesetz herausreißen, um diese ein wenig zweck zu entfremden.
Viel Wert hat dieses Gesamtkunstwerk sowieso nicht mehr.
zieht schon seit 3 Wochen nicht mehr.
In der derzeitigen Situation kommt man schon länger recht ungehindert durchs Land. Selbst in größeren Städten, wie Düsseldorf Frankfurt, oder Stuttgard ist es zu den üblichen Stoßzeiten gespenstisch ruhig.
Entweder sie suchen sich eine neue Ausrede, oder nehmen ihre Absichtserklärung ernst ..
Haben sich der Kobold und der oberlehrerhafte Spätzle schon gemeldet? Die Schwaben und die Gnome bunkern doch alles aus Passion.
Außerdem verwenden die bestimmt Moralin statt Toilettenpapier. Das ist auch viel weicher^^.
Der Beitrag wurde deaktiviert von vgf Ich auch. Es ist schwer immer richtig zu Entscheiden.
Wolfi65
02.04.2020, 00:06 Uhr
Leute es gibt doch Eb.....
Da gibt es "noch" alles around the clock auch für die, die nach Feierabend vor Ort vor leeren Regalen stehen.
Nur Mut.
Tut gar nicht weh.
Das Wolfi!
Das ist kein Zynismus.