Feuerwehren in der Nacht in Werther und Hain im Einsatz
Mehrere Osterfeuer im Kreis abgefackelt
Nun brennen die Osterfeuer doch noch. Wenn auch anders als vorgesehen und inzwischen als Straftat. Nachdem bereits in Hörningen das Brauchtumsfeuer abgefackelt wurde, folgten heute Nacht die in Werther und Hain. Die nnz hat erste Fotos …
Feuer (Foto: S.Dietzel)
Nach dem Hörninger brannte nun auch das eigentlich für Ostern angedachte Brauchtumsfeuer in Werther. Gegen 21.40 Uhr ging gestern Abend der Alarm für die Feuerwehren Großwerther und Kleinwerther ein. Gemeldet wurde ein brennendes Osterfeuer im Mörbacher Weg. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen brannte das Osterfeuer bereits lichterloh, so dass sich die Feuerwehren entschieden, das Feuer kontrolliert abbrennen zu lassen. Ob es sich dabei um Brandstiftung handelte oder ob eine eventuelle Selbstentzündung vorliegt, konnte Bissher noch nicht geklärt werden.
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Ein weiteres brennendes Osterfeuer rief die Feuerwehren aus Rüxleben und Hain dann gegen Mitternacht auf den Plan. Gegen 23.50 Uhr ertönte in beiden Ortsteilen die Sirenen. Insgesamt 35 Kameraden rückten zur nächtlichen Stunde nach Hain auf die Plattenstraße aus. Auch hier brannte das Osterfeuer lichterloh. Und wie schon vorher in Werther konnten die Helfer das Feuer nur noch kontrolliert abbrennen lassen. Beamte der Polizeiinspektion waren ebenfalls vor Ort, denn auch in Hain kann nicht ausgeschlossen werden, dass es mutwillig angezündet wurde.
Hoffentlich wird dies bald mal geklärt, denn von der Größe der Verbrennhaufen her, dem grünen Koniferenschnitt, dem Grasschnitt und was sonst noch alles unkontrolliert, da nichts eingezäunt ist und jedermann Zugang hat, auf den riesiegen Haufen landet, sind es doch eindeutig Abfallverbrennfeuer!
Und die Verbrennung von Abfall, egal welche Form der hat, ist nicht gestattet.
Aber wen interessiert es? Nicht mal die angeblich "Grünen" im Landkreis, denn die haben nicht auf Anfragen reagiert.
Und der Abfallbehörde beim Landkreis "sind leider die Hände gebunden", da sind auch nur andere Behörden zuständig, die dann doch nicht zuständig sind.
Nun da weniger Flieger fliegen, da bieten doch diese Feuer wenigstens die Chance der Umweltverschmutzung, der weiteren Feinstaubbelastung und des unangenhemen Geruchs, noch Tage später, nach verbranntem Müll.
Wie wäre es denn mit einem Coronaendefeuer? Könnte eine neue Tradition werden, stimmt man uns doch schon auf weiter Ausbrüche ein.
Osterfeuer sind für den germanischen Raum erstmals 751 n. Chr. erwähnt. Das gibt es jetzt also seit über 1200 Jahren und das wird das Klima bestimmt nicht retten, wenn wir es weglassen. Das da kein Müll sondern nur unbehandeltes Holz und Baumschnitt reingehört, ist eigentlich selbstverständlich. Das man das kontrollieren muss, ist leider tatsächlich so. Aber es deshalb zu verbieten, geht zu weit.