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Mi, 17:40 Uhr
22.09.2021
Aus dem Kreisausschuss

Corona-Normalität und Nachbarschaftshilfe

Im Kreisausschuss informierte Landrat Jendricke heute über die aktuelle Corona-Lage im Kreis. Außerdem stand "Nachbarschaftshilfe" an der Nordhäuser Stadtmauer, der Klimawandel und die Entwicklung der Radwege auf dem Tagesprogramm...

Der Schulbetrieb im Landkreis sei gut angelaufen, erklärte Landrat Matthias Jendricke eingangs, auch mit Blick auf die Corona-Lage. Die Region bliebe wie in den zurückliegenden Monaten auch im niedrigen Bereich, was man dem guten Verhalten der Bürger und ein wenig auch dem Glück zu verdanken habe.

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Man könne sich „mehr Normalität leisten“, sagte Jendricke und verwies auf die gute Impfstatistik des Kreises. Im Freistaat verzeichne Nordhausen mit einer Impfquote von rund 62 Prozent nach Weimar und Erfurt, einen der besten Werte und führt das Feld unter den Landkreisen mit dem Eichsfeld an. Der Bevölkerung müsse ein „großes Dankeschön“ dafür gelten, das man mitzieht und den „pragmatischen Weg geht“, sagte Jendricke. Er stehe auf der Seite der Wissenschaft auch was die Impfung betrifft. Wenn man sich ansehe, wer noch auf den Intensivstationen lande, dann seien das zu 90 Prozent Ungeimpfte.

Mit voller Kraft für Klimaschutz (und den Haushalt)
In der vergangenen Woche stellte der Kreis im Humboldt-Gymnasium sein Klimaschutz-Konzept vor. Um die „volle Schlagkraft“ des Kreises entwickeln zu können, plane man ein Tochterunternehmen der Service-Gesellschaft zu gründen, erklärte Jendricke. Deren Aufgabe werde es unter anderem sein, sich um die Fördermittelakquise. Die Quoten liegen bei 80 bis 90 Prozent Förderung, was für das eigene Säckel von Vorteil sein dürfte. Schon im diesen Jahr konnte man über Klimaschutzmittel rund 200.000 Euro im Schulbereich investieren können.

Im Blick hat man auch die Dächer der vielen Liegenschaften der öffentlichen Hand. „Bevor wir den privaten Häuslebauer Vorschriften machen, sollten man seine eigenen Flächen nutzen“, sagte Jendricke. Die Preissteigerungen am Strom- und Gasmarkt würden für Großverbraucher wie den Landkreis deutlich spürbar. Eigenversorgung mache da auch wirtschaftlich Sinn und so lange man die Wirtschaftlichkeit im Blick habe, könne man auch mit parteiübergreifender Zustimmung im Kreistag rechnen.

Grünes Licht für zwei neue Radwege
Zwei gute und eine schlechte Nachricht hatte der Landrat in Sachen Radwegebau mitgebracht. Für die im Frühjahr beantragten Projekte auf den Strecken Auleben - Görsbach und Buchholz - Hermannsacker gab es jetzt das grüne Licht der zuständigen Stellen. Eine Abfuhr bekam man für das Großvorhaben zwischen Rothesütte, Sophienhof und Ilfeld. Aufgeben wolle man die Idee aber nicht, so Jendricke, man werde versuchen auf touristische Förderungen umzusteigen.

Noch zwei Notizen am Rande: das Südharz-Klinikum wird das Medizinische Versorgungszentrum Eichsfeld übernehmen. Eine gute Sache, wie der. Landrat meinte, der Einzugsbereich der Schwerpunktklinik werde damit in der Region noch einmal untersetzt. Zudem sei die „Mobilitätswoche“ in Nordhausen gut gelaufen, die detaillierte Auswertung stehe aber noch aus.

Restausgaben und Nachbarschaftshilfe
Bei der komplexen Sanierung der Turnhalle in Niedersachswerfen stehen noch Restarbeiten an. Die nötigen Mittel in Höhe von rund 336.400 Euro werden komplett durch Fördermittel des Landes und die Schulinvestpauschale gedeckt und wurden vom Hauptausschuss freigegeben.

An der Blasii-Straße hat man sich mit einem „Nachbarschaftsproblem“ zu befassen. Auch hier werkelt man an der Sanierung der alten Turnhalle und dafür muss man auch an die Stadtmauer „ran“. Das Geländeniveau müsse abgesetzt werden, erläuterte Gunnar Reuter. Unter der alten Mauer wartet freilich kein modernes Fundament, so dass die statische Sicherheit ohne weitere Maßnahmen gefährdet wäre. Da die Stadt die Reste des Festungsringes am Humboldt-Gymnasium ohnehin sanieren will, ist man übereingekommen sich die Kosten für Bohrpfahlgründung und Rückverankerung zu teilen. Die Stadt wird dazu als Festbetrag 149.000 Euro erhalten.
Angelo Glashagel
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