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Mi, 09:00 Uhr
19.10.2022
nnz-Forumsbeitrag

Deutschland un-einig Vaterland

Ein nnz-Leser ist durch den letzten Montagsspaziergang sehr verunsichert und stellt sich und den Teilnehmern eine Menge Fragen. Hier der Leserbrief von Jens Schmidtke...

"Wieder einmal Montag. Sogar das Wetter spielte mit. Auf den Weg zum Rathaus sah ich viele Rentner mit Schildchen um den Hals. Darauf zu lesen waren Texte voller Angst. Angst um die Existenz. Angst wie es weiter gehen soll. Um so mehr ich solche Schildchen sah, umso mehr bekam ich selber Angst. Angst davor in die großen Fußstapfen unserer älteren Generationen nicht hinein zu passen. Natürlich sind und waren Sie zum sehr großen Teil dafür verantwortlich unser Land aufzubauen. Und dabei waren sich alle einig. Egal wie schwer die Wege waren.

Am Rathaus angekommen fielen mir sofort andere Losungen auf. Raus aus der NATO. Raus aus der WHO. Ich lasse mich nicht impfen usw. Ja was denn nun? Wo ist das Konzept? Was sind denn nun die Forderungen dieser Menschen? Also gegen alles und jeden?

Auf jeden Fall nicht gegen Russland. Denn den Fahnen nach zu urteilen ist Russland ja der Freund. Also sind die Morde der Russen legitim? Hat er sich jetzt selbst Sanktioniert? Ich denke nicht.

Noch bevor es 18.30 Uhr losging wurden mehrere Gespräche geführt, aus denen hervor ging, dass diese konzeptlose Veranstaltung von vielen nicht mehr besucht wird, wenn die Fahnen nicht bald verschwinden und nicht bald ersichtlich wird, was die eigentlichen Forderungen dieses Spaziergangs sind.

Sollten eigentlich nicht mehr Menschen von der Sinnhaftigkeit überzeugt werden? Schön war auch, dass es dann vor einem Hotel dann etwas lauter wurde, aber warum wurde nicht eines der vielen Megafone genommen und die Forderungen den Herrn aus der Politik mitgeteilt? Gibt es doch keine?

Es wurde doch am 3. Oktober auf den Bebelplatz gefordert, dass sich die Herrn der Politik doch einmal äußern möchten und warum überhaupt keiner da wäre. Am Montag hattet ihr die Chance.

Geht bitte für Deutschland spazieren. Nicht für Russland. Findet bitte ein Konzept und klare Forderungen. Bis jetzt wird „Deutschland einig Vaterland“ nicht gezeigt.
Jens Schmidtke
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Wüterich
19.10.2022, 10:06 Uhr
Danke
... Herr Schmidtke. Es braucht eine klare Struktur, es braucht einheitliche Forderungen.
Hier auf die Amtträger der Stadt, des Landkreises zu warten halte ich bei den amtierenden Personen für Zeitverschwendung.
Aber wo ist der NUV, der sich vor knapp 2 Wochen ankündigte?
Und ja Herr Schmidtke, auch hier stimme ich Ihnen zu - lasst die Russlandfahnen zu Hause, wir gehen für unsere Rechte, für die uns gem. Grundgesetzt zustehende Meinungsfreiheit, für unsere Kinder und unsere Existenz auf die Straße. Ich wünsche mir hier auch mehr Einigkeit der deutschen Bevölkerung, schließlich betrifft es jeden, direkt oder indirekt!
Aber nach meinen Beobachtungen waren am letzen Montag weniger / keine Russlandfahnen als die Woche zuvor (als ich für mich beschloss, unter diesen Fahnen nicht mehr teilzunehmen) zu erkennen. Die Richtung scheint erkannt zu sein.
Also dann, bis nächsten Montag
blondchen
19.10.2022, 10:40 Uhr
Russland
ist nicht der Feind. Vielleicht sollte man endlich mal die Diplomatie walten lassen, als mit Waffenlieferungen den Krieg zu verlängern. Und wenn die Forderungen der Spaziergänger so unterschiedlich und vielfältig sind dann zeugt das nicht von Uneinigkeit sondern zeigt nur wie viele Gründe es gibt auf die Straße zu gehen.
Nordhäuser
19.10.2022, 11:07 Uhr
Wahre Worte
Danke Herr Schmidtke

Auch ich verstehe nicht wie man mit Russlandfahnen spazieren gehen kann. Es geht um uns, um unser Land und nicht um Russland.
Unsere Politik muss sich ändern. Unsere Politiker müssen ausgetauscht werden. Unser Volk weiß nicht wie es noch irgendwas bezahlen soll. Aber getreu dem Motto: Ich geh mit und weiß garnicht warum.
Ja das Konzept fehlt. Ja die Russlandfahnen müssen weg.
Wir müssen noch viel mehr werden, anstatt weniger Leute. Wir sind noch viel zu wenig und zu Leise.
Vielleicht fehlt ja auch ein Spaziergang gegen die Russlandfahnen. Oder ein Spaziergang von Menschen die nicht für Russland sind. Vielleicht haben wir ja bald an jeden Wochentag einen anderen Spaziergang wo keiner weiß warum und wofür. Stört ja offensichtlich niemanden wenn tausende Menschen spazieren gehen und nicht wirklich wissen für was.
Cychreides
19.10.2022, 11:24 Uhr
Protest , Ziel unkown.
Ich frage mich schon seit den ersten dieser Montagswanderschaften was der Sinn dahinter ist. Maximal diffus und einfach nur zum Kopfschütteln. Wir gegen alle und alles. Die typische ostdeutsche Protestkultur. Hat schon seine Gründe wieso die afd hier bei uns so super erfolgreich ist. Protest ja, Lösung egal, Hauptsache gegen "die da oben".
H.Freidenker
19.10.2022, 11:36 Uhr
Herr Schmidtke,
im großem Umfang kann ich Ihren Beitrag teilen.
Am 03.Oktober hatte ich mich entschlossen an dem Spaziergang teilzunehmen. Ein besonderes Interesse entstand durch die Info, auf dem Bebel-Platz gibt es eine Rede.
Nach einem persönlichen Kontakt mit dem Initiator der Übertragungstechnik, sowie auch dem anschließendem Redner, war ich erstaunt und überrascht.
Überrascht vor allem, da kein Konzept zu erkennen war. Der Redner erschien mir sehr angagiert und auch motiviert von seinem Handeln und vor diesem Mut zolle ich Respekt.
Die Ziel-und Planlosigkeit dieser Spaziergänge gibt mir aber zu denken.
Wenn hier eine planlose Veranstaltung von Bürgern in Form eines Spazierganges statt findet, dann sage ich, das Ziel wurde erreicht.
Parteipolitisch sollte dies aber auch neutral sein, und deshalb gehört dort auch nicht ein Herr Pohl von der AfD hin.
Keine Partei gehört dort hin, denn so wie in Bad Langensalza erlebt, redet sogar ein Bürgermeister, allerdings als Parteiloser.
Meine Hoffnung auf eine organisierte und angemeldete Demonstration bleibt erhalten!
Sollte dies möglich werden, bin ich auch wieder dabei!
Ein bischen denke ich dabei, an die Verantwortlichen des NUV!
Mamawalton
19.10.2022, 12:05 Uhr
Spazieren ja, aber ohne Russland und die AFD
Auch ich kann nicht verstehen wir man für Russland laufen kann. Die damalige Sowjetunion hat die DDR unter der Knute gehabt und ich kenne niemanden, der freiwillig in der DSF war. Keinesfalls ist es legitim, dass Putin in die Ukraine einmarschiert ist und wenn man ihn gewähren lässt, streckt er seine Finger auch nach anderen Ländern aus!
Nicht in Ordnung ist die Arbeit unserer Politiker. Diese haben unser Land und seine Bevölkerung aus den Augen verloren. Wieder haben wir Parteien die erst mit ihren Befindlichkeiten beschäftigt sind, anstatt Schaden von unserem Land abzuwenden. Man hat den Eindruck,dass die völlig weltfremd und nicht im Sinne der Bevölkerung agieren, sei es was die Energiekrise, die Teuerung im Einzelhandel, die Sorgen der mittelständischen Wirtschaft und Corona angeht. Das zu ändern sollte gefordert werden und nicht ein absetzen der Regierung. Was wäre Deutschland ohne Regierung in solch einer schwierigen Situation? Eine Neuwahl würde Monate dauern und wir würden weiter in langsam in's Chaos dümpeln.
roni
19.10.2022, 12:21 Uhr
Mamawolten
im Grunde haben Sie ja Recht.... aber mit der aktuellen Regierung können Sie das vergessen.... der Druck muss so groß werden, dass diese gar nicht anders kann als die Interessen des eigenen Volkes zu verteten....aber ist das von denen denn gewollt.... es sieht nicht danach aus...ich würde einer Alternative eine Chance geben....so wird das in diesem Land definitiv nichts mehr.....
nur_mal_so
19.10.2022, 12:59 Uhr
100Prozentige Zustimmung. Ich hoffe, es fällt irgendwann einmal auf fruchtbaren Boden.
Ich habe unter der Meldung zur Montagsdemo angekündigt, mich nicht mehr äußern zu wollen, weil alles gesagt ist. Unter dieser Meinung jedoch möchte ich kommentieren, weil sie zu 100Prozent das trifft, was auch ich wahrnehme.

Ich verstehe nach wie vor nicht, dass (diesen Montag) 1000 Leute von sich behaupten, „Wir sind das Volk“, aber völlig resistent gegen die auf der Hand liegenden Frage sind, warum sich 39.000 Nordhäuser DIESEM Volk nicht zugehörig fühlen wollen – obwohl die existentielle Angst alle angeht.
Ich drehe inzwischen die Heizung im Wohnzimmer lieber auf Null, damit ich die Heizung im Kinderzimmer auf „2“ stellen kann. Das ermahnende „Dann macht aber die Tür zu, damit die Wärme nicht rauszieht!“ kann ich mir glücklicherweise sparen, der Große ist eh in einem Alter, wo er Mama lieber auf der anderen Seite einer geschlossenen Tür weiß.
Warum gehe ich dennoch nicht spazieren?

Weil ich, wenn ich hier nimmermüde Gründe dafür nenne, von den Spaziergängern nur lese, „ist doch egal, Russlandfahnen, Sütterlin, freie Bürger – Hauptsache, alle machen mit, die gegen die Politik sind!“ Nein, Verzeihung, es ist mir eben nicht egal. Und wenn man, wie ich finde, sachlich darüber diskutieren möchte, kriegt man irgendwann zu lesen, „Dann geht es dir noch viel zu gut, dann wünsche ich dir, dass du doppelte und dreifache Nebenkostennachzahlung erhältst!“
Ähm, wow, danke. Das war jetzt total überzeugend. Jetzt spaziere ich natürlich mit.

All jene Punkte, welche von Herrn Schmidtke hier angesprochen werden, sind doch stichhaltig. Darüber muss man doch als Spaziergänger irgendwann man beginnen nachzudenken.
Warum sind 1989 an einem einzigen Abend in Leipzig mehr Menschen unterwegs gewesen als jetzt montags in ganz Thüringen zusammen? Obwohl das Versagen der Politik, jetzt spreche ich es auch einmal aus, alle betrifft?

Möge es den Spaziergängern egal sein, mit wem man spaziert – ich bin froh, dass es diesen Montag wieder weniger waren, weil es mir zeigt, dass es auch dem (aus Sicht der Spaziergänger „feige hinter der Gardine stehenden“) allergrößten Teil meiner Nordhäuser Mitbürger Gott sei Dank nicht egal ist.

Herr Schmidtkes Betrachtung macht mir Mut, es doch auch noch einmal auszusprechen.
Marino50
19.10.2022, 14:07 Uhr
Freidenker
...Nordhausen hat einen parteilosen Oberbürgermeister. Nur der steht nicht hinter seinen Wählern und Anwohnern. Viele wünschen sich sicher, daß der OB einmal aus seinem Sessel aufsteht und mit den Spaziergängern redet. Wenn noch so viele Flüchtlinge hier ankommen im Landkreis wie in einem vorangegangenen Artikel steht, wird bzw. muss jede Turnhalle als Unterkunft belegt bzw beschlagnahmt werden, so wie es in anderen Bundesländern schon praktiziert wird .
Das ist ein großes Problem.
Aber das für uns größte Problem sind die ständig steigenden Preise in allen Richtungen.
Der Krieg wird unterstützt und somit weiter geschürt. Bezahlt wird das mit unseren Steuergeldern.
Menschen sterben auf ukrainischer und auf russischer Seite. Das ist so im Krieg.
Die Angst unter den deutschen Menschen wächst immer mehr. Da kann man doch nicht ruhig zu Hause sitzen und denken, lass das mal die anderen machen.
Viele können nicht mitgehen montags aus unterschiedlichen Gründen. Aber man kann zumindest eine Meinung haben.
Und deshalb finde ich es gut, dass der Bürgermeister aus Bad Langensalza hinter seinen Wählern und seiner Stadt steht.
Katrin79
19.10.2022, 14:50 Uhr
Einer läuft mit Rußlandfahne, einer nicht
... man findet Afd gut, oder nicht - egal. Demonstrationen sind erlaubt und vom Grundgesetz vorgesehen, und die hier von einigen Kommentatoren herbeigewünschte Einheitsfront contra Rußland oder Afd ist illusorisch und realitätsfremd. Dafür sind die Menschen zu unterschiedlich und das ist auch gut so. Das war und ist bei allen Demos so, auch 1989, als einige die Wiedervereinigung wollten und andere nicht. Die Demos damals einte die Unzufriedenheit mit der DDR Regierung, so wie heute die Demonstranten die Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierung eint.
Wo ist eigentlich das Problem?
Mondscheinhexe
19.10.2022, 15:38 Uhr
Egal ob AFD Russland etc was uns alle eint ist die Unzufriedenheit
mit unsere Politik, ob es den Umgang mit Flüchtlingen ist,die ewigen Geldgeschenke ins Ausland,die Sanktionen die uns am meißten selbst treffen, die "Kriegstreiberei" geschürt durch ewig neue Waffen (Waffen beenden den Krieg nicht das können nur Gespräche) , die Angst vor Armut & Kälte, oder was auch immer Jemanden antreibt auf die Straße zu gehen, es sollte doch egal sein was Alle eint ist die Unzufriedenheit mit unseren realitätsfremden abgehobenen Politikern.
Schon zu DDR Zeiten der Wende gingen Menschen mit unterschiedlichen Ansichten gemeinsam auf die Straße!!!!
Warum spaltet ihr euch immer noch selbst weil euch nicht passt, das ein AFD Anhänger,ein Russland Freund und der normale Rentner,Arbeiter,Mensch mit sozialen Ängsten gemeinsam auf die Strasse gehen? Nur so ein Gedanke
nur_mal_so
19.10.2022, 16:16 Uhr
Das passt doch auf keine Kuhhaut...
Kaum äußert man, warum man den Beitrag des Herrn Schmidtke gut findet, muss man sich wieder erklären lassen, dass Demonstrationen erlaubt und im Grundgesetz vorgesehen sind - als ob man das je in Frage gestellt hätte oder man Spaziergänge verbieten wolle.
Der einzige Zusammenhang, in dem das je zur Sprache kommt, ist, wenn man die Fahnenträger fragt: "Wisst ihr eigentlich, was im Land dieser Flagge mit diesem Spaziergang, mit diesen Spaziergängern geschehen würde?"

Da wird gleich wieder gesagt, es würde nie zur Bildung der "gewünschten Einheitsfront gegen AfD und Russland" kommen - als ob man diesen Wunsch je geäußert hätte.

Lang und breit erklärt man Gründe, und gleich wird einem erklärt, wenn man unzufrieden sei, MÜSSE man all diese Bedenken ausblenden und mitlaufen.
Müsse mitlaufen.
Nein.
Ich bin kein Mitläufer.
Es gibt schon Gründe, warum das Wort so heißt.

Als vor ein paar Jahren die Antifa die Demonstrationen gegen Rechts übernahm und Sprechchöre los lies, bin ich da auch nicht mehr mitgelaufen.
Das hat aber was mit mir selbst zu tun, nicht damit, dass ich nun antifaschistische Demonstrationen verbieten wolle oder eine "Einheitsfront" fordern würde. Ich habe für mich entschieden, "Das ist nicht mehr meins", und das bitte ich zu akzeptieren. Ich toleriere ja auch die Spaziergänger. Schreibe sogar immer wieder, ich dusselige Kuh.

Offensichtlich haben immer mehr und mehr Nordhäuser mit den verschiedenen Aspekten der Spaziergänge (ich werde sonntags nicht mehr mit meiner Familie spazierengehen können, weil ich allein vom Wort inzwischen Ausschlag bekomme) ein Problem - aber da werden lieber Unterstellungen herausgehauen, was man angeblich fordern würde, als sich mit der Frage auseinanderzusetzen, warum sich nicht mehr Leute beteiligen.
Eine einzige Frage nur, aber die Antwort scheint, wie so vieles auf den Spaziergängen, egal zu sein.

"Hauptsache, möglichst viele Unzufriedene gebündelt" genügt mir als Spaziergangthema einfach nicht, vor allem nicht, wenn ich dabei tolerieren soll, was für Meinungen hinter, vor oder neben mir geäußert werden. Als Mitläuferin sieht es so aus und fühlt es sich so an, als würde ich diese Meinungen mittragen, und das tue ich nicht.
diskobolos
19.10.2022, 16:18 Uhr
So einfach ist es nicht
"der Druck muss so groß werden, dass diese gar nicht anders kann als die Interessen des eigenen Volkes zu verteten"

So klar, wie Sie meinen, ist eben nicht, worin die Interessen des Volkes bestehen: z. B. gehen die Meinungen in der Frage der Waffenlieferungen an die Ukraine ziemlich auseinander. Und so ist das in fast allen wichtigen Fragen.
Das sehen nur die nicht so, die sich selbst für "das Volk" und alle anderen für geistige Kleinrentner halten.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zu '89 besteht darin, dass die heutige Regierung nach demokratischen Regeln zustande gekommen ist. Ein Fakt, der viel zu oft ignoriert wird, etwa durch die meisten Demonstranten.
P.Burkhardt
19.10.2022, 17:55 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
Henkel
19.10.2022, 19:06 Uhr
Es war nie einfach...
...aber das Personal realistischer. Was soll denn an einer Regierung demokratisch sein, wenn sie jegliche Wahlversprechen bricht? Davon ab, ich kann unserem Volk nicht bezahlbare Energie mit dem Hinweis auf einen Krieg verweigern, um Energie von anderen Kriegstreibern zu kaufen. Zumal selbst die Ukraine am Irakkrieg beteiligt war. Das beißt sich irgendwie völlig. Wir drehen uns das Völkerrecht auch nur, wie es uns genehm ist. Wenn wir Kriegsgründe erfinden, kann es nicht vom Völkerrecht gedeckt sein. Und den Vogel abgeschossen haben die Grünen mit den Waffenlieferungen in Richtung Jemen Krieg, wo viel mehr Zivilisten umgebracht werden als es alle Beteiligten im Ukrainekrieg tun.

Es steht doch jeden frei, nicht zu demonstrieren, wenns ihm nicht passt. Ich geh auch nicht los, meinetwegen können die Grünbunten dieses Land vor die Wand fahren. Gerade für diejenigen, die sich jetzt bewusst dumm stellen, erscheint es mir wichtig. Vielleicht wachen dann unsere Sprösslinge auf und kapieren endlich, dass es so linksbunt und moralisch völlig daneben nicht geht. Es ist doch nicht die Schuld der Demonstranten, wenn es im Land an allen Ecken und Kanten abwärts geht. Wer will das alles einzeln aufzählen? Wir werden auch die nächsten Jahre im Krisenmodus verbringen, denn es gibt scheinbar niemanden mehr, der realistisch handeln will. So war es seit 2014 in der Ukraine und so wird es auch mit China enden.

Ein Demonstrant muss nicht für alles eine Lösung wissen. Aber man weiß, dass es eben keine bezahlbare Energie ohne Russland gibt. Und man weiß, dass man eine Industrienation nicht mit Windrädern am Laufen hält. Zumal wir wissen, dass wir trotz der Milliarden, die sie uns über den Strompreis abgepresst haben, gerade mal 16Prozent der Primärenergie mit Erneuerbaren abdecken. Aber macht ruhig so weiter, es wird weiter mehr Gründe und Ausreden für das Versagen geben als Lösungen. Alles andere wäre bei dem Politpersonal eine riesige Überraschung.
Spartan
19.10.2022, 19:44 Uhr
Regierung auch un-einig
Nie werden alle Menschen einer Meinung sein, das wird es nie geben, auch in Nordhausen nicht. Und das ist auch gut so.
Im Grunde geht es allen nur um eines, die Regierung muss ihren Kurs ändern., für das eigene Volk da sein.
Wird und wurde uns doch gerade von dieser Regierung Uneinigkeit vorgelebt.
Uneinigkeit bei:
1. Entlastung für die Bürger
2. Gaspreisbremse ja/ nein und wie?
3. Gasumlage nun erstmal vom Tisch
3. bei Atomkraft
4. bei der Flüchtlingspolitik
5. bei Coronamaßnahmen
6. Impfpflicht ja/ nein
Da könnte man noch viel mehr aufzählen.
Und da sollen alle Bürger einer Meinung sein. Welch eine Illusion?
HeiKev
19.10.2022, 21:10 Uhr
Uneinigkeit in der Regierung?
Das soll bei Koalitionsregierungen vorkommen. Selbst in ein und derselben Partei gibt es Uneinigkeit.
Das Erschreckende ist, dass genau die Protagonisten, die hier immer von Einheitsfront faseln Dieselben sind, die sich dann über unterschiedliche Auffassungen in einer Regierung aufregen. Ich habe aber keine Lust, dieses Geschwafel der klemmenden Hochstelltasten detailliert näher zu betrachten. Das ist es ganz einfach nicht wert!
Das Land hat schon ganz andere Dinge gemeistert und wird auch diese Mode, die schrägen Austrittsforderungen aus der Weltgesundheitsorganisation, ..., die Russenfahnen, und den ganzen anderen Quatsch überstehen.

Mir tun nur die Leute leid, denen es wirklich dreckig geht und die diesen Parolen hinterher laufen. Vielleicht hilft es ja, sich das Programm dieser sogenannten Alternative durchzulesen, bevor man einem Pohl zujubelt. Andererseits habe ich da große Zweifel, ob das bei einigen nützt.
Gudrun1974
19.10.2022, 21:22 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Bezug zum Artikel?
Kobold2
20.10.2022, 05:55 Uhr
Wieder mal
Henkels alternative Fakten....
Der Anteil erneuerbarer Energien war letztes Jahr lt. gestrigen Medienberichten bei ~20Prozent und hat sich auf rd 1/3 für dieses Jahr erhöht.
Aber macht ruhig weiter, alles was irgendwie zu einer Unabhängigkeit führt, abzulehnen .
Einzig bei abgepressten Geldern gehe ich mit.
Die EEG Umlage war für den Umbau gedacht , nur ist der nicht im notwendigen Umfang erfolgt und hat vieles ausgebremst.
Ja und 89 ist man nicht wegen der Wiedervereinigung auf die Straße gegangen, das kam erst nach Helmuts Auftritt im Tal der Ahnunglosen.
Man muss doch langsam mal erkennen, das der Weg der letzten 10- 15 Jahre uns in diese Sackgasse von dem wir auch kräftig profitiert haben, geführt hat.
Wenn man sich selbst dort hinein manövriert hat, kann man nicht erwarten das andere einem daraus helfen, zumal man uns oft genug vor diesem Weg gewarnt hat. Aber in Deutschland weiß man ja alles besser.
Russland mag nicht unser Feind sein, aber für Russland sind wir es, wenn man den Herren aus dem Kreml zuhört. Zur Dipomatie gehören auch mindestens 2 Parteien, die sich um eine, für beide Seiten akzeptable Lösung bemühen. Der Punkt ist grad nicht gegeben und der Weg dahin nicht so einfach, wie hier Einige meinen. Das Hauptproblem sitzt dabei nach wie vor im Kreml. Da hat man auch seinen Einfluss auf die kommenden Ölfördermengen der OPEC , als Mitglied geltend gemacht. Sich wegen niedriger Preise anbiedern ( NS 2 aufmachen) bringt nur weitere Abhängigkeiten und das ist langfristig keine Option.
diskobolos
20.10.2022, 08:10 Uhr
@Spartan
"Und da sollen alle Bürger einer Meinung sein?"

Nein, sollen Sie ja gar nicht. Es wäre schon gut, wenn man anerkennt, dass es unterschiedliche Meinungen gibt und die anderen für ihre auch nachvollziehbare Begründungen haben. Das gilt für jeden Ihrer 6 Punkte. Und die unterschiedlichen Positionen wurden in den Medien auch ausführlich dargestellt
Henkel
20.10.2022, 11:26 Uhr
Da ist er wieder mal...
...der Mann mit den Fakten. Nach offizieller Statistik der Bundesregierung war es 2021 16Prozent. Aber lass es meinetwegen 20Prozent sein, ich habe keine Zahlen zu 2022 gefunden, vielleicht rechnet die eine Seite etwas optimistischer, haben sie ja seit Corona die Mathmatik neu erfunden. Ob nun 16 oder 20Prozent. Betriebe zu zwingen, zeitweise wegen Strommangel vom Netz zu gehen und dann von 1/3 zu fantasieren, ist stark. Soll das ein Erfolg sein, nach all der Abzocke? Wie will man damit eine Industrienation führen? Zumal die umweltschädlichen Faktoren den Investoren zuliebe einfach weg moralisiert werden. Ich meine, wenn man nicht gerade völlig linksverpeilt ist, muss man sich nur in der Welt umschauen. Kein Land geht diesen irrsinnigen Weg. Keiner eifert uns nach. Weltweit sind es sogar nur 2,2Prozent erneuerbare, 2,5Prozent Wasserkraft und 9,4Prozent Biomasse. Es wird also weiterhin Gas und Öl gebraucht, da muss sich Russland keine Sorgen machen.

Was die Diplomatie betrifft. 8 Jahre lang wurde am Minsker Abkommen gefeilt. Führend Merkel und Macron. Was ist in dieser Zeit passiert? Schau die Aussage von Poroschenko an. Nach der Klatsche im Donbass 2014 hat man diese Verträge nur hergenommen, um Zeit zu gewinnen. Aufgerüstet, mit dem Geld der Amis. Selbst hat die Ukraine nichts, man war ja gewohnt, den Donbass auszupressen. Die sorgten für 85 Prozent der Staatseinnahmen. Wozu soll also Russland noch verhandeln. Wir halten nur ein, was uns passt. Auf der anderen Seite weiß Russland, dass wir langfristig ohne ihre Rohstoffe in große Bedrängnis kommen werden. Klar, clever wie wir sind, kaufen wir überschüssiges russisches Gas über China mit Aufpreis ein. Und wie man liest, stauen sich vor Spaniens Terminals die Schiffe, weil es nicht genug Terminals gibt. Kostet täglich richtig viel Geld.

Und nein, die OPEC+ macht nur, was sie immer macht. Es ist schon sehr bequem, Putin für alles verantwortlich zu machen. Lediglich Biden wollte die Verknappung bis nach der Zwischenwahl verschieben lassen, um vielleicht die Klatsche noch abwenden zu können. Aber die Opec hat die Nase voll von den Dollar Erpressungen. In die wir uns nun noch mehr hinein bewegen. Schon clever, was wir gerade tun.
Wüterich
20.10.2022, 12:49 Uhr
... Hallo katrin79
Sie haben vollkommen recht. Die Beweggründe mögen teils unterschieldich sein und sich nur schwer allgemeingültig darstellen lassen. Die Unzufriedenheit über unser politische Elite, vom Bundes-Wirtschaftsminister bis zum Bundesgesundheitsminister, deren Fehlentscheidungen und die Folgen einen uns. Auch ich bin ein Befürworter des Überdenkens der Sanktionen gegen Russland. Mit sehr vielen dieser Sanktionen treiben wir unsere Not, privat wie wirtschaftlich in eine nichtabsehbare Zukunft. Ich bin auch kein Befürworter von Korruption, daher fällt mit die Unterstützung der Ukrainischen Führung auch nicht ein. Das Leid der ukrainischen Bürger ist z.T. schrecklich - ich denke jeder Familienmensch stimmt hier zu. Dennoch laufe ich weder mit der einen noch mit der anderen Flagge durch meine Heimatstadt um vom Grunde her auf eine zwingend notwendige Änderung des aktuellen poilischen Kurses aufmerksam zu machen. Für meine Mitbürger, meine Familie und meine Freunde tue ich dies. Aber liebe katrin79, bei allem Respekt: "Was bewegt Sie dazu, mit einer Russlandfahne bei einer der Montagsdemos loszuziehen?" Russischer Abstammung sind sie meines Wissens nach nicht. Gern bin ich für Beweggründe die sich mir bislang nicht erschließen offen - vielleicht ändert dies meine Sichtweise?
T.Nickel
21.10.2022, 11:59 Uhr
Gemeinsam auf der Straße...
...trotz unterschiedlicher Ansichten...?

Liebe blondchens, Mondscheinhexen, Spartans, Katrins und all die Verteidiger dieser spazierenden Schauspiele. Denkt Ihr eigentlich auch mal kurz über die von Euch hier vorgebrachten Sätze nach, bevor ihr Eure Beiträge abschickt?

'Die Regierung ist sich uneinig und da muss das krakeelende Volk sich nicht einig sein.'
'Das zeigt doch nur die Vielfalt der Unzufriedenheit mit der Regierung (denen da oben usw.).'
'Ob mit oder ohne Russlandfahne, für oder gegen Sanktionen, Putin, etc., Hauptsache gegen die Regierung (die da oben).'

Ich meine, wenn Ihnen all die ganzen Probleme zu komplex sind um sie zu erfassen, dann versuchen Sie es doch einfach mal mit einfachen Beispielen. Angenommen jemand hat einen Verwandten bei einem Unfall mit einem Raser auf der Autobahn verloren. Egal welche Partei er selbst gewählt hat, er wird kein Verständnis dafür haben, dass sich SPD und Grüne vom kleinsten Koalitionspartner treiben lassen. Dieser Mensch wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit sehr unzufrieden damit sein, dass "die Regierung" es nicht fertig bringt, ein Tempolimit auf den Weg zu bringen.

Und dann haben wir da einen, der auf diese Spaziergänge geht, weil er findet, dass diese "grüne Verbotspartei" endlich davongejagt werden sollte, weil die uns ja eh nur das heizen, duschen, Fleisch essen und hey, auch das rasen auf der Autobahn verbieten wollen wenn sie es könnten !1!!elf!

Und diese beiden können, müssen und sollen nun gemeinsam auf die Straße gehen und die Rautenstraße hoch und runter laufen, weil... sie beide mit der Regierung unzufrieden sind? Für was... welches Ziel...? Die da oben zu stürzen? Und dann...?

Bitte liebe blondchens, Mondscheinhexen, Spartans, Katrins usw. sagen Sie mir, dass Ihnen selbst auffällt, wie unsinnig Ihre Argumentation ist.
P.Burkhardt
21.10.2022, 13:28 Uhr
Unzufriedenheit...
...wie die Vertreter der Spaziergänger hier selbst zugeben, ist jeder mit etwas anderem unzufrieden und geht deswegen auf die Straße. Eben wegen dieser heterogenen Struktur der Unzufriedenheit bleibt sie immer bestehen, da keine Regierung es allen Recht machen kann. Vollkommen egal, ob ihr die bestehende Regierung (nur in einem Paralleluniversum) abserviert... es ist nunmal nicht möglich.

Jeder von uns unterliegt Restriktionen, die ihm nicht gefallen. Für den einen ist es das Rauchverbot in der Kneipe für den nächsten das Tempolimit, wieder einer stört sich an AKW, dem nächsten ist der Strom zu teuer, wieder einem die Steuern zu hoch und die Rente zu niedrig. Überall stecken Zielkonflikte drin, die nur im Kompromiss gelöst werden können - oder bereits gelöst wurden. Ich wünschte mir auch ein steuerfreies Einkommen bei billigem Strom, kostenfreie Kitas und mehr Polizei, weniger Gesetze, schöneres Wetter und hübschere Friseur*Innen... und später höhere Rente... ES GEHT EBEN NICHT ! Im Ergebnis werden immer welche, die das nicht begriffen haben, die Straße rauf und runter dackeln....
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