eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Sa, 16:33 Uhr
05.11.2022
Tipps der Verbraucherzentrale

Richtig heizen mit Öfen und Kaminen

Hohe Gaspreise und die Angst vor Versorgungsengpässen haben für einen Ansturm auf Kamin- und Holzöfen gesorgt. Doch auch beim Heizen mit Holz gibt es einiges zu beachten. Die Verbraucherzentrale Thüringen gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Öfen und Kaminen...

Jede Feuerstätte muss vom Schornsteinfeger abgenommen werden. Bei einigen Zehntausend Öfen ist dies bislang nicht geschehen. „Das bedeutet ein erhöhtes Risiko für Brände und Rauchgasvergiftungen. Die Prüfung muss dringend nachgeholt werden”, rät Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen.

Anzeige Refinery (lang)
Im Ofen verfeuert werden darf nach den Vorgaben zum Immissionsschutz ausschließlich gut getrocknetes Stückholz. Zeitungen hingegen gehören ins Altpapier, Joghurtbecher in den gelben Sack. „Alte Fensterrahmen und Spanplatten sind Sondermüll und sollten auf der Deponie entsorgt werden, aber keinesfalls im privaten Ofen oder Kamin”, warnt Ramona Ballod.

Frisch produzierte Holzscheite müssen an gut belüfteten Orten mindestens ein bis zwei Jahre trocknen, bevor sie reif für den Ofen sind. Vorher brennen sie schlechter, erzeugen weniger nutzbare Wärme und setzen jede Menge Umweltschadstoffe bei der Verbrennung frei. „Der Baum, der am Jahresanfang gefällt wurde, hat den kommenden Winter nichts im Ofen zu suchen”, so die Expertin.

Richtig anfeuern
Wer einen Ofen nutzen möchte, sollte sich vorab ausführlich über das richtige Anfeuern informieren. Dazu gehört: Sorgfältig geschichtetes Holz, kleinere Scheit-Querschnitte für schnelles Anbrennen, Anzünden von oben mit wachsgetränkter Holzwolle, möglichst ungestörter Abbrand, kein Nachlegen von Scheiten. Die Zufuhr an Verbrennungsluft ist ebenfalls wichtig und das rechtzeitige Reduzieren des Abgasquerschnitts hält mehr Wärme im Haus.

Weiterführende Informationen bietet das Umweltbundesamt in seiner Broschüre „Heizen mit Holz“ oder der Schornsteinfegerverband unter https://www.schornsteinfeger.de/tipps-vom-schornsteinfeger.aspx.

Problem Feinstaub
Öfen produzieren erhebliche Mengen an Ruß, Schadstoffen und Feinstaub. Sie sind vielerorts problematischer als der Straßenverkehr. Werden sie betrieben, sollte das möglichst umweltschonend erfolgen.

Wer dennoch einen neuen Ofen kaufen will, sollte den Werkstattofen und Allesbrenner im Baumarkt lassen und stattdessen ein Modell wählen, das die Kriterien des Umweltlabels „Blauer Engel“ erfüllt.

„Diese Modelle sind zwar deutlich teurer, aber dafür gibt es unter anderem einen Staub- und Feinstaubfilter. Außerdem haben sie eine automatische Luftsteuerung und nehmen Ihnen damit eine komplizierte Aufgabe für den optimalen Betrieb ab”, sagt Ballod.

Weitere Fragen zum Heizen mit Holz sowie zu Heizungsanlagen generell beantworten die Energieberater:innen der Verbraucherzentrale Thüringen. Termine für eine persönliche Beratung können unter der Telefonnummer 0361 555140 vereinbart werden.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Örzi
05.11.2022, 17:41 Uhr
Ja,ja erklärt es ihnen
Denn die Menschen sind dumm. Sie wissen weder wie man einen Ofen anzündet oder einen Waschlappen benutzt. Geschweige denn, wie man das Licht ausschaltet oder dass man auch mehrere Pullover übereinander anziehen kann.
Echter-Nordhaeuser
05.11.2022, 18:55 Uhr
"Richtig heizen mit Öfen und Kaminen"
Als Alternative zu Gas und Öl,es werden wieder Öfen und Kamine in Betrieb genommen. Dies ist bestimmt die neue Wärmewende und wer abends durch die Stadt geht kann dies schon riechen. Verbrannt wird alles ob Fenster, Möbel, Zeitung oder anderer Müll die Hauptsache es wärmt. Der Staat wollte es ja nicht anders.
grobschmied56
05.11.2022, 20:11 Uhr
Ganz so dumm sind die Ossis nun auch wieder nicht ...
... jedenfalls nicht die alten 'gelernten Ossis'. Die wissen schon, wie man ein Feuer anbekommt, sich vorm Erfrieren oder Verhungern bewahrt. Eher muß uns schon um die Generation 'NIX' bange sein. Das sind die am Mobilphone hängenden Sensibelchen, die in einem Lebensmittellager verhungern, weil sie die Dosen mit Futter nicht aufbekommen...
Kein Strom im Phone, kein Netz, die 'Wie öffne - ich - die - Dose - App' funzt net.
Aus.
geloescht.20240214
05.11.2022, 20:20 Uhr
Feinstaub. CO 2..
Interessiert mich die Bohne. Solange Brasilien den Regenwald abholzt und China die Welt verpesstet spiele ich da mit. Alles was geht wird thermisch verwertet . Muss ja auch leben.
Wie Bitte
05.11.2022, 22:44 Uhr
Witzig, dass dieselben Kommentatoren,
die jetzt sagen, "man muss uns doch nicht erklären, wie man heizt - erklärt es lieber der verwöhnten Jugend, die nicht ohne dies und ohne jenes und ohne alles auskommen: wir dagegen, wir, die alte Garde, wir sind noch von altem Schrot und Korn" - dieselben sind, die nicht mit zwei Grad weniger Temperatur im Wohnzimmer klarkommen.
Ist alles immer eine Frage des Standpunktes, nicht wahr?
Paulinchen
06.11.2022, 10:22 Uhr
Das Chaos mit dem Gas und...
.... der Strom/Atomenergie wäre nicht entstanden, wenn wir einen ehrlichen Energieminister hätten. Gestern war zu lesen, daß der Minister nun von der Zeitungsredaktion Cicero angezeigt wurde. Der Vorwurf, der Minister hat sich entgegen seiner Aussage, nicht von der in Deutschland vorhandenen Atomsicherheitsbehoerde beraten lassen. Vielmehr zog er es vor, nach seiner persönlichen Meinung zu entscheiden. (von mir so grob zusammen gefasst) Hätte er sich dort erkundigt, wozu er wohl auch verpflichtet sein soll, wäre es mit der Energie in unserer Republik nicht so katastrophal geworden. Der Minister freut sich im Moment über die vollen Gasspeicher, aber wenn es demnächst kalt wird, leeren sich diese schneller als sie gefüllt wurden.
Ein Trauerspiel, ist unsere Regierung im Moment. Wie schon im obigen Bericht erwähnt, abends mal fix die Wohnung durchlueften, ist kaum noch möglich. Entweder es stinkt nach der Firma van Asten, oder nach Rauch und Holzgas.
Psychoanalytiker
06.11.2022, 13:40 Uhr
Wie haben eigentlich ...
... unsere Vohrfahren, "Oma und Opa", "Uroma und Uropa" ihre Wohnungen warmgehalten? Wurden die auch von "Experten" derart beraten???

Da wurde in meiner Familie mit Zeitungspapier (später auch mit sog. Kohleanzünder) Holz angezündet, ein paar mal gepustet, der Zugluftregler geöffnet und Kohle, die zuvor im Keller gelagert, und in Eimern hochgeschleppt wurde, draufgelegt und angezündet.

Und da war es sch..ß egal, ob da ein alter Fensterrahmen oder Zweige vom Weihnachtsbaum mit im Ofenloch verschwanden. Und damals gab es noch sehr kalte Winter, trotz Qualm aus dem Schornstein. Am Ende landete sogar mal heiße Asche im Aschetemper aus Metall und nur in wenigen Fällen brannten die dann, nicht so, wie heute die Mülltonnen aus "Plaste und Elaste", die eher schmelzen.

Unsere "Jugend" hat da eher keine Ahnung, dreht am Thermostat und schon wirds warm. Na gut, für die ist die Bedienungsanleitung aus dem Artikel vielleicht lehrreich und garnicht soooo schlecht ... .
Paulinchen
06.11.2022, 13:59 Uhr
Da fällt mir gerade....
... ein, was für ein tolles Heizgeraet in der Küche meines Elternhauses stand. Es war eine GRUDE. Nun werden sich einige erinnern und andere wundern.
Das Gerät war sehr vielseitig aber auch durchaus schon eine Art von "Raummoebel".
Fischkopf
06.11.2022, 14:33 Uhr
Danke @ Psycho
das war auch mein erster Gedanke, als ich den Artikel gelesen hatte.
Wie konnten unsere ( Ur ) Großeltern nur diese vielen harten und kalten Winter überleben ohne diese ganzen Expertenratschläge.
Kobold2
06.11.2022, 15:50 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Paul
06.11.2022, 19:59 Uhr
Welch Fortschritt....
Heizen wie 1900-Frühling, aber dumm von der E-Mobilität und Digitalisierung quatschen. Und das im superreichen Deutschland. Ich lach mich weg über soviel Dummheit und Ignoranz. Ich meine nicht die Leute die sich aus Verzweiflung einen Ofen kaufen. Sondern diese sche....Regierung.
Ich hatte früher auch eine Wohnung mit Ofenheizung und wahr heilfroh als ich eine Neubauwohnung bekam mit Fernheizung und warmen Wasser. Welch eine Errungenschaft, im 21.Jahrhundert wieder mit dem Ofen zu heizen.
geloescht.20250302
08.11.2022, 11:15 Uhr
Da werden sich einige wundern...
...wenn 10 Nachbarn ein Heizgerät als Netz stecken und es plötzlich wegen Überlastung zappenduster wird...

Aber wir waren ja laut ÖR-Böhnermann alles Umweltschweine mit unseren Kohleöfen...

Und ja, es gab mal kurzzeitig Versorgungslücken und man musste ein bis 2 Wochen länger auf den Kohlen-Ede warten.

Dann kam aber die so genannte Tschechen-Kohle, die günstiger als Briketts war, aber wegen angeblicher Selbsentzündungsgefahr nicht höher als 80 cm (Oder war es 1 Meter) aufgehäuft werden durfte.

Ich will nichts verklären und der tägliche Gang zum Aschewegbringen und Kohleholen war ebenso wie die schwarzen Hände danach lästig.

Aber niemand musste Angst vor dem Erfrieungstod wegen eines totalen Heizungsmaterialausfalls oder Blackouts haben.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)