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Sa, 10:02 Uhr
18.04.2026
Kassen-Nachprüfungen

Thüringens Betriebsprüfer brechen Rekorde

Die Betriebsprüferinnen und Betriebsprüfer in Thüringen haben im Jahr 2025 insgesamt 3.054 Kassen-Nachschauen durchgeführt. Dieses außerordentliche Ergebnis beruht zum Großteil auf einem in seiner Größe bisher bundesweit einmaligen Aktionstag am 15. Dezember 2025, an dem 286 Prüferinnen und Prüfer rund 2.500 Betriebe in 103 Ortschaften verteilt auf ganz Thüringen aufgesucht haben, um deren Kassenführung zu überprüfen....

Unterstützt wurden sie dabei durch ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Steuerfahndung und der Umsatzsteuersonderprüfung. „Damit haben unsere Prüfungsdienste einen wertvollen Beitrag im Sinne der Steuergerechtigkeit geleistet“, erklärte die Thüringer Finanzministerin Katja Wolf.

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Bei der unangekündigten Kassen-Nachschau handelt es sich um ein besonderes Verfahren zur zeitnahen Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Kassenaufzeichnungen sowie der ordnungsgemäßen Übernahme der Kassenaufzeichnungen in die Buchführung.

Die Kassen-Nachschau wurde vom Gesetzgeber 2018 eingeführt. Damals war bekannt geworden, dass in großem Umfang technische Möglichkeiten genutzt wurden, Kassenaufzeichnungen zu manipulieren. Die Finanzministerin erläutert dazu: „Das ist kein Kavaliersdelikt, hierbei handelt es sich um Steuerhinterziehung.“

In ihrem „Hauptberuf“ haben die Thüringer Prüferinnen und Prüfer weitere 3.013 reguläre Betriebsprüfungen mit einem Mehrergebnis von knapp 96 Millionen Euro abgeschlossen. Damit wurde das Mehrergebnis im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 28 Millionen Euro gesteigert.

Diese positive Entwicklung spiegelt die Prüfungsqualität in der Thüringer Betriebsprüfung wider. „In den letzten sechs Jahren gab es fast eine halbe Milliarde Euro Nachzahlungen allein durch Betriebsprüfungen“, stellt Katja Wolf anerkennend fest.

Sie räumt ein, dass für die in Thüringen steuerlich erfassten über 156.000 Betriebe eine Betriebsprüfung unabhängig von deren Ergebnis eine Belastung darstellen kann, die umso höher ausfällt, je älter der Prüfungszeitraum ist und desto länger sie andauert.

Die Finanzministerin weist aber auch darauf hin, dass die personellen Ressourcen auch in der Steuerverwaltung endlich sind: „Wir haben zwar gut ausgebildete und hochmotivierte Bedienstete in den Außenprüfungen, diese müssen jedoch möglichst effizient eingesetzt werden.“

Deshalb habe sich die Thüringer Betriebsprüfung zum Ziel gesetzt, zeitnaher und schneller zu werden. Dieses Ziel will sie durch eine noch risikoorientiertere Fallauswahl, Schwerpunktprüfungen und abgekürzte Außenprüfungen erreichen.
Autor: red

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