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Do, 10:33 Uhr
23.04.2026
Traulsen: Öl- und Gaspreise treffen Haushalte spürbar

Linke fordert dezentralen Ausbau erneuerbarer Energien im Kreis

Die aktuell steigenden Öl- und Gaspreise treffen Haushalte im Landkreis
Nordhausen spürbar, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern müsse deswegen der dezentrale Ausbau erneuerbarer Energien im Kreis, meint der energie- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Nordhäuser Linken...

„Heizöl ist seit Ende letzten Jahres um rund 40 Prozent teurer geworden, Gas kostet knapp zehn Prozent mehr als vor einem Jahr. Wer das als vorübergehendes Phänomen abtut, hat die letzten Jahre nicht aufgepasst", sagt Timo Traulsen, Kreisvorsitzender und energie- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Nordhäuser Linken. „Wir hängen mit unserem täglichen Leben an einem Preishebel, den andere in der Hand halten. Das ist keine Naturgewalt – das ist das Ergebnis jahrzehntelanger politischer Entscheidungen, die fossile Abhängigkeit konserviert statt aufgelöst haben", so Traulsen weiter.

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„Die Antwort darauf kann nicht eine weitere Einmalzahlung sein, die nach dem Gießkannenprinzip an alle verteilt wird und morgen vergessen ist. Wer ernsthaft etwas ändern will, muss dafür sorgen, dass die Lebenshaltungskosten der Menschen strukturell von den Preisen fossiler Energieträger abgekoppelt werden", fährt Traulsen fort.

Dafür brauche es aus seiner Sicht drei Hebel: „Erstens müssen
erneuerbare Energien und Speichermöglichkeiten konsequent ausgebaut
werden – dezentral, im Landkreis, auf den Dächern der Menschen. Wer
Strom aus Wind und Sonne nutzt, den trifft ein Ölpreisschock in Nahost
schlicht nicht mehr. Zweitens muss der öffentliche Nahverkehr gestärkt
werden, denn Mobilität darf nicht davon abhängen, was gerade an der
Tankstelle steht. Für viele Menschen hier im Landkreis gibt es heute
keine echte Alternative zum Auto – das ist ein politisches Versagen,
kein Schicksal."

Beim dritten Punkt wird Traulsen deutlich: „Wenn wir Menschen bei den
Energiekosten entlasten wollen, dann muss das gezielt passieren – bei
denen, die es wirklich brauchen, nicht nach dem Gießkannenprinzip. Es
ist nicht sozial gerecht, wenn eine Entlastung denjenigen genauso
zugutekommt, die sich die Preise locker leisten können, während Menschen mit niedrigem Einkommen jeden Monat rechnen müssen." „Ein verlässlicher Nahverkehr, erneuerbare Energien für alle und gezielte Unterstützung für einkommensschwache Haushalte – das sind keine Wohltaten, das ist das Mindeste, was eine verantwortungsvolle Energiepolitik leisten muss", so Traulsen abschließend.
Autor: red

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Kommentare
MHI
23.04.2026, 11:20 Uhr
Einfach Falsch!
Das ist fachlich schon mal falsch und ein Trugschluss das der Ausbau der erneuerbaren Energien uns unabhängig von Allem macht. Das macht nur bei entsprechendem Wetter (Sonne / Wind) und max. für ein Einfamilienhaus Sinn. Hört aber spätestens bei Mehrfamilienhäusern, Bürogebäuden und Betrieben auf. Und aller spätestens bei einer Dunkelflaute. Speicherlösungen für so was sind momentan Utopie. Der ganze Schwachsinn wird sich doch hier schön gerechnet weil es Förderungen drauf gibt. Und wo kommen die PV Module her? Alles aus China. Tolle Unabhängikeit. Und die meisten dieser Module werden noch aus Strom von Kohlekraftwerken hergestellt. Der ganze Schwachsinn ist pure Ideologie. Und dann liest man so was hier.

Ausbau des Nahverkehrs. Löbliche Anmerkung. Wird nur leider nie wahr. Wir Landbevölkerungseier sind doch die, die die städtische Wohlfühlblase am Leben erhalten. Wir zahlen doch den Wohlstand in den Städten und haben nix von. Was soll den hier ein Ticket für den Bus kosten wenn es flächendeckend über den ganzen Tag abgedeckt werden soll. Wird niemals passieren. Das ist doch die Wahrheit. Ist gar nicht finanzierbar. Und der Statt hier ist pleite, da brauchen solche Umverteilungsfantasien gar nicht rausposaunt werden. Mit etwas Mathe könnte man da selbst drauf kommen.
Mike Oxlong
23.04.2026, 12:24 Uhr
@MHI
Das was Sie da schreiben ergibt leider wenig Sinn. Selbst wenn wir nicht 100% des Bedarfs durch erneuerbare Energien beziehen können, ist doch auch schon ein größerer Anteil besser als weiterhin gänzlich auf fossile Energieträger angewiesen zu sein.
Auch verstehe ich nicht, warum Sie vor einer "Dunkelflaute" in der dann anscheinend auch kein Wind weht mehr Angst haben als vor den Szenarien, die wir aktuell täglich in der Zeitung lesen.
Das einzige bedauernswerte an der Energiewende ist, dass sie Jahrzehnte zu spät kommt.
free Gigi
23.04.2026, 12:51 Uhr
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