Mit dem Beginn der Mähsaison im Frühjahr stehen Landwirte jedes Jahr vor einer großen Herausforderung: In Wiesen und Feldern verstecken sich Rehkitze, die von ihren Müttern im hohen Gras abgelegt werden. Wie das Landratsamt helfen will...
Rehkitz (Foto: Pixabay-InsaPictures)Dieses natürliche Verhalten dient dem Schutz vor Fressfeinden, kann jedoch bei Mäharbeiten zur tödlichen Gefahr für die Jungtiere werden. Wie Rehkitze trotz der erforderlichen landwirtschaftlichen Arbeiten geschützt werden können, dazu ist das Veterinäramt des Landkreises Nordhausen im Gespräch mit Jägern und Landwirten aus der Region. Denn durch gezielte Maßnahmen vor dem Mähen können Landwirte aktiv dazu beitragen, Tierleid zu verhindern und gleichzeitig ihrer Verantwortung für den Natur- und Artenschutz gerecht zu werden.
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Methoden zur Aufspürung
Es gibt verschiedene effektive Möglichkeiten, um Rehkitze rechtzeitig aufzuspüren. Besonders bewährt haben sich Drohnen mit Wärmebildkameras, die in den frühen Morgenstunden eingesetzt werden. Unterstützt durch ehrenamtliche Helfer können so Wiesen systematisch abgesucht und die Tiere vorübergehend in sichere Bereiche gebracht werden. Alternativ bzw. ergänzend können auch Maßnahmen wie das Aufstellen von Scheuchen, Flatterbändern oder akustischen Signalen helfen, um Rehe dazu zu bewegen, ihre Kitze frühzeitig aus den Flächen zu führen.
Der Erfolg der Rehkitzrettung hängt maßgeblich von einer engen Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägern und freiwilligen Helfern ab. Die Rehkitzrettung zeigt, wie moderne Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Jedes gerettete Jungtier ist ein Erfolg – und ein Zeichen für gelebte Verantwortung, sagt Anja Wilhelm, Leiterin des Veterinäramtes. Eine frühzeitige Abstimmung der Mähtermine ermöglicht es den Rettungsteams, Einsätze effizient zu planen und möglichst viele Flächen zu kontrollieren.
Mähtermin rechtzeitig absprechen
Neben dem ethischen Aspekt spielt auch der Tierschutz eine wichtige Rolle. Das Vermeiden von unnötigem Tierleid entspricht nicht nur den gesetzlichen Vorgaben, sondern stärkt auch das öffentliche Vertrauen in eine verantwortungsvolle Landwirtschaft. Zudem bieten viele Organisationen kostenlose Unterstützung an und koordinieren die Einsätze vor Ort.
Landwirte werden daher gebeten, geplante Mäharbeiten rechtzeitig anzukündigen und bestehende regionale Initiativen zur Rehkitzrettung zu kontaktieren. Als Ansprechpartner steht auch das Veterinäramt zur Verfügung, Tel. (03631) 91 13 60 1 oder per E-Mail an Veterinaeramt@lrandh.thueringen.de.
Auch ich beteilige mich, im Gegensatz zu den beiden Vorkommentatoren, an der Kitzrettung. Leider klappt es nicht überall so gut, es gibt leider immer noch Landwirte, denen das egal ist. Mittlerweile ist der Einsatz von Drohnen aus der Kitzrettung nicht mehr wegzudenken. Früher lief man in einer Reihe durch die Wiesen und suchte Kitze. Dabei wurde dennoch manchmal eines übersehen. Doch Dank der Wärmebild Drohnen wird jede noch so kleine Wärmequelle entdeckt.
Übrigens geht es nicht nur um die Kitze, auch Bodenbrüter werden mit Hilfe der Drohnen gefunden und vor dem ausmähen gerettet.
Niemand möchte ein geschreddertes oder verstümmeltes Kitz oder ausgemähtes Gelege sehen.
Die Drohnen sind nicht die, die man bei Temu kaufen kann, sie kosten weit über 5000 Euro.
Bei uns im Revier läuft es Gottseidank super.