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Fr, 12:50 Uhr
24.04.2026
Hilfe für Landwirte im Südharz

Rehkitze retten - Leben schützen

Mit dem Beginn der Mähsaison im Frühjahr stehen Landwirte jedes Jahr vor einer großen Herausforderung: In Wiesen und Feldern verstecken sich Rehkitze, die von ihren Müttern im hohen Gras abgelegt werden. Wie das Landratsamt helfen will...

Rehkitz (Foto: Pixabay-InsaPictures) Rehkitz (Foto: Pixabay-InsaPictures)
Dieses natürliche Verhalten dient dem Schutz vor Fressfeinden, kann jedoch bei Mäharbeiten zur tödlichen Gefahr für die Jungtiere werden. Wie Rehkitze trotz der erforderlichen landwirtschaftlichen Arbeiten geschützt werden können, dazu ist das Veterinäramt des Landkreises Nordhausen im Gespräch mit Jägern und Landwirten aus der Region. Denn durch gezielte Maßnahmen vor dem Mähen können Landwirte aktiv dazu beitragen, Tierleid zu verhindern und gleichzeitig ihrer Verantwortung für den Natur- und Artenschutz gerecht zu werden.
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Methoden zur Aufspürung
Es gibt verschiedene effektive Möglichkeiten, um Rehkitze rechtzeitig aufzuspüren. Besonders bewährt haben sich Drohnen mit Wärmebildkameras, die in den frühen Morgenstunden eingesetzt werden. Unterstützt durch ehrenamtliche Helfer können so Wiesen systematisch abgesucht und die Tiere vorübergehend in sichere Bereiche gebracht werden. Alternativ bzw. ergänzend können auch Maßnahmen wie das Aufstellen von Scheuchen, Flatterbändern oder akustischen Signalen helfen, um Rehe dazu zu bewegen, ihre Kitze frühzeitig aus den Flächen zu führen.

„Der Erfolg der Rehkitzrettung hängt maßgeblich von einer engen Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägern und freiwilligen Helfern ab. Die Rehkitzrettung zeigt, wie moderne Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Jedes gerettete Jungtier ist ein Erfolg – und ein Zeichen für gelebte Verantwortung“, sagt Anja Wilhelm, Leiterin des Veterinäramtes. „Eine frühzeitige Abstimmung der Mähtermine ermöglicht es den Rettungsteams, Einsätze effizient zu planen und möglichst viele Flächen zu kontrollieren.“

Mähtermin rechtzeitig absprechen
Neben dem ethischen Aspekt spielt auch der Tierschutz eine wichtige Rolle. Das Vermeiden von unnötigem Tierleid entspricht nicht nur den gesetzlichen Vorgaben, sondern stärkt auch das öffentliche Vertrauen in eine verantwortungsvolle Landwirtschaft. Zudem bieten viele Organisationen kostenlose Unterstützung an und koordinieren die Einsätze vor Ort.

Landwirte werden daher gebeten, geplante Mäharbeiten rechtzeitig anzukündigen und bestehende regionale Initiativen zur Rehkitzrettung zu kontaktieren. Als Ansprechpartner steht auch das Veterinäramt zur Verfügung, Tel. (03631) 91 13 60 1 oder per E-Mail an Veterinaeramt@lrandh.thueringen.de.
Autor: red

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Kommentare
adele
24.04.2026, 14:25 Uhr
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