Do, 07:54 Uhr
21.05.2026
Katzendorf im Landkreis Nordhausen geplant
Tierschutz-Verein klagt gegen Bundesrepublik
Der Tierschutz-Verein Nordhausen beteiligt sich an der Klage des Deutschen Tierschutzbundes gegen die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Hintergrund ist die nach Ansicht des Vereins seit Jahren unzureichende Unterstützung von Tierheimen und tierheimähnlichen Einrichtungen durch den Bund...
Der Tierschutz Nordhausen e.V. ist einer von vier Vereinen, die stellvertretend für die 541 Tierheime und tierheimähnlichen Einrichtungen im Deutschen Tierschutzbund gerichtlich klären lassen wollen, ob sich aus dem Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz auch eine finanzielle Verpflichtung des Bundes ergibt.
Während wir jeden Tag an unsere Grenzen kommen, zieht sich der Bund seit Jahren aus der Verantwortung. Wenn aber ehrenamtliche Vereine, die freiwillig einen Teil öffentlicher Aufgaben übernehmen, trotz eines Staatsziels Tierschutz im Grundgesetz auf sich allein gestellt bleiben, dann läuft strukturell etwas gewaltig falsch. Tierschutz darf kein schönes Wort in Sonntagsreden sein. Wer Tiere schützen will, muss endlich die Menschen und Vereine stärken, die diese Verantwortung jeden einzelnen Tag praktisch tragen, sagt Kevin Schmidt, Vorsitzender des Tierschutz-Vereins Nordhausen in einer Presseinformation.
Auch der Tierschutz Nordhausen stößt der klassische Tierheimansatz stößt in Nordhausen zunehmend an Grenzen. Wir erleben einen massiven Anstieg verwilderter, verletzter und schwer sozialisierbarer Katzen, die von Kommunen und Gemeinden oft nicht einmal als Fundtiere anerkannt werden, obwohl sie faktisch Fundtiere sind. Besonders verwilderte Katzen können in herkömmlichen Tierheimstrukturen häufig nicht tierschutzgerecht untergebracht werden.
Der Verein plant deshalb den Aufbau eines Katzendorfs, um akut schutzbedürftigen Katzen langfristig eine artgerechte Unterbringung zu ermöglichen. So sollen bestehende Hotspots verwilderter Katzenpopulationen aufgelöst werden. Ziel ist es, Tiere kontrolliert aufzunehmen, zu versorgen, Kastrationen zu begleiten und langfristig die Populationen zu reduzieren. Die notwendigen Investitionskosten für den Kauf eines Grundstücks und den Bau eines Katzendorfs belaufen sich dabei auf mindestens 350.000 Euro.
Trotz der Zusage im Koalitionsvertrag, Tierheime bei Investitionshilfen zu unterstützen, verweist die Bundesregierung bislang auf die Zuständigkeit der Kommunen. Dabei zeige die sogenannte Sportmilliarde, was möglich ist, wenn politischer Wille vorhanden ist: Städte und Gemeinden können seit Kurzem Mittel für die Sanierung kommunaler Sportstätten beantragen. Wenn der Bund hunderte Millionen für Sportstätten bereitstellen kann, dann muss auch Geld für den praktischen Tierschutz möglich sein, sagt Schmidt.
Auch mit Blick auf das Ordnungsrecht sieht der Verein erheblichen Nachholbedarf. Maßnahmen wie eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen fehlen bis heute, obwohl es langfristig helfen würden, Tierleid zu reduzieren und den Tierschutz nachhaltig zu entlasten.
Autor: redDer Tierschutz Nordhausen e.V. ist einer von vier Vereinen, die stellvertretend für die 541 Tierheime und tierheimähnlichen Einrichtungen im Deutschen Tierschutzbund gerichtlich klären lassen wollen, ob sich aus dem Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz auch eine finanzielle Verpflichtung des Bundes ergibt.
Während wir jeden Tag an unsere Grenzen kommen, zieht sich der Bund seit Jahren aus der Verantwortung. Wenn aber ehrenamtliche Vereine, die freiwillig einen Teil öffentlicher Aufgaben übernehmen, trotz eines Staatsziels Tierschutz im Grundgesetz auf sich allein gestellt bleiben, dann läuft strukturell etwas gewaltig falsch. Tierschutz darf kein schönes Wort in Sonntagsreden sein. Wer Tiere schützen will, muss endlich die Menschen und Vereine stärken, die diese Verantwortung jeden einzelnen Tag praktisch tragen, sagt Kevin Schmidt, Vorsitzender des Tierschutz-Vereins Nordhausen in einer Presseinformation.
Auch der Tierschutz Nordhausen stößt der klassische Tierheimansatz stößt in Nordhausen zunehmend an Grenzen. Wir erleben einen massiven Anstieg verwilderter, verletzter und schwer sozialisierbarer Katzen, die von Kommunen und Gemeinden oft nicht einmal als Fundtiere anerkannt werden, obwohl sie faktisch Fundtiere sind. Besonders verwilderte Katzen können in herkömmlichen Tierheimstrukturen häufig nicht tierschutzgerecht untergebracht werden.
Der Verein plant deshalb den Aufbau eines Katzendorfs, um akut schutzbedürftigen Katzen langfristig eine artgerechte Unterbringung zu ermöglichen. So sollen bestehende Hotspots verwilderter Katzenpopulationen aufgelöst werden. Ziel ist es, Tiere kontrolliert aufzunehmen, zu versorgen, Kastrationen zu begleiten und langfristig die Populationen zu reduzieren. Die notwendigen Investitionskosten für den Kauf eines Grundstücks und den Bau eines Katzendorfs belaufen sich dabei auf mindestens 350.000 Euro.
Trotz der Zusage im Koalitionsvertrag, Tierheime bei Investitionshilfen zu unterstützen, verweist die Bundesregierung bislang auf die Zuständigkeit der Kommunen. Dabei zeige die sogenannte Sportmilliarde, was möglich ist, wenn politischer Wille vorhanden ist: Städte und Gemeinden können seit Kurzem Mittel für die Sanierung kommunaler Sportstätten beantragen. Wenn der Bund hunderte Millionen für Sportstätten bereitstellen kann, dann muss auch Geld für den praktischen Tierschutz möglich sein, sagt Schmidt.
Auch mit Blick auf das Ordnungsrecht sieht der Verein erheblichen Nachholbedarf. Maßnahmen wie eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen fehlen bis heute, obwohl es langfristig helfen würden, Tierleid zu reduzieren und den Tierschutz nachhaltig zu entlasten.


