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Fr, 13:36 Uhr
05.06.2026
Auszeichnung für gesellschaftliches Engagement

Schrankenlos erhält Ehrenamtspreis

Der Nordhäuser Schrankenlosverein ist mit dem Paritätischen Ehrenamtspreis 2026 in der Kategorie „Projekt“ ausgezeichnet worden. Geehrt wurde das Projekt „FiD – Frauen und Familien im Dialog“, das seit 2019 Begegnungs- und Bildungsangebote für Frauen und Familien mit Migrationshintergrund organisiert...

Bild: Stephanie-Tiepelmann Halm, Vorsitzende des Vereins (mitte), freut sich mit vielen Wegbegleitern über den Ehrenamtspreis.
Stephanie-Tiepelmann Halm, Vorsitzende des Vereins (Zweite von rechts), freut sich mit vielen Wegbegleitern über den Ehrenamtspreis. (Foto: Andreas Kotter)
Der Preis wird vom Paritätischen Thüringen und der Paritätischen BuntStiftung vergeben. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld von 2.000 Euro. Das Projekt setzt auf niedrigschwellige Angebote, um Menschen mit Migrationsgeschichte beim Ankommen in Deutschland zu unterstützen und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Dazu gehören monatliche Frauen- und Familiencafés, Sprachcafés auf unterschiedlichen Niveaustufen sowie thematische Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten.
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Besonders hervorgehoben wurde das ehrenamtliche Engagement der Beteiligten. Die Angebote werden von Freiwilligen organisiert und getragen. Nach Angaben des Vereins entwickeln sich viele Teilnehmerinnen im Laufe der Zeit selbst zu aktiven Mitgestalterinnen. Sie organisieren Veranstaltungen, bringen eigene Ideen ein und übernehmen Verantwortung. Ein Beispiel dafür ist das Märchencafé „Märchen aus aller Welt“, das aus eigener Initiative entstanden ist und inzwischen regelmäßig in der Vorweihnachtszeit stattfindet.

Darüber hinaus fördere das Projekt den Austausch zwischen den Generationen. Viele der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die die Sprachcafés begleiten, befinden sich im Rentenalter. Auch für sie schaffen die Begegnungen neue soziale Kontakte und sinnstiftende Aufgaben.

Mit der Auszeichnung würdigt die Jury nach eigenen Angaben nicht nur die Integrationsarbeit des Vereins, sondern auch dessen Beitrag zu Selbstbestimmung, gesellschaftlicher Teilhabe und einem lebendigen Miteinander unterschiedlicher Kulturen und Generationen.
Autor: red

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