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Fr, 10:46 Uhr
04.01.2008

nnz-doku: Auch mal zufrieden sein...

Innerhalb der doku-Reihe der nnz veröffentlichen wir heute die Grußworte des Ellricher Bürgermeisters. Matthias Erhold setzt sich darin mit der Unzufriedenheit der Menschen auseinander...


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

in Zeiten wie den gegenwärtigen neigen wir dazu, den Ausdruck der Unzufriedenheit Oberhand gewinnen zu lassen. Vieles von dem, was nicht in ein Bild des Mangels und der allenthalben empfundenen, manchmal auch gefühlten, Defizite passt, wird häufig übersehen.

Eine nüchterne und illusionslose Betrachtung unserer Verhältnisse darf bei aller berechtigter Kritik an den gegebenen Verhältnissen nicht dazu verleiten, nur die Defizite zu sehen und das Erreichte beiseite zu schieben. Eine verantwortungsbewusste Gesamtschau muss auch dem gerecht werden, was erreicht worden ist und werden soll. Nur eine solche Betrachtung lässt uns erst die Energie und Willenskraft schöpfen, die wir alle brauchen, um scheinbar Unveränderliches zu verändern bzw. scheinbar Unlösbares zu lösen. Dieser Blickwinkel kann uns auch in der Überzeugung bestärken, dass es doch möglich ist, scheinbar festgefahrene Situationen wieder in gang zu bringen und voran zu treiben.

Es sei mir gestattet, an dieser Stelle auf unserer Heimatstadt Ellrich zu blicken. Eine sparsame und ausgewogene Haushaltswirtschaft verschafft uns für das neue Jahr 2008 den Spielraum, entsprechend den gesetzten Schwerpunkten, Investitionen in Höhe von ca. 2 Mio. Euro zu tätigen. Die wesentlichsten Maßnahmen, die mit diesen finanziellen Mitteln abgedeckt werden sollen, sind die Fertigstellung der Stützpunktfeuerwehr Ellrich und damit die Umgestaltung des Ellricher Bahnhofes, die Fortführung des Dorferneuerungsprogramms in dem Ortsteil Werna, die Fortführung der Sanierungsarbeiten in der Johanneskirche, die Ausstattung der Spielplätze mit neuen Spielgeräten bzw. deren Reparatur sowie die Anschaffung von Stadtmöbeln, um hier nur einige aufzuzählen.

Ein Höhepunkt stellt mit Sicherheit die Ausrichtung des 16. Harzfestes, eines der größten Traditions- und Brauchtumsfeste im Harz, am 28. und 29. Juni dieses Jahres dar. Und hierzu bedarf es natürlich der Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger der Einheitsgemeinde, um unseren Gästen an diesem Wochenende ein gelungenes Fest, was hoffentlich allen in langer Erinnerung bleibt, bieten zu können. Die bisherige Resonanz und Engagement in der Bevölkerung zeigt mir, dass ich mir dieser Unterstützung sicher sein kann.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

den wichtigsten Beitrag zur eigenen Zukunftssicherung und der unserer Stadt, hat jedoch jeder von uns selbst in der Hand. Prüfen wir uns selbstkritisch, ob wir alles das haben müssen, was uns an Ansprüchen eingeräumt ist. Achten wir darauf, rücksichtsvoll mit Natur und Umwelt umzugehen. Der unschätzbare Wert der Familie als Raum der Geborgenheit für unsere Kinder gerade in Hinblick auf die Ereignisse zum Ende des letzten Jahres und für alte Menschen muss wieder deutlich werden. Schauen wir auch wieder über den Gartenzaun hinaus und blicken wir nicht nur selbstvergessen und egoistisch in uns hinein.

Daher gebührt an dieser Stelle Respekt und Dankbarkeit der wichtigen, meist ehrenamtlich geleisteten Arbeit, in den Vereinen, Organisationen, Kirchengemeinden, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindergärten in unserer Stadt.

Ihnen, verehrte Bürgerinnen und Bürger, wünschen die Damen und Herren des Stadtrates und der Ortschaftsräte, die Stadtverwaltung und ich persönlich ein gesundes und glückliches neues Jahr. Erbitten wir dafür den äußeren, aber auch inneren Frieden, der nicht daher kommt, dass man keine Konflikte hat, sondern der aus der Fähigkeit entsteht, mit Konflikten fertig zu werden. Seien wir dankbar für die Freiheit, in der wir leben, die der Philosoph Jaques Rosseau so beschrieben hat:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.“
Matthias Ehrhold, Bürgermeister
Autor: nnz

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