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Do, 10:21 Uhr
21.08.2008

Oh, wie war das schön!

Über ein Vierteljahrhundert musste der Wacker-Anhang warten, bis am 29. März dieses Jahres endlich wieder ein Punktspiel auf dem Weimarer Lindenberg gewonnen werden konnte. Zum aktuellen Punktspiel in der Klassikerstadt der Vorbericht von Klaus Verkouter in Ihrer nnz.


Dass beim wohl besten Auswärtsspiel der letzten Saison Schönberger im Tor nicht überwunden und sogar ein nie gefährdeter 3:0-Sieg herausgeschossen werden konnte, stimmte umso erfreulicher. Doch diesem Erfolg sollten sechs sieglose Spiele folgen, sodass Wacker am Ende nur den achten Platz einnahm.

Während sich die Neunziger nach dem Abpfiff in den Armen lagen, diskutierten die ratlosen Zuschauer noch gestenreich über die gerade abgelaufenen neunzig Spielminuten. Als Augenzeuge der Pressekonferenz konnte ich SC-Präsident Michael Hoeffers drastische Worte vernehmen: "Ihr verjagt uns noch die letzten Zuschauer." Dies sagte er zugleich über das angeschaltete Stadionmikrofon, vor allem an seine Mannschaft gerichtet.

Romstedt, Venth (Foto: H. Dressler) Romstedt, Venth (Foto: H. Dressler) In einer Tageszeitung war dann zu lesen: „Deutliche Worte nach dem Abpfiff: ‚Mit Hinternwackeln und Hacke-Spitze-1-2-3 kann man nicht mal in der Kreisliga bestehen.’ Armin Romstedt (auf dem Foto links mit Trainer Burkhard Venth), Trainer des SC 03 Weimar, hatte an der Leistung seiner Truppe gegen Wacker Nordhausen schwer zu kauen. ‚Ich entschuldige mich bei den Zuschauern für diesen Auftritt. Wir werden am Montag auf das Training verzichten und stattdessen die Video-Aufzeichnung des Spiels ansehen. Dann kann jeder Spieler mal Stellung dazu nehmen, was er geleistet hat.’ Fakt ist: Mit dem 0:3 sind die Weimarer am Ende noch gut bedient.“

Seitdem sind fünf Monate ins Land gegangen. Wenn am kommenden Sonnabend ab 15 Uhr beide Kontrahenten in ihrem 63. Punktspiel wieder aufeinandertreffen, werden die Karten neu gemischt. Trainer Armin Romstedt hat einen Kader von 23 Mann beisammen, ist also personell gut bestückt und setzt deshalb in diesem Spieljahr konsequent auf eine höhere Qualität.

Das ließ sich in einigen Vorbereitungsspielen, in der ersten Runde des Landespokals (4:1 in Bischleben) und beim Punktspielstart in Steinach (1:1) recht gut an. In Steinach bescheinigte SC-Trainer Romstedt seiner Truppe - die immerhin fünf gelbe Karten kassierte (Mendrala, Engelhardt, Hauf, Oschmann, Ahlgrimm) - eine gute kämpferische Leistung, erkannte aber noch Probleme im Stellungsspiel. "Wir haben dem Gegner viel zu oft die Innenbahn freigegeben", sagte der Coach. Auch von Steinacher Seite wurde dem SC 1903 ein gutes Spiel attestiert und besonders die Offensivabteilung der lauffreudigen Angriffsspieler Hauf, Sander und Oschmann gelobt.

Was ist mit den Neunzigern? Trainer Burkhard Venth kann darauf verweisen, seit fast drei Monaten ungeschlagen zu sein. Die letzte Niederlage wurde mit 1:2 beim Oberligaaufsteiger FC Rot-Weiß Erfurt II im Mai bezogen. In den folgenden Testspielen konnte Wacker den Platz immer als Sieger verlassen, wie das auch im Pokalspiel beim 5:1-Erfolg in Siemerode der Fall war. Der Punktspielstart gegen Schlotheim – ein 1:1-Unentschieden wie Weimar – war vom Ergebnis her natürlich nicht nach dem Geschmack der Nordhäuser.

Chancen waren aber da, um drei Spiele klar zu gewinnen. Das muss bei aller Unzufriedenheit, vor allem über die vielen Ungenauigkeiten im Aufbau- und Passspiel, selbst auf kürzeste Entfernung, positiv vermerkt werden wie auch die kämpferische Haltung der eingesetzten Akteure. Demnach sollte der kleine Wackerkader erhobenen Hauptes in die Klassikerstadt reisen und wenigstens einen Zähler anstreben. Oder können die Neunziger gar wieder singen „Oh, wie ist das schön?“ Die Weimarer werden jedoch auf Wiedergutmachung brennen.

Wacker II empfängt am Sonntag um 14.30 Uhr die SG Birkungen 07 im heimischen AKS. Nach dem befriedigenden Start in Großwechsungen wäre ein Dreier gut, um sich im vermeintlich schwereren zweiten Jahr in der Bezirksliga von Anfang an in der oberen Hälfte festzusetzen. Schon am Vormittag um 10.30 Uhr starten auch Wackers A-Junioren gegen Sömmerda in die Landesklasse-Saison.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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