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Di, 13:42 Uhr
02.12.2008

Wer schreit, ist im Unrecht

So langsam kommt auch in Thüringen der Wahlkampf in Fahrt. Schuldzuweisungen werden dabei immer wieder gern genommen. Heute haben die Thüringer Grünen einen gefunden...

Zu den Äußerungen von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) zur Vergangenheit der Ost-CDU erklären Steffi Lemke, Politische Bundesgeschäftsführerin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Astrid Rothe-Beinlich, Mitglied im Bundesvorstand und Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen:

„Die Äußerungen von Ministerpräsident Althaus zeigen, dass die Debatte um die Geschichte der DDR-Blockparteien und deren Rolle bitter nötig ist. Es ist zynisch von Herrn Althaus, mit Verweis auf die DDR-Verfassung die CDU von aller Schuld
reinwaschen zu wollen und die SED als das alleinige Übel darzustellen.

Die CDU-Ost war tragender Teil des DDR-Systems. Die CDU-Ost bekannte sich vorbehaltlos zum Mauerbau und bedingungslos zum Sozialismus. Wer das als Regierungspartei negiert und die berechtigte Kritik daran als Interessen geleitet in Bausch und Bogen verteufelt, macht sich durch seine Geschichtsvergessenheit unglaubwürdig.

Als die CDU 1990 sowohl Mitglieder als auch Finanzen der Ost-Schwester übernahm, hat sie auch die Verantwortung für deren Geschichte geerbt. Dieser muss sie sich stellen. 20 Jahre nach dem Wendeherbst 1989 ist dafür höchste Zeit.“
Stefanie Dolling Bündnis90/Die GRÜNEN
Autor: nnz

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Kommentare
Real Human
03.12.2008, 15:11 Uhr
Jenseits von Gut und Böse
„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“ (F. Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, Aph. 146)

An diese Weisheit von „Hitlers Lieblingsphilosoph“ sollte sich die oft sehr selbstgerechte Bürgerrechts- und Umweltpartei ab und zu erinnern! Jeder sollte diese Weisheit im „Hinterkopf“ behalten, denn wir haben alle schon einmal dagegen verstoßen – auch ich natürlich.

Ich bin überhaupt kein Freund der CDU – im Gegenteil. Aber man sollte auch die mickrigste Selbstkritik (Tillich, Schipanski,) erst einmal anerkennen; auch wenn man auf den CDU-Webseiten lange bis vergeblich danach suchen muss.

Bedenklicher ist dabei schon die allgemeine Blockflötenpolemik. Auch unter den „Blockflöten“ hat es SED-Opfer gegeben. Viele sind den Blockparteien beigetreten, um so endlich Ruhe vor den SED-Werbern zu haben. In den Blockparteien gab es auch Widerständler. Sicher waren viele von ihnen „Weicheier“. Andere, wie Althaus, würde ich allerdings eindeutig den Karrieristen zuordnen. Die Zahl der IM wird in diesen Parteien besonders hoch gewesen sein, denn die SED war sich berechtigterweise dieser „Bündnispartner“ nie sicher.

Bei dieser Gelegenheit: „Wüsste ich denn, ob ich einem solchen System hätte widerstehen können?“, soll Ex-Bundeskanzler G. Schröder einmal ganz ehrlich gesagt haben. Was die CDU betrifft, wird es noch genügend Gelegenheiten für mich geben, ganz tief in den Abgrund zu blicken.
Klostergott
03.12.2008, 16:07 Uhr
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