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Mi, 08:51 Uhr
17.12.2008

Von Peanuts und Grundsätzlichem

Gestern tagte im Nordhäuser Bürgersaal der Planungsverband zum Industriegebiet in der Goldenen Aue. Und in der Tat, neben den Verbandsmitgliedern waren auch viele Bürger gekommen, um an der Entwicklung des Industriegebietes teilzuhaben...

Diskutiert un zugehört (Foto: nnz) Diskutiert un zugehört (Foto: nnz)

Man die Zuhörerschaft getrost in zwei Gruppen teilen: Die Befürworter der Planungen und deren Gegner oder Kritiker. Wobei die zuletzt genannte Fraktion deutlich in der Überzahl war. Bereits im Vorfeld hatte die zur Beschlussfassung stehende Beitragssatzung zur Erschließung für Wirbel gesorgt. Der jedoch legte sich schnell. Denn es geht letztlich um 243.000 Euro, die auf die Grundstücksbesitzer umgelegt werden müssen. Was an diesem Abend noch erläutert wurde ist schnell darzustellen:

Die geplante Erschließung wird sich – so im GA-Antrag niedergeschrieben – auf 26,7 Millionen Euro belaufen. Rund 90 Prozent sind davon förderfähig. Mit der ersten Änderung des Bebauungsplanes, der mittlerweile Rechtskraft hat, soll unter anderem ermöglicht werden, daß die Flächen, die im Zuge eines Umlegungsverfahrens „geschoben“ werden, in Richtung Urbach zusammengefügt werden, um deren Eigentümern eventuell eine private Vermarktung zu ermöglichen. So soll ein Flickenteppich vermieden werden.

Das Hochwasserproblem des Krumbaches solle man als gelöst betrachten, davon werde auch Windehausen profitieren, so ein LEG-Mann und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU) unisono. Dann die spannenden Fakten: Bis dato habe die LEG rund 50 Prozent der Fläche des künftigen Industriegebietes erworben, weitere Gespräche mit Eigentümern sind für 2009 geplant. Mit Hilfe der Umlegung seien 80 bis 90 Prozent das Ziel. Vermutlich könnten noch im kommenden Jahr, spätestens 2010 die ersten Flächen für Investoren bereitgestellt werden.

Steinbrück (Foto: nnz) Steinbrück (Foto: nnz) Vertreter der Bürgerinitiative zur Rettung der Goldenen Aue hatten sich auf die Versammlung intensiv vorbereitet. So wollte Rüdiger Steinbrück wissen, warum der Schallleistungspegel erhöht worden sei. Mit der Antwort, daß der Schall zum Beispiel in Urbach in den gesetzlich vorgesehenen Grenzen ankäme, zeigte er sich nicht befriedigt. Auch welche Ersatzpflanzungen vorgesehen seien, konnte an diesem Abend nicht dezidiert beantwortet werden. Hier wurde jedoch auf den 7. Januar verwiesen, da wird es ab 17 Uhr eine Bürgerinformation geben, zu der die Fachplaner Auskunft geben sollen.

Frau Laube (Foto: nnz) Frau Laube (Foto: nnz) Ach ja, dann wurde es auch noch grundsätzlich. Sei denn die Ökologie genügend berücksichtigt worden, wollte Frau Laube wissen? Und überhaupt sei die Aue doch ein fruchtbarer Landstrich, der über Jahrhunderte die Menschen in Nordhausen ernährt habe, die Störche in Görsbach drohen zu verhungern und die A 38 habe große Flächen versiegelt. Die eventuell entstehenden Arbeitsplätze wie von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) angeführt, die bezeichnete Frau Laube als Totschlagsargument.

Von einem Protest gegen die angekündigten Beträge zur Erschließung des Industriegebietes war bei den Bürgeranfragen dann nichts mehr zu vernehmen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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