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Mo, 10:34 Uhr
22.12.2008

Die Zeiten sind vorbei

Es war einst eine Zeit, das so manche Papierstapel vor den Grundstücken heiß begehrt waren. Und es war eine Zeit, da die Nordhäuser Stadtwerke sich die Blaue Tonne anschafften und verteilten. Was ist aus dieser Zeit geworden? Die Antwort gibt es hier...


„Derzeit beweisen sich die gewerblichen Altpapiersammler als schlechte Verlierer" kommentiert Dr. Rüdiger Siechau, der Chef der kommunalen Entsorger in Deutschland, die jüngst in der Presse erhobenen Vorwürfe, Kommunen würden eine „Quersubventionierung"  der Altpapierentsorgung verschweigen und damit ihre Bürger gezielt täuschen. Nach dem „Häuserkampf um das Altpapier", den wir im Sommer erleben durften, ziehen sich jetzt die gewerblichen Altpapiersammlungen an vielen Orten wieder zurück. Grund für das plötzliche Versiegen der Sammellust der Gewerblichen ist der Einbruch der Altpapierpreise auf dem Weltmarkt. Was im Sommer noch als dauerhaft lukratives Geschäft erschien, wurde binnen weniger Wochen zum Verlustgeschäft.

Die Kommunalen Entsorger, darunter auch die Nordhäuser Stadtwirtschaft, haben von jeher vor dieser Entwicklung gewarnt. Private sammeln nur so lange, wie die Erlöse stimmen. "Nur die Kommunen, die die Altpapierentsorgung als hoheitliche Pflichtaufgabe wahrnehmen, gewährleisten eine dauerhafte Entsorgungssicherheit, und zwar unabhängig von Wertstoffpreisen auf dem Weltmarkt," so Siechau. Das kommunale Altpapiersammelsystem ist dabei Bestandteil der gesamten hoheitlichen Entsorgungsinfrastruktur und wird selbstverständlich, ebenso wie beispielsweise die Schadstoffsammlung oder aber die teilweise "kostenfreie" Sperrmüllabfuhr über die Abfallgebühren insgesamt finanziert.

Aus dieser Tatsache haben die Kommunen auch nie ein Geheimnis gemacht. Im Gegenteil: Die Kunden der kommunalen Entsorgungsunternehmen wissen und schätzen es, dass sie mit den Hausmüllgebühren auch eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Abfallwirtschaft finanzieren. Das "schnelle Geld" mit vorübergehend auch wirtschaftlich lukrativen Abfallfraktionen zu machen, ist nicht Ziel der kommunalen Entsorgungsunternehmen.

Schon vor Jahrzehnten haben deutsche Kommunen begonnen, Altpapier zu sammeln - nicht um damit Geld zu verdienen, sondern um knappe Ressourcen zu schonen und hohe Recyclingquoten beim Altpapier zu ermöglichen. Erlöse und Kosten der Altpapiersammlungen werden seit jeher in die Abfallgebührenkalkulationen eingestellt. Unvorhersehbare Kostenentwicklungen bei der Altpapiersammlung werden durch Nachkalkulationen in den Folgejahren als Unter- oder Überdeckungen ausgeglichen. Marktpreisschwankungen, die es beim Altpapier schon immer gegeben hat, gleichen sich dabei erfahrungsgemäß über einen längeren Zeitraum weitgehend aus.

"Das ist kein "Getrickse", sondern durch die Kommunalabgabengesetze der Länder so vorgegeben. Tagesaktuelle Gebührenanpassungen im Stil von Preisänderungen an Tankstellen dienen niemandem, sondern verursachen ausschließlich einen nicht finanzierbaren Bürokratieaufwand", so Dr. Siechau: "Außerdem schützt die langfristige und verlässliche Gebührenkalkulation die Gebührenzahler auch vor Preiserhöhungen für Entsorgungsleistungen, die wie beim Altpapier vorübergehend mal etwas weniger Erträge abwerfen."
Autor: nnz

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Kommentare
geloescht.otto
22.12.2008, 10:56 Uhr
Müllgebühren
"Das Altpapier ist nicht zum Geldverdienen", für wie blöd haltet Ihr uns? Wenn Ihr das Geld für die Senkung der Gebühren einsetzen würdet, dann währe würde ein Schuh draus, aber so!!! Wenn es nicht zum Geldverdienen da ist, ist doch die Anschaffung der unnützen "Blauen Tonne" nicht gerechtfertigt, eigentlich eine Geldvernichtung!!!
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