Di, 16:21 Uhr
30.12.2008
Drei von vier machen mit
Insgesamt 10 Landkreise und die zwei kreisfreien Städte Erfurt und Jena nehmen am Erprobungsmodell Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule teil. Darunter auch drei Landkreise aus Nordthüringen...
Entsprechende Beschlüsse bzw. Absichtserklärungen liegen dem Kultusministerium zum Jahresende vor. Damit beteiligen sich im nächsten Jahr mehr als die Hälfte der der Landkreise und kreisfreien Städte des Freistaates an diesem Modellprojekt. Der große Zuspruch zeigt deutlich die Akzeptanz des Erprobungsmodells, teilte Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) heute in Erfurt mit.
Am 1. Februar 2008 begannen die Erprobungsmodelle zur Weiterentwicklung der Grundschulen in den Landkreisen Eichsfeld, Greiz, Saalfeld-Rudolstadt und Sömmerda. Am 1. April 2008 kam die Stadt Erfurt hinzu, am 1. Oktober die Stadt Jena. Der Unstrut-Hainich-Kreis, der Kyffhäuserkreis und der Landkreis Hildburghausen werden sich ab dem 1. Februar 2009 beteiligen. Nicht mit dabei ist der Landkreis Nordhausen. Im weiteren Verlauf des Jahres 2009 kommen dann der Ilmkreis, der Saale-Orla-Kreis sowie der Wartburgkreis dazu. Entsprechende Verträge werden derzeit vorbereitet.
Kultusminister Müller sieht in der Erweiterung eine Bestätigung für den Erfolg des Vorhabens: Die Übertragung des Erzieherpersonals eröffnet den Schulträgern umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten für außerunterrichtliche Angebote. Mit der Umsetzung des Modells kann die Einheit von Bildung, Erziehung und Betreuung in den Sozialräumen in einer neuen Qualität erreicht werden. Die Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule auf der Basis von Erprobungsmodellen zielt auf eine verstärkte Kooperation von Land und Kommunen, in der sich die Partner zu einer gemeinsamen Verantwortung und Zuständigkeit für die inhaltliche Weiterentwicklung der offenen Ganztagsgrundschule bekennen. Eine vollständige Kommunalisierung der Grundschulen steht nicht zur Debatte.
Das jetzt im Landesdienst beschäftigte Personal steht während des Erprobungszeitraumes weiterhin im Dienst des Freistaats Thüringen. Die Erzieher werden den Schulträgern für die Erprobungsphase zur Verfügung gestellt. Dabei wird den öffentlichen Schulträgern das Direktionsrecht über das Erzieherpersonal für die Gestaltung offener Ganztagsgrundschulen übertragen. Die Dienst- und Fachaufsicht über das Erzieherpersonal verbleibt beim Land. Die Schulträger werden bei der Umsetzung durch Regionalkoordinatoren unterstützt. Zudem wird der Prozess wissenschaftlich begleitet.
Die Ergebnisse einer jährlichen Familienbefragung werden dabei empirisch ausgewertet und eine Längsschnittstudie erstellt. Bis spätestens 2012 sollen die Erprobungsmodelle abgeschlossen sein.
Autor: nnz/knEntsprechende Beschlüsse bzw. Absichtserklärungen liegen dem Kultusministerium zum Jahresende vor. Damit beteiligen sich im nächsten Jahr mehr als die Hälfte der der Landkreise und kreisfreien Städte des Freistaates an diesem Modellprojekt. Der große Zuspruch zeigt deutlich die Akzeptanz des Erprobungsmodells, teilte Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) heute in Erfurt mit.
Am 1. Februar 2008 begannen die Erprobungsmodelle zur Weiterentwicklung der Grundschulen in den Landkreisen Eichsfeld, Greiz, Saalfeld-Rudolstadt und Sömmerda. Am 1. April 2008 kam die Stadt Erfurt hinzu, am 1. Oktober die Stadt Jena. Der Unstrut-Hainich-Kreis, der Kyffhäuserkreis und der Landkreis Hildburghausen werden sich ab dem 1. Februar 2009 beteiligen. Nicht mit dabei ist der Landkreis Nordhausen. Im weiteren Verlauf des Jahres 2009 kommen dann der Ilmkreis, der Saale-Orla-Kreis sowie der Wartburgkreis dazu. Entsprechende Verträge werden derzeit vorbereitet.
Kultusminister Müller sieht in der Erweiterung eine Bestätigung für den Erfolg des Vorhabens: Die Übertragung des Erzieherpersonals eröffnet den Schulträgern umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten für außerunterrichtliche Angebote. Mit der Umsetzung des Modells kann die Einheit von Bildung, Erziehung und Betreuung in den Sozialräumen in einer neuen Qualität erreicht werden. Die Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule auf der Basis von Erprobungsmodellen zielt auf eine verstärkte Kooperation von Land und Kommunen, in der sich die Partner zu einer gemeinsamen Verantwortung und Zuständigkeit für die inhaltliche Weiterentwicklung der offenen Ganztagsgrundschule bekennen. Eine vollständige Kommunalisierung der Grundschulen steht nicht zur Debatte.
Das jetzt im Landesdienst beschäftigte Personal steht während des Erprobungszeitraumes weiterhin im Dienst des Freistaats Thüringen. Die Erzieher werden den Schulträgern für die Erprobungsphase zur Verfügung gestellt. Dabei wird den öffentlichen Schulträgern das Direktionsrecht über das Erzieherpersonal für die Gestaltung offener Ganztagsgrundschulen übertragen. Die Dienst- und Fachaufsicht über das Erzieherpersonal verbleibt beim Land. Die Schulträger werden bei der Umsetzung durch Regionalkoordinatoren unterstützt. Zudem wird der Prozess wissenschaftlich begleitet.
Die Ergebnisse einer jährlichen Familienbefragung werden dabei empirisch ausgewertet und eine Längsschnittstudie erstellt. Bis spätestens 2012 sollen die Erprobungsmodelle abgeschlossen sein.

