So, 15:33 Uhr
18.01.2009
Spitzenreiter bezwungen
Beim Rückrundenauftakt der Handball Landesliga, mit dem Spiel Bester Angriff gegen Beste Abwehr überzeugte der Nordhäuser Angriff und gewann verdient. Hier der ausführliche Bericht von Frank Ollech...
Fuhrmann mit 15 Treffern (Foto: Ollech)
Der Start in die Rückrunde wurde von den Handballern aus der Rolandstadt fieberhaft erwartet. Hatten sie doch mit dem amtierenden Spitzenreiter Vfb TM Mühlhausen 09 noch eine Rechnung offen. Diese datiert vom Ersten Spieltag. Damals kassierte der NSV in Mühlhausen eine unglückliche 21:19 Niederlage. Gleichzeitig wollten die Nordhäuser einer eventuellen Punktgleichheit am Ende der Spielserie vorbeugen. Dazu benötigten sie einen Sieg mit mindestens drei Treffern Unterschied.
Danach sah es zu Beginn ganz und gar nicht aus. Zwar gingen die Hausherren mit 1:0 in Front, wurden danach aber überrannt und gerieten mit 1:4 ins Hintertreffen. Angetrieben von ihren eigens aus Mühlhausen mitgebrachten Trommlern, ein Fanfarenzug, wurden sie ihrer Favoritenrolle gerecht. Nach dem Zweiten Treffer, ein Strafwurf für den NSV, drehte die Begegnung jedoch völlig. Jetzt waren es die Gäste bei denen nichts mehr ging. So wurde aus einem Rückstand eine 5:4 Führung. Zu diesem Zeitpunkt hatte Stefan Fuhrmann bereits vier Treffer erzielt. Unverständlich warum die Mühlhäuser Bank nicht reagierte. Im Gegenteil nach dem Ausgleich (5:5) wurde es noch schlimmer. Durch Treffer von Thomas Riemekasten, Sebastian Kreutz und Stefan Fuhrmann kamen sie binnen 3 Minuten unter die Räder. Die NSV Bank warte förmlich auf die Manndeckung gegen den Nordhäuser Kanonier. Da diese nicht kam brauchten sie Plan B vorerst nicht aus der Tasche zu ziehen.
Die Begegnung kostete Kraft und der NSV ließ sich die Zügel im weiteren Verlauf etwas aus der Hand nehmen. Für die Gäste sprang dabei aber nicht mehr als der Anschluss zum 10:9 heraus. Den Halbzeittee konnte der NSV mit einer Zwei-Tore-Führung (13:11) im Rücken einnehmen. Für beide Mannschaften eher eine unterdurchschnittliche Halbzeit. Zwar konnte die Mühlhäuser Abwehr den NSV Angriffen Paroli bieten, scheiterten am Ende aber am eigenen Angriff.
Die zweite Halbzeit sollte nach hart umkämpften Beginn ein Triumphzug der Nordhäuser werden. Dabei kam der Spitzenreiter wiederum besser aus den Startlöchern. Zwei Treffer in Folge und ein vergebener Strafwurf des NSV brachten den Ausgleich. Es folgte die am härtesten umkämpfte Phase. Die Trommler, auf beiden Seiten der Tribünen, versuchten sich zu überbieten und ihr Team nach vorn zu treiben. Diese boten auf dem Parkett zwar wahrlich kein Augenschmaus aber die Dramatik war dafür um so höher.
Nachdem es Sebastian Kreutz vorbehalten war den Torreigen der zweiten Halbzeit zu eröffnen, lief Kanonier Fuhrmann zu Höchstform auf. Der Abwehrverband der Gäste agierte dabei sträflich. Und wenn sie einmal auf der Höhe des Geschehens waren kam der Pass auf die andere Seite, wo mit Christian Müller und Sebastian Kreutz erstmals seid länger Zeit zwei Linkshänder standen. Diese machten ihre Sache ausgezeichnet und bereiteten den Gästen Kopfschmerzen. Es war nur eine Frage der Zeit wann der Abwehrriegel entgültig gesprengt wird. Die Nordhäuser überlegt wie lange nicht, warteten auf ihre Chance. In der Abwehr, durch die Ausfälle von Sören Ahlert und Marco Holznagel zwar geschwächt, war es der Abwehrstratege Michael Spieß der seine Nebenleute glänzend führte. Die Hallenuhr zeigte die 42. Spielminute als Fuhrmann mit seinem 11. Treffer das 21:19 erzielte. Wie vom Blitz getroffen ging beim Vfb nichts mehr. Die Gastgeber waren am Ziel, die Abwehrmauer war eingerissen. Auch die Angriffe der Gäste blieben auf der Strecke. Der NSV setzte nach und erzwang die Entscheidung mit fünf Treffern in Folge zum 26:20.
Erst jetzt erkannten die Gäste ihren Fehler und nahmen Fuhrmann in Manndeckung. Jetzt schlug die Stunde der Bank. Trainer Andreas Meyer holte Plan B aus der Tasche. Die beste Abwehr der Liga, zu diesem Zeitpunkt völlig überfordert, konnte auch diesen nicht stoppen. Die Entscheidung viel beim 29:21 in der 54. Spielminute. In den Schlussminuten musste der NSV dem enorm hohem Tempo noch einwenig Tribut zollen und so konnte Mühlhausen noch etwas Ergebniskosmetik erzielen. Jubel in der Halle nach dem Abpfiff der beiden wieder ausgezeichnet auftretenden Schiedsrichter Jens Hanse und Christian Lindig aus Rothenstein und Könitz. Sie hatten die jederzeit faire Begegnung fest im Griff.
Karsten Scholz/ Dennis Odebrecht/ Martin Stritzel 1/ Michael Spieß 2/ Christian Flötling/ Holger Kühne/ Marcel Effenberger 2/ Stefan Fuhrmann 15/ Thomas Riemekasten 2/ Sven Hirthammer/ Sebastian Kreutz 6/ Christian Müller 4
Frank Ollech
Autor: nnz
Fuhrmann mit 15 Treffern (Foto: Ollech)
Der Start in die Rückrunde wurde von den Handballern aus der Rolandstadt fieberhaft erwartet. Hatten sie doch mit dem amtierenden Spitzenreiter Vfb TM Mühlhausen 09 noch eine Rechnung offen. Diese datiert vom Ersten Spieltag. Damals kassierte der NSV in Mühlhausen eine unglückliche 21:19 Niederlage. Gleichzeitig wollten die Nordhäuser einer eventuellen Punktgleichheit am Ende der Spielserie vorbeugen. Dazu benötigten sie einen Sieg mit mindestens drei Treffern Unterschied.Danach sah es zu Beginn ganz und gar nicht aus. Zwar gingen die Hausherren mit 1:0 in Front, wurden danach aber überrannt und gerieten mit 1:4 ins Hintertreffen. Angetrieben von ihren eigens aus Mühlhausen mitgebrachten Trommlern, ein Fanfarenzug, wurden sie ihrer Favoritenrolle gerecht. Nach dem Zweiten Treffer, ein Strafwurf für den NSV, drehte die Begegnung jedoch völlig. Jetzt waren es die Gäste bei denen nichts mehr ging. So wurde aus einem Rückstand eine 5:4 Führung. Zu diesem Zeitpunkt hatte Stefan Fuhrmann bereits vier Treffer erzielt. Unverständlich warum die Mühlhäuser Bank nicht reagierte. Im Gegenteil nach dem Ausgleich (5:5) wurde es noch schlimmer. Durch Treffer von Thomas Riemekasten, Sebastian Kreutz und Stefan Fuhrmann kamen sie binnen 3 Minuten unter die Räder. Die NSV Bank warte förmlich auf die Manndeckung gegen den Nordhäuser Kanonier. Da diese nicht kam brauchten sie Plan B vorerst nicht aus der Tasche zu ziehen.
Die Begegnung kostete Kraft und der NSV ließ sich die Zügel im weiteren Verlauf etwas aus der Hand nehmen. Für die Gäste sprang dabei aber nicht mehr als der Anschluss zum 10:9 heraus. Den Halbzeittee konnte der NSV mit einer Zwei-Tore-Führung (13:11) im Rücken einnehmen. Für beide Mannschaften eher eine unterdurchschnittliche Halbzeit. Zwar konnte die Mühlhäuser Abwehr den NSV Angriffen Paroli bieten, scheiterten am Ende aber am eigenen Angriff.
Die zweite Halbzeit sollte nach hart umkämpften Beginn ein Triumphzug der Nordhäuser werden. Dabei kam der Spitzenreiter wiederum besser aus den Startlöchern. Zwei Treffer in Folge und ein vergebener Strafwurf des NSV brachten den Ausgleich. Es folgte die am härtesten umkämpfte Phase. Die Trommler, auf beiden Seiten der Tribünen, versuchten sich zu überbieten und ihr Team nach vorn zu treiben. Diese boten auf dem Parkett zwar wahrlich kein Augenschmaus aber die Dramatik war dafür um so höher.
Nachdem es Sebastian Kreutz vorbehalten war den Torreigen der zweiten Halbzeit zu eröffnen, lief Kanonier Fuhrmann zu Höchstform auf. Der Abwehrverband der Gäste agierte dabei sträflich. Und wenn sie einmal auf der Höhe des Geschehens waren kam der Pass auf die andere Seite, wo mit Christian Müller und Sebastian Kreutz erstmals seid länger Zeit zwei Linkshänder standen. Diese machten ihre Sache ausgezeichnet und bereiteten den Gästen Kopfschmerzen. Es war nur eine Frage der Zeit wann der Abwehrriegel entgültig gesprengt wird. Die Nordhäuser überlegt wie lange nicht, warteten auf ihre Chance. In der Abwehr, durch die Ausfälle von Sören Ahlert und Marco Holznagel zwar geschwächt, war es der Abwehrstratege Michael Spieß der seine Nebenleute glänzend führte. Die Hallenuhr zeigte die 42. Spielminute als Fuhrmann mit seinem 11. Treffer das 21:19 erzielte. Wie vom Blitz getroffen ging beim Vfb nichts mehr. Die Gastgeber waren am Ziel, die Abwehrmauer war eingerissen. Auch die Angriffe der Gäste blieben auf der Strecke. Der NSV setzte nach und erzwang die Entscheidung mit fünf Treffern in Folge zum 26:20.
Erst jetzt erkannten die Gäste ihren Fehler und nahmen Fuhrmann in Manndeckung. Jetzt schlug die Stunde der Bank. Trainer Andreas Meyer holte Plan B aus der Tasche. Die beste Abwehr der Liga, zu diesem Zeitpunkt völlig überfordert, konnte auch diesen nicht stoppen. Die Entscheidung viel beim 29:21 in der 54. Spielminute. In den Schlussminuten musste der NSV dem enorm hohem Tempo noch einwenig Tribut zollen und so konnte Mühlhausen noch etwas Ergebniskosmetik erzielen. Jubel in der Halle nach dem Abpfiff der beiden wieder ausgezeichnet auftretenden Schiedsrichter Jens Hanse und Christian Lindig aus Rothenstein und Könitz. Sie hatten die jederzeit faire Begegnung fest im Griff.
Karsten Scholz/ Dennis Odebrecht/ Martin Stritzel 1/ Michael Spieß 2/ Christian Flötling/ Holger Kühne/ Marcel Effenberger 2/ Stefan Fuhrmann 15/ Thomas Riemekasten 2/ Sven Hirthammer/ Sebastian Kreutz 6/ Christian Müller 4
Frank Ollech


