Fr, 09:28 Uhr
06.02.2009
Brücken und Straßen
Seit Monaten sind Brücken ein Thema in den Sitzungen des Nordhäuser Kreistages. Auch so mancher Bürgermeister, wie der Görsbacher Siegfried Junker zum Beispiel, können einige Brückenlieder singen. Jetzt könnte Licht am Ende des Tunnels auftauchen. Es gibt zwar keinen Plan, dafür jedoch ein Programm...
Zur Problematik der tonnagebegrenzten Brücken hat das Nordthüringer Straßenbauamt ein umfangreiches Brückenbauprogramm entwickelt, das derzeit in Erfurt liegt, sagt Winfried Ludolph, stellvertretender Leiter des Nordthüringer Straßenbauamtes. Besonders für den Schulbusverkehr hat der Sanierungsstau bei den Brücken im Landkreis Nordhausen weitereichende Folgen. Dies betrifft zum Beispiel tonnagebegrenzte Brücken in Werna, an der Aumühle, bei Harzungen, Kleinwechsungen oder Haferungen, die als Landesstraßen in die Zuständigkeit des Freistaates Thüringen fallen.
Im ersten Schritt plant das Nordthüringer Straßenbauamt in Leinefelde, mit der Sanierung der Brücke in Werna in diesem Jahr zu beginnen. Wir erwarten in Kürze das Baurecht, sagte Winfried Ludolph zuversichtlich. Auch für die Brücke an der Aumühle laufen die konkreten Vorbereitungen. Ich hatte gehofft, dass das Konjunkturpaket II der Bundesregierung weitere Baumaßnahmen an Brücken ermöglichen würde, sagt Hans-Joachim Matzelle, Leiter des Fachgebiets Hoch- und Tiefbau sowie Kreisentwicklung im Landratsamt Nordhausen. Allerdings zeigt sich Winfried Ludolph in diesem Punkt skeptisch. Noch sei völlig unklar, ob Mittel aus dem Konjunkturpaket II in den Straßen- und Brückenbau in Nordthüringen fließen oder ob eher die weiche Infrastruktur, also zum Beispiel die Sanierung von Schulen, im Fokus der Investitionen stehen. Das zuständige Landesministerium für Bau, Landesentwicklung und Medien wird in den kommenden Wochen weitere Gespräche dazu führen und letztlich entscheiden, ob und wenn ja wie viele Mittel aus dem Konjunkturpaket in den Straßenbau fließen.
Einige Verkehrsprojekte gehen allerdings auch ohne Zuschüsse aus dem Konjunkturprogramm voran – darunter die Neutrassierung der Bundesstraße 243, einer wichtigen Verbindung zwischen Thüringen und Niedersachsen, die mit zahlreichen Brückenbauten verbunden ist Die fünf Brücken auf dem knapp vier Kilometer langen Abschnitt der B 243 zwischen der A 38 und Großwechsungen sollen bis Mitte nächsten Jahres fertig werden.
Dann beginnen wir mit dem Bau der Strecke und die Brücken werden integriert, erläutert Winfried Ludolph. Finanziert werden die Bauarbeiten aus dem Topf des Bundesstraßenbauprogramms, den zusätzliche Mautmittel gefüllt haben. Für die Ortsumgehung Mackenrode läuft momentan das Planfeststellungsverfahren. Im Frühjahr gibt es einen Erörterungstermin mit denjenigen, die Einwände geäußert haben. Da es allerdings keine großen Einwände gegen das Vorhaben gibt, rechne ich mit einem baldigen Planfeststellungsbeschluss und damit verbunden mit dem Baurecht zum Jahresende, spätestens Anfang 2010, sagt Winfried Ludolph.
Auch dieser Beschluss wird anschließend öffentlich ausgelegt, so dass Interessierte den genauen geplanten Verlauf der Ortsumgehung Mackenrode einsehen können. Wann dann tatsächlich mit dem Bau begonnen wird, ist davon abhängig, wie viele Mittel der Bund zur Verfügung stellt. Thüringen und Niedersachsen werden diesen Abschnitt dann gemeinsam bauen, um somit eine wirksame Entlastung unter anderem auch der Ortsdurchfahrt Mackenrode zu erreichen. Für die weiteren Abschnitte der B243 laufen derzeit die detaillierten Planungen. Dazu führen wir noch Gespräche mit den Kommunen, so Winfried Ludolph.
Auch der weitere Ausbau der B 4 verstaubt nach der freigegebenen Ortsumfahrung Sondershausen keineswegs in den Akten – auch wenn weitere konkrete Baumaßnahmen derzeit noch nicht auf der Tagesordnung stehen. Zur weiteren Planung sind Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium geplant. Aber dazu können wir noch keine detaillierten Angaben machen. Ebenfalls auf der Tagesordnung steht nach wie vor der Autobahnzubringer zwischen Lipprechterode, Kleinbodungen bis Großbodungen. Die Landesstraße soll nach Aussagen des Nordthüringer Straßenbauamtes grundhaft ausgebaut werden. Wir hoffen darauf, dass wir in diesem Jahr das Baurecht bekommen, sagt Winfried Ludolph.
Wann dann tatsächlich die Bagger rollen, hängt wieder von den verfügbaren Finanzmitteln ab. Neben der eigentlichen Straße soll außerdem ein Radweg entstehen. Die Bauarbeiten für zwei weitere Radwege – nämlich zwischen Obergebra und Niedergebra sowie zwischen Niedersachswerfen und Ilfeld – sollen ebenfalls in diesem Jahr beginnen.
Autor: nnzZur Problematik der tonnagebegrenzten Brücken hat das Nordthüringer Straßenbauamt ein umfangreiches Brückenbauprogramm entwickelt, das derzeit in Erfurt liegt, sagt Winfried Ludolph, stellvertretender Leiter des Nordthüringer Straßenbauamtes. Besonders für den Schulbusverkehr hat der Sanierungsstau bei den Brücken im Landkreis Nordhausen weitereichende Folgen. Dies betrifft zum Beispiel tonnagebegrenzte Brücken in Werna, an der Aumühle, bei Harzungen, Kleinwechsungen oder Haferungen, die als Landesstraßen in die Zuständigkeit des Freistaates Thüringen fallen.
Im ersten Schritt plant das Nordthüringer Straßenbauamt in Leinefelde, mit der Sanierung der Brücke in Werna in diesem Jahr zu beginnen. Wir erwarten in Kürze das Baurecht, sagte Winfried Ludolph zuversichtlich. Auch für die Brücke an der Aumühle laufen die konkreten Vorbereitungen. Ich hatte gehofft, dass das Konjunkturpaket II der Bundesregierung weitere Baumaßnahmen an Brücken ermöglichen würde, sagt Hans-Joachim Matzelle, Leiter des Fachgebiets Hoch- und Tiefbau sowie Kreisentwicklung im Landratsamt Nordhausen. Allerdings zeigt sich Winfried Ludolph in diesem Punkt skeptisch. Noch sei völlig unklar, ob Mittel aus dem Konjunkturpaket II in den Straßen- und Brückenbau in Nordthüringen fließen oder ob eher die weiche Infrastruktur, also zum Beispiel die Sanierung von Schulen, im Fokus der Investitionen stehen. Das zuständige Landesministerium für Bau, Landesentwicklung und Medien wird in den kommenden Wochen weitere Gespräche dazu führen und letztlich entscheiden, ob und wenn ja wie viele Mittel aus dem Konjunkturpaket in den Straßenbau fließen.
Einige Verkehrsprojekte gehen allerdings auch ohne Zuschüsse aus dem Konjunkturprogramm voran – darunter die Neutrassierung der Bundesstraße 243, einer wichtigen Verbindung zwischen Thüringen und Niedersachsen, die mit zahlreichen Brückenbauten verbunden ist Die fünf Brücken auf dem knapp vier Kilometer langen Abschnitt der B 243 zwischen der A 38 und Großwechsungen sollen bis Mitte nächsten Jahres fertig werden.
Dann beginnen wir mit dem Bau der Strecke und die Brücken werden integriert, erläutert Winfried Ludolph. Finanziert werden die Bauarbeiten aus dem Topf des Bundesstraßenbauprogramms, den zusätzliche Mautmittel gefüllt haben. Für die Ortsumgehung Mackenrode läuft momentan das Planfeststellungsverfahren. Im Frühjahr gibt es einen Erörterungstermin mit denjenigen, die Einwände geäußert haben. Da es allerdings keine großen Einwände gegen das Vorhaben gibt, rechne ich mit einem baldigen Planfeststellungsbeschluss und damit verbunden mit dem Baurecht zum Jahresende, spätestens Anfang 2010, sagt Winfried Ludolph.
Auch dieser Beschluss wird anschließend öffentlich ausgelegt, so dass Interessierte den genauen geplanten Verlauf der Ortsumgehung Mackenrode einsehen können. Wann dann tatsächlich mit dem Bau begonnen wird, ist davon abhängig, wie viele Mittel der Bund zur Verfügung stellt. Thüringen und Niedersachsen werden diesen Abschnitt dann gemeinsam bauen, um somit eine wirksame Entlastung unter anderem auch der Ortsdurchfahrt Mackenrode zu erreichen. Für die weiteren Abschnitte der B243 laufen derzeit die detaillierten Planungen. Dazu führen wir noch Gespräche mit den Kommunen, so Winfried Ludolph.
Auch der weitere Ausbau der B 4 verstaubt nach der freigegebenen Ortsumfahrung Sondershausen keineswegs in den Akten – auch wenn weitere konkrete Baumaßnahmen derzeit noch nicht auf der Tagesordnung stehen. Zur weiteren Planung sind Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium geplant. Aber dazu können wir noch keine detaillierten Angaben machen. Ebenfalls auf der Tagesordnung steht nach wie vor der Autobahnzubringer zwischen Lipprechterode, Kleinbodungen bis Großbodungen. Die Landesstraße soll nach Aussagen des Nordthüringer Straßenbauamtes grundhaft ausgebaut werden. Wir hoffen darauf, dass wir in diesem Jahr das Baurecht bekommen, sagt Winfried Ludolph.
Wann dann tatsächlich die Bagger rollen, hängt wieder von den verfügbaren Finanzmitteln ab. Neben der eigentlichen Straße soll außerdem ein Radweg entstehen. Die Bauarbeiten für zwei weitere Radwege – nämlich zwischen Obergebra und Niedergebra sowie zwischen Niedersachswerfen und Ilfeld – sollen ebenfalls in diesem Jahr beginnen.


