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Mi, 14:55 Uhr
15.04.2009

Sport wird unterstützt

Die Stadtverwaltung Nordhausen hat in Thüringen bisher die meisten Kombilohnstellen geschaffen, diese Bilanz zog jetzt Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) gegenüber der nnz. Vor einem Jahr hatte der Nordhäuser Stadtrat den Weg frei gemacht, dass die Stadt rund 40 zusätzliche Stellen schaffen soll.


Ziel war es, die bestehenden Arbeitsförderprogramme auszunutzen und in diesen Fällen richtige sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu schaffen. Mit dem Kombilohnprogramm fördert die Bundesregierung seit Anfang 2008 richtige Arbeitsstellen in Regionen mit besonders hoher Arbeitslosigkeit, wozu leider auch Nordthüringen zählt. Der Bund stellt diese Fördermittel zusätzlich zur Verfügung, so dass die lokalen Mittel der ARGE hierfür nicht verwendet werden müssen. „Wir haben zurzeit 25 Kombilohnstellen besetzt und bekommen dafür rund 250.000 Euro im Jahr aus den Bundeskassen in die Region“, erklärte Jendricke.

Immerhin 15 Stellen hat die Stadtverwaltung allein bei den Nordhäuser Sportvereinen angesiedelt. Die Vereine hatten sich im letzten Jahr im Rahmen einer Ausschreibung um diese Stellen bei der Stadt beworben und zudem Leute vorgeschlagen, welche meist schon ehrenamtlich im Verein tätig waren, allerdings sonst keine Arbeit hatten. „Neben den Bundesmitteln gibt die Stadt für diese Beschäftigungsprogramme allein im Sportbereich noch zusätzliche 75.000 Euro aus. Eine solche Unterstützung des Nordhäuser Breitensports hat es bisher nicht gegeben und ist in der Region einzigartig“, machte Jendricke deutlich.

Aus Nordhäuser Sicht könnte man noch viel mehr solcher Stellen im Jugend- und Sportbereich schaffen, wenn auch das Land und der Landkreis das Programm mehr unterstützen würden. „Eigentlich müsste der Landkreis als zuständiger Sozialträger hier solche Stellen schaffen und kofinanzieren, aber man boykotiert das Programm, weil es offenbar aus einem Berliner SPD-Ministerium stammt“, machte Jendricke seinen Ärger deutlich. Da der Bund auch für diesen Landkreis rund 500 Stellen finanzieren würde, entgehen der Region somit im Jahr rund vier Millionen Euro an Fördermittel bzw. Kaufkraft.
Autor: nnz

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