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Do, 11:51 Uhr
16.04.2009

Naher Verkehr

Auf ihrer nächsten Sitzung am 22. April sollen die Nordhäuser über die 3. Nahverkehrsplan der Stadt entscheiden. Er ist der 3. Plan, den die Stadt auflegt und soll die Leitlinien für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für Stadtbus und Straßenbahn bis zum Jahr 2013 festlegen.


„Der Plan sagt im Prinzip: Was wollen wir uns und vor allem was können wir uns beim ÖPNV in den kommenden Jahren leisten und auf welche Art und Weise“, sagte Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU). Der Plan habe eine große Bedeutung, „denn nicht nur angesichts der demographischen Entwicklung kommt der Mobilität, die von der öffentlichen Hand angeboten wird, eine zunehmende Bedeutung zu, sowohl sozial als auch aus ökologischen Gründen.“

Vorrangiges Ziel des Nahverkehrsplanes für die kommenden Jahre „ist die Gewinnung von neuen Fahrgästen, um so den innerstädtische Verkehr zu entlasten, Der ÖPNV in Nordhausen soll zukünftig leistungsfähig, attraktiv und weitestgehend barrierefrei sein. Er soll eine echte Alternative zum privaten PKW werden“, so Frau Klaan.

Aktuell nutzten pro Jahr 2,34 Millionen Menschen die Straßenbahn und rund 400.000 die Stadtbusse. „Im Vergleich zum Jahr 2001 hatten wir bei der Straßenbahn einen Rückgang der Fahrgäste um 11 Prozent und beim Bus um 22 Prozent.“

Zwischen Bus- und Bahnverkehr gebe es große Qualitätsunterschiede, die im Laufe der Zeit ausgeglichen werden sollten – um letztlich auch damit mehr Fahrgäste zu gewinnen. Das sehe der Plan ebenfalls vor. „So hat sich durch den Stadtumbau im Zuge der Gartenschau die Situation an den Straßenbahnhaltestellen deutlich verbessert, was Komfort und Barrierefreiheit betrifft und mit dem Einsatz von Niederflur-Straßenbahnen sind auch die Fahrzeuge selbst deutlich komfortabler geworden. Hinzu kommt der Gleisschluss zwischen Straßenbahn und Harzer Schmalspurbahn, der es ohne Umsteigen möglich macht, bis nach Ilfeld zu fahren. Auch diesen Komfort wissen die Fahrgäste zu schätzen.“

Deshalb bestehe der größte Handlungsbedarf bei den Stadtbussen. „Hier muss sich vor allem die Haltestellensituation verbessern – Maßstab sind dabei die bereits umgebauten Haltepunkte der Straßenbahnen. Und auch bei den Taktzeiten brauchen wir Verbesserungen, um mehr Fahrgäste an den Bus zu binden. Dass dies gelingen kann, hat sich mit den Veränderungen auf der Stadtlinie A gezeigt. Hier haben sich innerhalb von drei Jahren die Fahrgastzahlen in einigen Streckenabschnitten vervierfacht.

Dabei eine Rolle gespielt haben die verbesserte Linienführung, die Einführung eines 20-Minuten-Taktes und die zeitliche Vertaktung mit anderen Linien im Streckennetz“, so Frau Klaan. Hinzu komme, dass die Busflotte sukzessive erneuert werden solle, „um einerseits die Umweltstandards einzuhalten und parallel dazu die Fahrzeuge barrierefrei zu gestalten.“

Hinsichtlich der Anbindung der Ortsteile sollen jene mit mehr als 1000 Einwohnern stündlich mit dem Bus angefahren werden, „bei Ortsteilen zwischen 100 und 1000 Einwohnern soll der Bus fünfmal täglich hin- und zurückfahren, bei Orten mit unter 100 Einwohnern sollen es mindestens drei Fahrtenpaare täglich sein.“ So wird auch in Zukunft eine komfortable Anbindung der Ortsteile an die Stadt sichergestellt.

Dem Thema Sicherheit solle ein verstärktes Augenmerk gelten “sowohl an den Haltestellen als auch in den Fahrzeugen.“ So denke man über die Einrichtung von so genannten „Sicherheitspunkten“ mit Telefonanschluss an den Haltestellen nach bzw. an einen Seniorenbegleitservice bzw. einen Taxi-Rufdienst an den Aussteigehaltestellen.
Autor: nnz

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